Vergrößerte Männerbrüste korrigieren
Schönheitsmedizin betrifft längst nicht mehr nur Frauen. Umfragen zeigen: Das Aussehen und ein ästhetischer Körper werden auch für Männer zu immer wichtigeren Themen und sie scheuen sich nicht zur Optimierung medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Erhebungen der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) ergaben, dass immerhin 14,7 Prozent aller Patienten der Schönheitschirurgie männlich sind. Vor allem im Vergleich wird klar, was diese Zahl bedeutet. 2008 machten Männer bei Operationen im ästhetischen Bereich lediglich einen Anteil von 9,6 Prozent aus. Ob Lidstraffung, Fettabsaugung oder die Behandlung von Falten, Männer nutzen heute zunehmend das vielfältige Angebot der Schönheitschirurgie. Ein Gesprächstabu beim männlichen Geschlecht sind häufig Brustoperationen. Dabei entwickeln circa 50 Prozent aller Männer im Laufe ihres Lebens einen Männerbusen. Im Fachjargon bezeichnet man dies als Gynäkomastie.
Prinzipiell wird bei dem Auftreten von Männerbrüsten zwischen physiologischen und nichtphysiologischen Ursachen unterschieden. Physiologische Ursachen gelten nicht als krankhaft und entstehen unter anderem vorübergehend in der Pubertät, im Alter oder auch durch starkes Übergewicht. Hier wird oft von einer Pseudogynäkomastie gesprochen, da das Fettgewebe zwar stark ausgeprägt ist, die Drüsen allerdings nicht überentwickelt sind. Um eine echte Gynäkomastie handelt es sich, wenn Männer durch vergrößerte Brustdrüsen sichtbare Brüste haben. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Medikamente, die Einnahme von Steroiden sowie hormonelle Einflüsse und Erkrankungen können zu einem übermäßigen Wachstum von Fett- und Drüsengewebe beim Mann führen. Nicht immer sind die Gründe eindeutig zu erkennen. Allerdings leiden viele Betroffene unter erheblichen seelischen Belastungen. Eine Operation kann in solchen Fällen Abhilfe leisten.
Bei einer Gynäkomastie-Behandlung wird die Entfernung der Brustdrüsen häufig mit einer Fettabsaugung kombiniert. Dazu ist ein Schnitt am Brustwarzenhof notwendig. Meist bleiben dadurch kleine Narben zurück, die aber im Laufe der Zeit verblassen. Risiken einer Brustoperation beim Mann können Gefühlsveränderungen an Brustwarze und Brust sowie Pigmentstörungen und bleibende Formveränderungen sein. Um die Risiken möglichst klein zu halten, sollte man sich an einen erfahrenen Chirurgen wenden. Bei Männern, die unter Makromastie (extremes Brustwachstum) leiden, übernehmen teilweise die Krankenkassen die Kosten eines chirurgischen Eingriffs.
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