Weiterer Anstieg bei gewichtsreduzierenden OPs
Die Zahl der Menschen, die sich auf Grund ihres extremen Übergewichts einen Magenballon oder ein Magenband einsetzen lassen, ist bundesweit gestiegen. Waren es 2008 noch 406, wurden 2010 bereits 607 Operationen registriert. In der Regel finanzieren die Krankenkassen die Magenballon- beziehungswese die Magenband-OP, wenn die an Übergewicht leidenden Patienten bestimmte Kriterien erfüllen. So müssen die Übergewichtigen mehr als fünf Jahre einen "Body Mass Index" (BMI) über 40 gehabt haben und nachweisen können; einen BMI über 40 hat beispielsweise eine Frau mit einer Größe von 1,70 Meter und einem Gewicht von 117 Kilo. Bei chronischen Begleiterkrankungen wie Diabetes oder starken Wirbelsäulenbeschwerden muss der BMI bei über 35 liegen. Außerdem sollte nachgewiesen werden, dass Therapien bezüglich einer Ernährungsumstellung, Sport und Verhalten erfolglos geblieben sind. Daniel Caroppo, DAK-Sprecher für Baden-Württemberg, gibt jedoch zu bedenken, dass eine Magenballon-OP nur dann langfristigen Erfolg haben kann, „wenn die Betroffenen ihren Lebensstil ändern und ihre Ernährung radikal umstellen“.
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