Botox als Antischweiß-Mittel
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Botox als Antischweiß-Mittel

myBody News, 06. Juni 2017
Spritzen

Dass beim Sport und in der Sauna der Schweiß aus jeder Pore rinnt ist selbstverständlich und nachvollziehbar, da unser Körper über die Schweißsekretion unseren Temperaturhaushalt regelt. Doch es gibt viele Menschen, die leiden unter großer Schweißbildung auch im Alltag. Gerade im Sommer bei leichterer Kleidung lassen sich Schweißflecken beispielsweise unter den Achselhöhlen kaum verbergen. Andererseits schützt bei übermäßigem Schwitzen oftmals auch ein Blazer oder Sakko nicht vor sichtbaren Schweißabsonderungen. Für Betroffene kann dies zu einer großen psychischen Belastung werden. Und sie allein können das Problem nicht lösen. Denn übermäßige Schweißproduktion hat weder etwas mit mangelnder Körperhygiene noch mit der falschen Anwendung von Deos o.ä. zu tun. Eine Hyperhidrose, so lautet der Name des Krankheitsbildes, bekommt man in der Regel nur mit medizinischer Hilfe in den Griff. So hat sich unter anderem Botox, das eigentlich als Anti-Falten Wirkstoff bekannte Produkt, als effektives Mittel gegen krankhaftes Schwitzen etabliert.

Botulinumtoxin wirkt hemmend an den Nervenenden, die Signale zur Aktivierung der Schweißdrüsen aussenden. So erhalten die Drüsenzellen kaum oder weniger Nervenimpulse und bilden entsprechend weniger Schweiß. Botox wird insbesondere bei Hyperhidrose unter den Achseln angewendet und kann dort die Schweißbildung wirksam und langanhaltend stoppen. Aber auch übermäßiges Schwitzen an Händen, Füßen, Kopfhaut oder anderen Körperbereichen lässt sich damit erfolgreich behandeln.

Eine Botox-Injektion in die Achselhöhlen ist ein minimal-invasiver Eingriff, bei dem die Einstiche durch die Verwendung von sehr dünnen Kanülen kaum wahrgenommen werden. Der Wirkstoff Botox kann nach dem Einbringen ein kurzes Brennen verursachen. Für gewöhnlich ist die gesamte Prozedur aber weitgehend schmerzarm, vor allem wenn vor der Behandlung eine Betäubungssalbe aufgetragen wird. Die Antischweiß-Wirkung tritt nach etwa ein bis drei Tagen ein und hält zwischen vier und zwölf Monaten – je nachdem wie schnell das Botox zerfällt und sich die Nervenenden wieder regenerieren. Die Achselnässe setzt aber nicht schlagartig wieder ein, sondern steigert sich allmählich, so dass man rechtzeitig nachdosieren bzw. die Botox-Behandlung auffrischen lassen kann.

Eine Behandlung gegen Schwitzen mit Botox unter den Armen kostet ca. 400 – 800 Euro. Der Preis richtet sich nach der verwendeten Dosis bzw. Einheit des Botulinumtoxins. Eine Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen ist nicht möglich, da es sich um eine ästhetische Behandlung handelt.

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