Eigenfett statt Implantat
Schöne Brüste sehen viele Frauen als Symbol ihrer eigenen Weiblichkeit. Das Selbstwertgefühl kann erheblich darunter leiden, wenn sie ihre Brüste als unästhetisch und zu klein empfinden. Dann kann eine Brustvergrößerung als Option in Betracht gezogen werden. Allerdings haben einige Frauen Hemmungen, sich einen Fremdkörper in die Brust einsetzen zu lassen. In solchen Fällen gibt es durchaus Alternativen zu einem Brustimplantat. Gerade wenn eine eher moderate Vergrößerung der Brust erreicht werden soll, bietet sich eine Behandlung mit Eigenfett an.
Die Eigenfett-Transplantation kann mittlerweile auf eine über 120-jährige Geschichte zurückblicken. Im Laufe der Zeit, insbesondere in den letzten 10 Jahren, wurden die Methoden immer weiter entwickelt, so dass sich die Vergrößerung der Brust mit Eigenfett mittlerweile bewährt hat. Da an anderer Stelle Fett abgesaugt werden muss, können bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett gleich zwei Problemzonen auf einmal behandelt werden. Für den Eingriff müssen verständlicherweise genügend Fettspendezonen vorhanden sein. Dies ist in der Regel aber auch bei schlankeren Frauen der Fall. Das Fett wird an den gewünschten Stellen abgesaugt und anschließend aufbereitet. Im nächsten Schritt wird das in Fett in zuvor definierte Stellen eingespritzt. Dies geschieht entweder über zwei kleine Schnitte in der Unterbrustfalte oder am Brustwarzenrand. Von dort wird das Fett über Unterhautgewebe und Brustmuskel in kleinen Portionen flächenförmig verteilt. Dies ist besonders wichtig, damit sich keine ölhaltigen Zysten bilden. Ein auf dem Gebiet der Eigenfetttransplantation erfahrener Arzt ist daher Voraussetzung.
Das Endergebnis zeigt sich nach circa drei Monaten, da das Fettgewebe erst einmal anwachsen muss und nicht alle Fettzellen überleben. Bei einer einmaligen Transplantation lässt sich eine halbe bis eine Körbchengröße mehr erwarten. Diese Methode ist daher vor allem geeignet, wenn nur ein gemäßigter Volumenzuwachs erreicht werden soll. Ein klarer Vorteil gegenüber Implantaten ist, dass es sich um körpereigenes Material handelt und Risiken wie Kapselfibrosen oder verrutschte Implantate wegfallen. Zudem bleibt das Tastgefühl vollkommen natürlich. Nach der Operation sollte auf Sport verzichtet und an den Stellen der Fettentnahme für vier bis sechs Wochen ein Kompressionsmieder getragen werden.
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