Alle Infos zum Implantatwechsel
Fakten und Mythen zum Implantatwechsel
Während ein Implantatwechsel früher nach zehn Jahren dringend empfohlen war, müssen moderne qualitativ hochwertige Implantate (solange keine Komplikationen auftreten) nicht ausgetauscht werden. Dennoch gibt es unterschiedliche Szenarien und Gründe, die einen Implantatwechsel notwendig oder wünschenswert machen.
Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen ästhetischen und medizinischen Beweggründen. Manche Frauen wünschen sich nach Jahren eine andere Brustform oder Größe. Die Alterung der Haut kann dazu geführt haben, dass die Brust hängt und eine Bruststraffung, Implantat-Entfernung oder erneute Vergrößerung in Erwägung gezogen wird.
Die Kosten einer rein ästhetischen Korrektur hat die Patientin in der Regel selbst zu tragen. Die Höhe der Kosten entspricht in etwa dem Durchschnitt einer Brustvergrößerung, also zwischen 5.000 und 7.000 Euro. Denn auch die Kostenbestandteile wie Aufwand, Materialbedarf, Klinikaufenthalt und Anästhesie sind vergleichbar.
Medizinisch notwendig wird ein Austausch der Implantate beim Auftreten einer Kapselfibrose, einer schmerzhaften Veränderung und Verhärtung der natürlichen, körpereigenen Kapsel um das Implantat. Je nach Grad der Verhärtung können auch minimal-invasive Behandlungen, zum Beispiel mit Ultraschallwellen gute Erfolge bringen, bei einer bereits schmerzhaften Verhärtung und Deformierung ist ein Implantatwechsel meist zwingend erforderlich. Auch bei andauernden Entzündungen und anderen Beschwerden, insbesondere wenn Herkunft und Qualität des Implantats fragwürdig sind, sollte ein Austausch der Implantate mit einem erfahrenen Arzt diskutiert werden.
Sofern möglich werden die Implantate über den gleichen Hautschnitt ausgetauscht, es entstehen also keine weiteren Narben. Die Technik und das Vorgehen des Operateurs hängen vom Grund des Tauschs ab, bei Bedarf kann gleichzeitig eine Bruststraffung und eine Korrektur der Weichteile vorgenommen werden.
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