Fettzellen reduzieren mit Kälte
Die operative Fettabsaugung oder Liposuktion hat sich weltweit als ein bewährtes Verfahren etabliert und sich zu einer der häufigsten ästhetisch-chirurgischen Behandlungsmethode herangebildet. Doch zur Zeit des minimalen-invasiven Trends entsteht auch im Bereich der Fettentfernung und Körperformung zunehmend die Nachfrage nach alternativen, nichtoperativen Methoden. Diese sollten vergleichbar in der Wirkung sein, aber hinsichtlich ihrer Nebenwirkungen deutlich risikoärmer sein.
Zu den jüngsten Verfahren der nichtinvasiven Fettreduktion zählt die sogenannte Kryolipolyse. Darunter versteht man die Auflösung des Fettgewebes durch Kälteeinwirkung. Das zu behandelnde Areal wird über einen Zeitraum von 30 bis 60 Minuten auf einen spezifischen und konstant gehaltenen Temperaturbereich kontrolliert heruntergekühlt. Man fand heraus, dass Fettzellen unter 6 Grad kristallisieren und absterben. Das in den Zellen gespeicherte Fett wird abgegeben und dann vom Körper in natürlichen Abbauprozessen abgeführt. Sinnvoll ist auch eine im Anschluss an die Behandlung durchgeführte Lymphdrainage, um die Verstoffwechselung zu beschleunigen.
Mit der Kryolipolyse kann man den Fettzellen an jeglichen Problemzonen effektiv zu Leibe rücken. Ob an Taille, Armen, Beinen, Po oder Bauch, das innovative „Fett-Gefrier-Verfahren“ ist vielseitig einsetzbar. Ein wichtiges Sicherheitskriterium ist das Beachten des Temperaturkorridors zwischen 0 und 2,5 Grad, weiß Dr. Aschkan Entezami, der die Prozedur schon vielfach in seiner Klinik am Pelikanplatz durchgeführt hat: „In diesem Temperaturbereich schadet die Kühlung zwar dem Fett, wichtige Organe wie Haut, Nerven, Gefäße und angrenzende Muskeln tolerieren ihn aber problemlos. Es ist also wie immer auch bei dieser Technologie sehr wichtig auf Qualität zu achten. Dann beschränken sich Nebenwirkungen auf eine Schwellung des behandelten Areals über ca. 2 Wochen, ein ggf. bestehendes und komplett reversibles Taubheitsgefühl der Haut sowie selten Hämatome. In ganz seltenen Fällen können sich die behandelten Areale über einige Wochen verhärten, aber auch dieses seltene Phänomen ist komplett reversibel.“
Die Behandlung dauert pro behandelte Zone in der Regel eine Stunde. Für einen sichtbaren und dauerhaften Effekt erfordert die komplette Behandlung oft eine weitere oder sogar mehrere Sitzungen. Dies ist je nach körperlicher Veranlagung und Zufriedenheit mit dem erreichten Behandlungsergebnis unterschiedlich.
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