Formel für die perfekte Brust
Schönheit ist messbar - dazu existieren nachweislich kulturübergreifende ästhetische Parameter wie zum Beispiel der Goldene Schnitt. Bislang bezog sich die Attraktivitätsforschung vor allem auf das Gesicht. Nun stellte der Brustexperte Dr. Patrick Mallucci auf dem 3. Internationalen Breast Symposium in Düsseldorf im April 2015 eine Studie zur Vermessung der perfekten weiblichen Brust vor.
Für seine Studie zog der Brustchirurg 100 Fotos von Frauen mit nicht-operierten Oberweiten heran. Diese Fotos wurden mittels Computer vermessen. Kriterium war das Größenverhältnis der Brustbereiche oberhalb und unterhalb der Brustwarze. Heraus kam die „Formel für die perfekte Brust“: Eine weibliche Brust wird dann als schön empfunden, wenn 45 Prozent des Brustvolumens oberhalb einer durch die Brustwarze führenden Linie, dem sogenannten Nippelmeridian, liegen. Die restlichen 55 Prozent des Volumens sollten unterhalb dieses Meridians liegen. Zudem sollten die Brustwarzen leicht nach oben zeigen. In einer Folgestudie mit den Fotos von Frauen unterschiedlichen Alters vor und nach einer Brustoperation konnte der britische Arzt das Ergebnis bestätigen. Der neue Busen wirkte natürlicher und attraktiver, wenn er den errechneten Proportionen entsprach. Zentral ist also, dass für die Schönheit der Brust aus wissenschaftlicher Perspektive die Form und nicht die Größe entscheidend ist.
Das Ergebnis der Studie eröffnet der plastischen Brustchirurgie neue Möglichkeiten. Insbesondere Frauen, die nach einer Krebserkrankung vor einer Rekonstruktion der Brust zurückschrecken, da sie ein unnatürliches Ergebnis befürchten, kann auf diese Weise mehr Orientierung gegeben werden. Aber auch wenn es um kosmetische Eingriffe geht, ist die Formel für die perfekte Brust hilfreich. Denn nicht immer sind bestimmte Formvorstellungen im Ergebnis passend und zufriedenstellend. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über eine ästhetische Brustform können dazu beitragen, Folgekorrekturen zu vermeiden.
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