Frotox legt Stirn- und Zornesfalten auf Eis
Botox-Effekt ganz ohne Nervengift: Das verspricht der Beautytrend Frotox. Störende Mimikfalten werden einfach eingefroren. Das Ergebnis: Eine natürliche, geglättete Mimik für bis zu sechs Monate.
Zunächst wird die Gesichtshaut lokal betäubt. Anschließend spritzt der behandelnde Arzt mittels winziger Nadeln Stickstoff unter die Haut. Der getroffene Nerv wird dadurch auf minus 70 Grad abgekühlt und im behandelten Bereich vorübergehend geschädigt. In der Folge entspannen sich die Gesichts-Muskeln – die gefrostete Gesichtspartie wirkt glatter und straffer. Frotox eignet sich vor allem für die dynamische Stirnpartie. Statische Falten, die auch im entspannten Zustand sichtbar sind, kann eine Frotox-Behandlung nicht glätten.
Ein unbewegliches und ausdrucksloses Gesicht, wie es nach großzügigen Botox-Behandlungen vorkommen kann, ist durch Frotox nicht möglich. Denn bei der Kälteschock-Behandlung wird nur ein Nerv getroffen und gefroren, so dass die Muskulatur ausschließlich partiell auf Eis gelegt wird und die übrige Mimik unbeeinträchtigt bleibt. Kleines Manko: Volumenverluste, die mit der Hautalterung einhergehen, kann die Kältebehandlung nicht ausgleichen. In dem Fall eignet sich eine Kombinationsbehandlung mit Eigenfett oder Hyaluron, bei der der jeweilige Filler unter die Haut gespritzt wird.
Eine Frotox-Sitzung dauert bis zu 30 Minuten, ist durch die örtliche Betäubung so gut wie schmerzfrei und kostet rund 400 Euro. Das Resultat ist sofort nach der Behandlung sichtbar und hält drei bis sechs Monate an. Innerhalb der nächsten Tage können Schwellungen an den Einstichstellen und/oder leichte Kopfschmerzen auftreten. Wer das Risiko einer maskenhaften Mimik bedingt durch eine Fehlbehandlung mit Botox vermeiden möchte, für den ist das Kälte-Treatment mit dem körpereigenen Stickstoff eine mögliche Alternative.
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