Glatt und straff mit Hyaluronsäure
Hyaluronsäure-Behandlungen boomen wie nie zuvor. 21.484 der im Jahr 2016 durchgeführten 51.500 minimal-invasiven Behandlungen wurden mit Hyaluronsäure durchgeführt (OP-Statistik VDÄPC 2016). Der sanfte Faltenkiller wird bereits seit 1996 im Rahmen der Ästhetik eingesetzt.
Hyaluronsäure wird sowohl benutzt um einzelne Falten weg- bzw. zu unterspritzen als auch zur Volumengebung von altersbedingt eingefallenen Gesichtspartien. Zu letzterem Zweck wird das Füllmaterial fächerförmig unterhalb der Haut eingebracht.
Was ist Hyaluronsäure?
Chemisch gesehen ist Hyaluronsäure ein Glykosaminoglykan. Sie stellt einen wichtigen Bestandteil des Bindegewebes dar und übernimmt in unserem Körper hauptsächlich die Funktion der Wasserspeicherung. Ihre Fähigkeit, bis zu sechs Liter Wasser pro Gramm zu binden, macht die Hyaluronsäure zu einem idealen Feuchtigkeitsspeicher unserer Haut und sorgt dafür, dass sie prall und elastisch bleibt. Zudem bringt sie die Bildung von kollagenen und elastinen Fasern auf Touren, die den Teint von innen straffen.
Wann kommt eine Behandlung mit Hyaluronsäure in Frage?
Mit zunehmenden Alter nimmt der Hyalurongehalt stetig ab, ebenso wie die Neubildung der wasserregulierenden Verbindung. In Folge dessen wird die Haut trockener, verknittert leichter und Fältchen entstehen. Damit sich diese gar nicht erst zu tiefen Falten ausprägen ist es empfehlenswert, schon frühzeitig, in jungen Jahren mit der Hyaluron-Behandlung zu starten. Wer dazu (noch) nicht bereit ist kann mit speziellen Hyaluron-Cremes und -Seren für Nachschub sorgen. Anfänglich können so die Depots wieder gefüllt werden und die Haut straffer wirken.
Ist die Hautalterung schon fortgeschritten und das dreißigste Lebensjahr überschritten kann Kosmetik wenn überhaupt nur noch kleine Effekte erzielen, die sich meist darauf beschränken, dass die Haut durchfeuchteter und frischer aussieht. Denn auch das hochkonzentrierteste Hyaluron wirkt von außen aufgetragen nur oberflächlich. Wirksamer als cremen ist dann die Injektion von Hyaluronsäure. So können selbst tiefe Furchen und fehlendes Volumen effektiv ausgeglichen werden.
Was sollte man zur Unterspritzung mit Hyaluronsäure wissen?
Bei der Faltenunterspritzung wird die Hyaluronsäure mithilfe feinster Nadeln unter die Haut injiziert, so dass die Falten an der Oberfläche geglättet werden. Wie tief das Präparat eingespritzt wird, hängt dabei von der Tiefe der Falten ab. Da die Faltenunterspritzung minimal-invasiv erfolgt, ist gemeinhin keine Narkose notwendig, allerdings können besonders empfindliche Stellen, wie etwa die Lippen, örtlich betäubt werden. Nach der Faltenunterspritzung, die zwischen zwanzig und dreißig Minuten in Anspruch nimmt, kann man die Klinik im Allgemeinen sofort wieder verlassen.
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