Haarausfall: Formen und Lösungen
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Haarausfall: Formen und Lösungen

myBody News, 20. Juli 2021
Haarausfall: Formen und Lösungen

Haarausfall muss nicht erst im hohen Alter auftreten, sondern kann uns in jedem Alter treffen - egal ob Mann oder Frau. Für Betroffene ist dies oft sehr belastend. Doch Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall: Die am häufigsten auftretenden Formen sind anlagebedingt, kreisrund und diffus. Daneben gibt es noch weitere spezielle Formen, welche durch eine Vielfalt an Ursachen und Symptomen gekennzeichnet sind.

Anlagebedingter Haarausfall

Bei Männern treten bei dieser Form des Haarausfalls meist die typischen Geheimratsecken sowie Lichtungen im Bereich des Haarwirbels am Hinterkopf (Tonsurbereich) auf. Bei Frauen hingegen dünnt sich das Haar genetisch bedingt hauptsächlich an Scheitel und Oberkopf aus. Dieser genetisch bedingte Haarausfall kann bei Männern zur vollständigen Glatze führen. Bei Frauen ist dies in der Regel nicht der Fall.

Zurückzuführen ist der genetisch bedingte Haarausfall auf das körpereigene Hormon DHT, ein Umwandlungsprodukt von Testosteron. Denn die Haarfollikel reagieren überempfindlich auf DHT. Dadurch wird die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln gestört und die Wachstumsphasen der Haare verkürzt.

Kreisrunder Haarausfall

Kennzeichnend für diese Form des Haarausfalls sind kahle, rundliche Stellen, die meist am Kopf, aber in seltenen Fällen auch an Wimpern, Bart, Augenbrauen und anderen behaarten Körperstellen auftreten können. Am häufigsten betroffen sind Zwanzig- bis Dreißigjährige vom sogenannten „Alopecia areata“, welcher durch eine Autoimmunerkrankung hervorgerufen wird, bei welcher Immunzellen die Haarwurzel als Fremdkörper betrachten und daher angreifen. Positiv ist, dass die kahlen Stellen in über 80 Prozent der Fälle wieder zuwachsen.

Diffuser Haarausfall

Vom diffusen Haarausfall spricht man, wenn sich das Haar lichtet und gleichmäßig dünner wird. Gründe sind im Normalfall durch äußere Lebensumstände gegeben: So sind häufige Auslöser ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Eisen, Vitamin B, Biotin, Zink und essenziellen Fettsäuren. Auch die Einflüsse durch eine ungesunde Lebensweise, welche körperlichen und psychischen Stress verursachen, sind als Faktor nicht zu unterschätzen. Weiter kommen Funktionsstörungen der Schilddrüse sowie bei Frauen Hormonschwankungen durch bspw. die Pille oder eine Schwangerschaft als Auslöser infrage. Da Frauen von solchen hormonellen Schwankungen im Schnitt stärker betroffen sind als Männer, findet sich auch der diffuse Haarausfall häufiger bei ihnen.

Wie werde ich Haarausfall los?

Ist der Haarausfall durch Stress und Umwelteinflüsse bedingt, gilt er als reversibler Haarausfall, ist er hormonell bedingt hingegen als irreversibler Haarausfall. Beim reversiblen Haarausfall werden die Haarfollikel folglich nicht dauerhaft geschädigt und nach einer Ursachenbehandlung können die Haare wieder wachsen. Beim irreversiblen Haarausfall hingegen sind die Haarfollikel dauerhaft geschädigt. Hier kann eine Haartransplantation die letzte Möglichkeit sein, um die verlorene Haarpracht zurückzugewinnen.

Referenz
medicalpress

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