Haarausfall – Forschung läuft auf Hochtouren
Forscher aus aller Welt beschäftigen sich seit Jahren mit den Ursachen für starken Haarausfall und Möglichkeiten, ihn schon im frühesten Stadium zu bekämpfen. Nun gelang es erstmals, einen Rezeptor zu identifizieren, der wichtig für das Haarwachstum ist. Wissenschaftler der Universität Bonn untersuchten eine seltene Erbkrankheit, die schon im Kindesalter zu massivem Haarausfall führt. Dabei entdeckten sie ein Gen, dessen Defekt gesunden Haarwuchs verhindert.
Im Fachmagazin Nature Genetics (2008, 40: 329-334). berichten die Forscher über ihren Erfolg sowie dessen Bedeutung. So konnte man zwar schon einige Gene identifizieren, die für den Haarzyklus wichtig sind – jedoch haben diese keinen Angriffspunkt für Medikamente geboten. Dies kann sich mit der Entdeckung des Rezeptors ändern, so Ivar Kügelgen, Mitautor der Studie. Da der am häufigsten vorkommende androgenetische Haarausfall bei Männern jedoch von vielen Faktoren beeinflusst wird, wissen die Forscher noch nicht, wie groß der Effekt sein wird, wenn man den gefundenen Rezeptor als Ziel für Medikamente nutzt.
Haarausfall kann mit einer Haartransplantation behandelt werden. Die Eigenhaarverpflanzung ist dabei eine der bewährtesten Methoden der Haartransplantation.
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