Kapselfibrose – und nun?
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Kapselfibrose – und nun?

myBody News, 17. Oktober 2018
Frau tastet sich Brust ab, roter Punkt markiert Schmerzpunkt

Die Kapselfibrose ist eine der häufigsten Komplikationen bei Brustvergrößerungen. Der Körper bildet eine dünne Bindegewebsschicht um das Implantat – eine ganz natürliche Reaktion auf den Fremdkörper Implantat. In manchen Fällen kann es zu einer Schrumpfung und Verhärtung dieser Kapsel kommen, sodass Deformierungen des Implantats und ein schmerzhaftes Spannungsgefühl entstehen. 95 Prozent aller Frauen, die sich für eine Brustvergrößerung interessieren, haben Angst vor einer Kapselfibrose (das ergab eine myBody-Umfrage). Wie geht es weiter, wenn sich eine Kapselfibrose gebildet hat?

Grundsätzlich lässt sich die Kapselfibrose in vier Stadien einteilen. Sie reichen von einer leichten Verhärtung, die meist unbemerkt bleibt bis hin zu einer ausgeprägten Kapselbildung mit einer sichtbaren Deformierung, die Schmerzen bei Berührung oder Bewegung verursacht.

Die Möglichkeiten zur Therapie richten sich nach der Schwere der Verhärtung: Eine operative Methode ist der sogenannte Fibrosenschnitt bzw. endoskopische Kapsulotomie. Dabei wird das narbig geschrumpfte Kapselgewebe eingeschnitten. So kann man dem Implantat wieder mehr Platz verschaffen. Eine Kapselfibrose vom Schweregrad 3 und 4 kann in der Regel nur mit einer erneuten Operation behoben werden. Die Kapsel bzw. das Implantat wird dabei komplett entfernt und ein neues Implantat eingesetzt.

Bei einer weniger stark ausgeprägten Kapselfibrose kann eine innovative Ultraschalltechnik eingesetzt werden. Ein Ultraschallwellengenerator wirkt auf das Brustgewebe ein und fördert dessen Durchblutung und Sauerstoffversorgung. Dies führt zur Auflösung von bestehenden Fibrosen. Die Behandlung mit hochfrequenten Wellen kann auch in den ersten Wochen nach der Brustvergrößerung zur Vorbeugung angewandt werden.

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