Korrektur von Flachwarzen, Schlupfwarzen, Hohlwarzen & Co.
Neben der Größe und Form der Brust wird vielen Frauen auch das Aussehen und die Beschaffenheit ihrer Brustwarzen immer wichtiger. Dem vorherrschenden Idealbild entsprechen kleine Brustwarzenhöfe und hervortretende Brustwarzen. Bei sogenannten Schlupfwarzen sind sie hingegen nach innen gerichtet und stellen für die Betroffene nicht selten eine psychische Belastung dar. Schlupfwarzen sind meist angeboren und medizinisch in der Regel unbedenklich. Wenn sie sich allerdings erst spät und plötzlich nach innen wenden, könnte dies auf Entzündungen oder gar eine Brustkrebserkrankung hindeuten.
Doch warum sind die Brustwarzen mancher Frauen überhaupt eingezogen? Schuld daran ist ein Ungleichgewicht der Zugkräfte: Ein Muskel, der sich bei Kälte und Stimulation zusammenzieht, sorgt für die Ausstülpung und ist die nach außen gerichtete Zugkraft. Die Milchgänge ziehen hingegen nach innen und wirken einstülpend. Wenn die nach innen gerichtete Kraft stärker ist als die nach außen ziehende, kann es zu Schlupfwarzen in unterschiedlich starker Ausprägung kommen. Verantwortlich können verkürzte Milchgänge oder zu kurze Bindegewebsfasern sein.
Die Wahl der Therapieform hängt von der Schwere der Invertierung ab. In vielen Fällen führen Nipelette-Saugvorrichtungen, welche die verkürzten Strukturen dehnen, zum Erfolg. Sollte das entstehende Vakuum die Brustwarze nicht nach außen richten können, ist der Grad der Invertierung sehr hoch und wahrscheinlich auch die Stillfähigkeit beeinträchtigt. Entscheidet sich die Patientin für eine chirurgische Korrektur, werden dabei meist die Milchgänge durchtrennt und somit die Zugwirkung nach innen unterbunden. Nach dem Eingriff ist das Stillen dann nicht mehr möglich. Die Korrektur ist in den allermeisten Fällen dauerhaft. Sie kann unter örtlicher Betäubung erfolgen und nimmt in der Regel nicht mehr als eine Stunde in Anspruch.
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