Brustwarzenkorrektur Methoden, Kosten, Ärzte

Eine schöne Brust definiert sich nicht allein durch ihre Form und Größe. Entscheidend ist auch die Brustwarze; ihre Proportion im Vergleich zur Brustgröße, ihre Position und optische Veranlagung. Es gibt viele Frauen, die mit dem Aussehen ihrer Brustwarzen nicht zufrieden sind. Insbesondere Schlupfwarzen oder zu große Brustwarzenhöfe können ihr das Gefühl einer unattraktiven Brust geben. Eine Brustwarzenkorrektur kann die gewünschte Ästhetik der Brustwarze herstellen, Funktionsstörungen beheben oder auch Schmerzen, die durch verschiedene Fehlbildungen entstehen, beseitigen.

Oberkörperfreie Frau verdeckt die Brust mit ihren Händen

Brustwarzenkorrektur auf einen Blick

Kosten: 1.000 Euro bis 2.500 Euro

Betäubung: ambulant unter lokaler Betäubung, im Einzelfall in Dämmerschlaf oder Vollnarkose

Dauer: Behandlung dauert ca. 30 Minuten bis zu 1,5 Stunden

Klinikaufenthalt: nicht erforderlich, bei Dämmerschlaf oder Vollnarkose tagesstationär

Nachbehandlung: Tragen eines Spezial-Verbandes für etwa 2 Wochen

Vorteile: keine längeren Ausfallzeiten, nach 1 Tag arbeitsfähig, sofort gesellschaftsfähig

Gründe für eine Brustwarzenkorrektur

Die Gründe für eine operative Korrektur der Brustwarze (medizinisch Mamillenkorrektur) können sehr verschieden sein. Auf der einen Seite kann der Eingriff rein ästhetisch motiviert sein und wiederum andere Frauen unterziehen sich der Behandlung, weil sie mit ihren Brustwarzen ein funktionelles Problem haben und durch sie sogar gesundheitlich beeinträchtigt sein können. Überwiegend ist es jedoch das Aussehen der Brustwarze, dass die Frau stört und unter dem sie auch psychisch leiden kann. Die häufigsten Gründe für eine Brustwarzenkorrektur sind:

  • Schlupfwarzen / Hohlwarzen
  • dicke / ausgeprägte Brustwarzen
  • große Brustwarzenhöfe
  • asymmetrische Brustwarzen

Die Form, Position und Größe der Brustwarzen ist im Allgemeinen angeboren und vererbt. Allerdings können sich Brustwarzen auch erst im Laufe der Zeit und aufgrund verschiedener Umstände verändern. Eingezogene oder im Verhältnis zu große Brustwarzen und Warzenhöfe können beispielsweise nach Schwangerschaften oder durch starke Gewichtsschwankungen entstehen.

Behandlungsmethoden Brustwarzenkorrektur

Schlupfwarzenkorrektur

Der Begriff Schlupfwarzen bzw. Hohlwarzen charakterisiert eine meist angeborene Fehlbildung der Brustwarzen beidseitig oder auch nur auf einer Seite. Anders als bei normalen Brustwarzen, die nach außen gewölbt sind, sind die Schlupfwarzen eingezogen oder medizinisch ausgedrückt „invertiert“. Diese Einstülpung kommt anatomisch zustande, weil die großen Milchausführungsgänge von der Brustdrüse zu den Brustwarzen verkürzt sind. In manchen Fällen können eingezogene Brustwarzen auch durch Vernarbungen nach Entzündungen entstehen oder such eine Brustkrebserkrankung bedingt sein. Die pathologische Veränderung der Brustwarzen kann mit diversen Beschwerden einhergehen, wie beispielsweise Entzündungen durch eine beeinträchtigte Hygiene. Eine Störung der Stillfähigkeit bildet eher die Ausnahme.

Eine Schlupfwarzenoperation hat das Ziel die Drüsenausführungsgänge sowie benachbartes und an der Einstülpung der Brustwarze beteiligtes Bindegewebe zu durchtrennen und die Brustwarze nach außen zu ziehen. Dies geschieht in der Regel über einen minimalen Schnitt am unteren Brustwarzenrand oder direkt durch die Brustwarze. Um die Brustwarze in ihrer angehobenen Position zu behalten, werden oft auch Fäden zur Fixierung angebracht, die sich selbst auflösen oder nach einer gewissen Zeit entfernt werden. Nach der Schlupfwarzen-OP ist die Stillfähigkeit normalerweise aufgehoben und das Gefühlsempfinden kann temporär verschlechtert sein. Mit den Standardverfahren zur Schlupfwarzenkorrektur können sehr natürlich aussehende Ergebnisse, in der Regel ohne sichtbare Narbenbildung erreicht werden.

Brustwarzenverkleinerung

Brustwarzen können in ihrer Form und Größe sehr stark ausgeprägt sein. Zu lange oder zu dicke Brustwarzen sind dann nicht nur optisch unerfreulich, sie können auch praktisch unangenehm sein, wenn sie beispielsweise andauernd an der Kleidung reiben und dadurch auch Entzündungen verursachen. Bei einer operativen Brustwarzenverkleinerung wird über einen feinen keilförmigen Schnitt quer durch die Brustwarze der Gewebeüberschuss reduziert und die Brustwarze in der gewünschten Größe neu geformt. Die Wundversorgung erfolgt mit hauchdünnen Nähten, so dass keine sichtbaren Narben verbleiben. Da nach der Brustwarzenverkleinerung Teile der Milchdrüsenausführungsgänge durchtrennt sind ist es möglich, dass nach der Brustwarzen-OP eine Stillunfähigkeit verbleibt. Auch das Hautgefühl in den Mamillen kann vermindert bis aufgehoben sein.

Brustwarzenhofverkleinerung

Auch bei ausgedehnten oder unregelmäßigen Brustwarzenhöfen lassen viele Frauen einer Brustwarzenoperation durchführen. Der zu entfernende Hautüberschuss wird vorab exakt ausgemessen und die Brustwarze über einen kreisförmigen Schnitt rund um die Warzenhöfe entsprechend verschmälert. Nach der Verkleinerung des Warzenhofes bleibt in der Regel nur eine zarte Narbe übrig, die nur aus nächster Nähe erkennbar ist.

Kombinierte Brust- und Brustwarzen-OPs: Sämtliche Formen der Brustwarzenkorrektur können zusammen mit bzw. im Rahmen einer Bruststraffung, Brustverkleinerung oder auch Brustvergrößerung durchgeführt werden. Mit modernen 3D Simulationsprogrammen lassen sich im Vorfeld einer Brust-OP die Größe und Form der neuen Brüste sowie die neue Brustwarze realistisch simulieren.

Kosten einer Brustwarzenkorrektur

Die Korrektur der Brustwarzen kostet durchschnittlich zwischen 1.000 Euro und 2.000 Euro. Je nach angewandter Technik, gewünschter Narkoseform und individueller körperlicher Ausgangslage kann der Preis auch höher oder niedriger sein. Kostenbeeinflussend sind zudem regionale Faktoren sowie die Höhe des Arzthonorars.

Grundsätzlich stellt eine Brustwarzenoperation keine Indikation für eine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen dar. Da es aber im Einzelfall Ausnahmen geben kann, wenn z.B. ohne den Eingriff keine Stillfähigkeit gegeben wäre oder eine Brustkrebserkrankung eine ästhetische oder funktionale Korrektur erforderlich macht, lohnt es sich bei der zuständigen Krankenkasse nähere Auskünfte zum Thema einzuholen. Bei einer medizinischen Notwendigkeit übernehmen die Krankenkassen die gesamten oder zumindest einen Teil der Kosten einer Brustwarzenkorrektur.

Risiken einer Brustwarzenkorrektur

Wie jeder chirurgische Eingriff ist auch eine Brustwarzenkorrektur mit möglichen Risiken verbunden. Es können sich Blutergüsse bilden, Durchblutungs- oder Wundheilungsstörungen auftreten, Infektionen entstehen, die Sensibilität der Brustwarze geschädigt werden, Narkoseunverträglichkeiten, Embolien oder Thrombosen vorkommen.

Ärzte für eine Brustwarzenkorrektur

In erfahrenen Händen und unter Einhaltung der geltenden Sicherheits- und Hygienestandards treten Komplikationen nach einer Brustwarzenkorrektur nur selten auf. Wer für eine Brustwarzenkorrektur einen Arzt oder eine Klinik ausfindig machen will, sollte darauf achten, dass sich der jeweilige Facharzt auf dem Gebiet der Brustchirurgie spezialisiert und regelmäßig weitergebildet hat. Seine Qualifikation kann jeder seriöse Arzt mit einem Facharzttitel nachweisen. Laut den Richtlinien der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) dürfen Brust-OPs grundsätzlich von Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Chirurgie und Gynäkologie ausgeführt werden.

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