Macht Botox glücklicher?
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Macht Botox glücklicher?

myBody News, 15. Juli 2019
Junge Frau zieht besorgte und glückliche Grimassen

Botox ist vielleicht nicht die Antwort auf alles, aber sehr viele ästhetische und gesundheitliche Probleme können mit Botox behandelt werden: Zum Beispiel Akne, übermäßiges Schwitzen, Migräne, schmerzende Kopfhaut, große Poren, Vaginismus, Zähneknirschen und natürlich Falten. Studien attestieren der Botox-Spritze aber auch einen psychologischen Effekt. Obwohl Botox kein Psychopharmakon ist, kann es auch die Gefühlswelt beeinflussen – und zwar indirekt:

In einer Studie der Cardiff University aus dem letzten Jahr wurde an 36 Probandinnen nachgewiesen, dass eine Botox-Behandlung der Stirnfalten positive Auswirkungen auf die Stimmung hat. Die Vergleichsgruppe unterzog sich ebenfalls kosmetischen Behandlungen (wie Peelings oder Filler); diese hatten aber keine Auswirkungen auf die Mimik und auch nicht auf die Stimmung. Die Theorie: Indem ein negativer Gesichtsausdruck (wie das Stirnrunzeln) nicht mehr ausgeführt werden kann, wird auch ein Teil der emotionalen Erfahrung vermindert. Das Gesicht, gibt dem Gehirn also Feedback, das die Emotion hervorruft oder verstärkt. Wer nicht grimmig schauen kann, ist also auch nicht mehr so grimmig. Das hieße, wie es auch das Studienergebnis aus Cardiff nahelegt, dass eine Behandlung der Lachfalten um die Augen einen eher negativen Effekt auf die Stimmung hätte. Bei Probandinnen, die sowohl die Stirn- als auch die Lachfalten behandeln ließen, gab es keine signifikanten Auswirkungen auf die Stimmung, beide Effekte heben sich sozusagen auf. Auch deutsche Studien bestätigen dieses Ergebnis. Mit Blick speziell auf Depressionen konnte eine Verbesserung der Symptome um bis zu 47 Prozent festgestellt werden.

Bisher ist die Botox‐Therapie bei Depressionen noch nicht zugelassen und wird deshalb nur off‐label, also ohne Indikationszulassung, gespritzt. Heißt auch: Die Kosten müssen von den Patienten selbst getragen werden. Wenn derzeit laufende Zulassungsstudien positiv ausfallen, könnte Botox bestehende Therapien bei Depressionen künftig ergänzen.

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