Botox-Erfahrungsbericht: Das erste Mal - mabelle
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Erfahrungsbericht über das erste Mal Botox

SWANTJE BERNSMANN ist die Gründerin von www.theoriginalcopy.de und schreibt als bekennender Beautyjunkie über Trends, Looks und Produkte. Ihre Texte sind informativ – aber immer auch unterhaltsam, denn „Beauty soll Spaß machen“ ist das Motto des Blogazines.

Swantje Bernsmann vor Botox-Behandlung
Swantje Bernsmann - vor der Botox-Behandlung

„Am Ende waren es mit Sicherheit drei Jahre und 1.829 Fotos, auf denen ich die immer tiefer werdende Falte zwischen meinen Augenbrauen beobachtet habe. Während es anfangs nur ein leichter Schatten war, der eigentlich kaum aufgefallen ist, hat sich daraus über die Jahre hinweg eine prägnante Hautfalte entwickelt, in der sich über den Tag verteilt Make-Up abgesetzt hat – und die mir einen richtig bösen Gesichtsausdruck verliehen hat. Dass ich als Beautybloggerin nach einer Lösung für dieses Problem gesucht habe, ist offensichtlich. Die Entscheidung fiel auf Botox – und das ist auch gut so. Lasst es mich euch erklären.

Zugegebenermaßen gehörte auch ich immer zu den Frauen, die Botox grundsätzlich ablehnten. Die vielen prallen Gesichter aus Gala, Bunte & Co., katzenartige Fratzen und Frauen, die eigentlich 50 sind, aber so tun als wären sie 28, waren der Grund dafür, dass das Wort ‘Botox’ für mich negativ behaftet war. Auch in meinem Arbeitsumfeld sehe ich immer wieder Bloggerinnen und Beautyredakteurinnen, die es mit dem Nervengift und dem Gang zum Beauty-Doc offensichtlich übertreiben. Zu viele Negativbeispiele! Mich verwundert es daher überhaupt nicht, dass ich immer gesagt habe:

Botox? Ich? Niemals!

Swantje Bernsmann drei Tage nach der Botox-Behandlung
Drei Tage nach der Botox-Behandlung

Wie bei vielen Dingen im Leben gab es dann aber eben doch einen Moment, der mich zu einem Umdenken bewegt hat. Meine Kollegin Sarah drehte letztes Jahr ein kleines Video-Portrait über mich. Als ich das Uni-Projekt dann zum ersten Mal auf meinem Laptop Screen sah, klappte mir die Kinnlade runter. Was ist dieses Ding da auf meiner Stirn, was einen so großen Schatten zwischen meine Augenbrauen wirft, dass ich aussehe, als würde ich vor Wut kochen?

Okay, es war natürlich auch nicht so, dass ich das Fältchen im Zentrum meiner Stirn zuvor noch nie wahrgenommen hatte. Als jemand, der sich tagtäglich im Gesicht rumpinselt und Treatment über Treatment ausprobiert, war ich mir meines Mini-‘Makels’ definitiv bewusst. Nur war es bis zu diesem Zeitpunkt einfach so, dass sie mich überhaupt nicht gestört hatte. Der Anblick meines Gesichts, das so böse wie noch nie zuvor aussah, hatte mich dann aber doch ziemlich erschüttert.

Die logische Konsequenz: Fehlerbehebung. Und da ich als Beautybloggerin ja mitten in dem Business stecke, das solche Problemchen angeht, fiel die Recherche relativ kurz aus. Wohlwissend, dass kein Cremchen dieser Welt diese tiefer werdende Furche jemals ausbessern könnte, saß ich zwei Wochen später auf dem Stuhl meines Dermatologen.

Gemeinsam gingen wir alle Optionen durch. Oder sagen wir: die eine Option, denn am Ende kann man genau eine Sache tun: botoxen! In Sachen Stirn- bzw. Zornesfalten muss man sich nämlich gar nichts vormachen. Sie kommen, werden stärker und gehen nie wieder. Die meisten, die sich an Falten zwischen den Brauen erfreuen dürfen, sind genetisch sowieso schon darauf gepolt sie zu bekommen.

Wir diskutierten über Pro und Kontra des so negativ bewerteten Nervengifts. Ich so: Ich bin doch eigentlich viel zu jung. Er so: Nein, Sie sind um die 30. Da kommen extrem viele Frauen zu mir in die Praxis, weil die Zornesfalten sich langsam breitmachen. Ich so: Aber Botox? Wirklich? Er so: Ja, definitiv! Wir müssen die Falte stoppen, bevor sie sich vertiefen kann!

Die Falte angehen, bevor sie überhaupt entsteht. Got it!

Swantje Bernsmann nach Botox-Behandlung
Die Zornesfalte ist weg!

In dieser Sekunde hatte ich einen für mich unglaublich wichtigen Punkt verstanden: Wir botoxen nichts weg, polstern nicht auf oder legen meine gesamte Stirn flach, sodass sich meine Mimik in den kommenden Tag in den Ruhestand verabschiedet. Nein, nein! Wir setzen wirklich nur ein kleines Spritzchen an meine beiden Theo Waigel- Augenbrauen, sodass sie sich nicht mehr zusammenkräuseln können. No workout for my brows anymore! Damit war ich fein.

Nach einer zweiwöchigen Bedenkpause kehrte ich zurück, bekam zwei Spritzen in jede Braue plus zwei an die seitliche Stirn, um zu verhindern, dass sich die Enden meiner Brauen zu dem sogenannten Dracula-Blick hochziehen können. Kurz die Kühlkissen draufgehalten und 10 Minuten später verließ ich die Praxis.

Und dann hieß es warten. Bis zu zehn Tage kann es dauern, bis sich das Nervengift vollkommen entfaltet. Bei mir dauerte es nur drei Tage und mein böser Blick war weggebügelt. Nix ging mehr! Das Schöne daran war: Ich konnte in den kommenden Wochen wahrhaftig beobachten, wie sich meine kleine Furche auf der Stirn Stück für Stück reparierte. Dadurch, dass sie nicht mehr tagtäglich kontrahiert wurde, konnte meine hauteigene Regenerationsfähigkeit die kleine Stelle wieder ausbessern. Zurück kam sie erst, als das Botox nach circa fünf Monaten seine Wirkung verlor. Bis dahin sah ich den dunklen Stirnschatten weder auf Bildern noch im Spiegel – und das war auch gut so. Denn: eine Zornesfalte braucht in meinen Augen niemand.

Mir war und ist es bis heute wichtig, dass man die ‘Lahmlegung’ nicht sieht. Ich will nicht klassisch gebotoxt oder gespritzt aussehen. Ich will lediglich nicht böse ausschauen, wenn ich doch eigentlich fröhlich bin und es mir gut geht. Der Mini-Eingriff ist bis heute niemandem aufgefallen – außer ich habe das Thema angesprochen. Bis dato habe ich die Behandlung dreimal wiederholt. Ich bin nach der dritten Behandlung wirklich zu 100% happy mit dem Ergebnis. Die Falte ist weg, mein negativer Gesichtsausdruck auch und ich sehe immer noch aus wie ich.“

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