Straffungsoperationen nur bei Normalgewicht ratsam
Fettleibigkeit ist eine weitverbreitete Krankheit unserer Gesellschaft. Da starkes Übergewicht, sogenannte Adipositas, zahlreiche gesundheit-
liche Probleme zur Folge hat, ist eine Reduzierung des Gewichts schon aus rein medizinischen Gründen notwendig. Ernährungsumstellung und mehr körperliche Bewegung sind für das Abnehmen unerlässlich. Eine Therapie mit dem Magenballon kann adipösen Menschen im Kampf gegen das Übergewicht zusätzliche Unterstützung bieten.
Doch oft ist es mit dem Gewichtsverlust nicht getan. Da sich die Haut nicht so schnell an die neuen Körperverhältnisse anpassen kann, bleiben herunterhängende Hautlappen zurück, die das Wohlbefinden nachhaltig beeinträchtigen. Der letzte Ausweg ist dann meist der Gang zum Schönheitschirurgen, um die überschüssige Haut durch eine körperstraffende Operation loszuwerden.
Straffungsoperationen jeglicher Art, ob Bauchdeckenstraffung, Oberarmstraffung oder Straffung der Oberschenkel, sollten jedoch erst dann durchgeführt werden, wenn das Zielgewicht tatsächlich erreicht ist. Dies belegt eine aktuelle Studie, deren Ergebnisse auf der Jahresta-
gung der American Society of Plastic Surgeons (ASPS), vom 31.10 - 05.11.2008, in Chicago präsentiert werden sollen. Untersucht wurden 449 Patienten, welche sich einem körperstraffenden Eingriff unterzogen haben, ihr Gewichtsproblem aber noch nicht endgültig beseitigt hatten. Verglichen mit Patienten, die ihr Zielgewicht beim Zeitpunkt der Operation bereits erreicht hatten, zeigte sich eine erhöhte Komplikationsrate.
Vor der Straffungsoperation sollte daher die Unbedenklichkeit des Gewichtszustandes des Patienten eindeutig bestätigt sein, um optimale Resultate zu erhalten und die Gesundheit bei diesem schönheits-
chirurgischen Eingriff nicht zu gefährden. „Als Anwälte der Patienten-
sicherheit sollten plastische Chirurgen ihren Patienten raten, mit dem Eingriff zur Körperstraffung zu warten, bis sie ihr Zielgewicht erreicht haben. Wenn ein bisschen längeres Warten die Sicherheit des Eingriffs gewährleistet, ist es das wert.", erklärt Dr. J. Peter Rubin, Mitautor der Studie.
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