Bauchdeckenstraffung ohne Narbengürtel
Eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) wird meist dann in Betracht gezogen, wenn nach hohem Gewichtsverlust ein Überschuss an Haut - sogenannte Hautlappen - zurück bleibt, welche sich nicht mit Sport oder Ernährung zurückbilden lassen.
Ursachen und Behandlung von Hautüberschuss
Entstehen kann dieser Hautüberschuss nach Schwangerschaft oder Gewichtsreduktion. Zudem nimmt die Elastizität der Haut mit zunehmendem Alter ab. Die Rückbildung des Gewebes findet dann nicht mehr richtig statt. Vergleichbar ist dies mit einem Sockenbund: Bei diesem ist der Gummibund zunächst ganz elastisch, mit der Zeit aber geht diese Elastizität verloren, der Bund wird wellig und hält nicht mehr so gut wie zu Beginn. Auch bleibende Schäden oder funktionelle Schwachstellen in den Faszien und Bauchmuskeln sowie der Bauchwand können vorliegen. Die Rückführung zu einem straffen Bauch und einer langfristigen funktionellen Wiederherstellung kann dann nur noch durch einen plastischen Eingriff - die Bauchdeckenstraffung - gegeben werden.
Die Bauchdeckenstraffung hilft zwar gegen die unerwünschten Hautlappen, lässt aber oftmals ein neues Problem entstehen: Denn nach der Operation bleibt in der Regel eine sichtbare Narbe als Querlinie auf dem Bauch. Je mehr Hautüberschuss entfernt wird, kann es bei der OP mit horizontaler Schnittführung zudem auch zu sogenannten Dog Ears oder Eselsohren kommen, welche in Bikini oder Badehose sichtbar sind und unangenehm am Hosenbund reiben können.
Ein weiterer Nachteil dieser Methodik ist, dass nur der Haut- und Weichteilüberschuss im vorderen Bauchbereich von oben nach unten entfernt wird. Doch auch die seitlichen Bereiche müssen bei der Formung der neuen Körpermitte einbezogen werden.
Bauchdeckenstraffung ohne Narbengürtel
Deshalb empfiehlt sich die Verwendung einer reduzierten und unauffälligeren Schnittführung, durch welche fast unsichtbare Konturen an Ober- und Unterbauch sowie den Flanken entstehen: „Im Prinzip nutze ich dabei Bereiche des Körpers, an denen sowieso ein natürlicher Übergang in einen anderen Bereich besteht, also sprich eh eine natürliche Hautfalte vorliegt", so einher, die sich trotz intensivem Sport nicht zurückbilden“, weiß Dr. Thomas Scholz, plastischer Chirurg und Gründer von Signature Aesthetics in München.
Ganz ohne Narben geht es nicht. Die bei dieser Technik verwendeten Narben sind jedoch nach knapp einem Jahr kaum noch zu sehen. Außerdem werden durch die enge Verbindung von plastischer und funktionaler Chirurgie nicht nur weiches Gewebe und Muskeln hoch- und runtergezogen, sondern auch das seitliche Gewebe gestrafft. So wird die Körperkontur plastisch geformt, Schäden der Bauchdecke wie Rektusdiastasen oder Hernien mit einbezogen und die Einheit von Bauchwand und -decke gefestigt, um die Wahrscheinlichkeit für Schwachstellen zukünftig zu reduzieren.
Die Bauchdeckenstraffung ohne Narbengürtel dauert etwa vier Stunden und erfolgt unter Vollnarkose mit anschließendem kurzen Klinikaufenthalt. Die Heilungsphase wird durch eine spezielle Schmerztherapie unterstützt. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen unterstützen diese zudem, damit der Weg zur neuen Körperform zur ganzen Zufriedenheit des Patienten verläuft.
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