Sind biologisch abbaubare Implantate aus dem 3D-Drucker die Zukunft?
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Sind biologisch abbaubare Implantate aus dem 3D-Drucker die Zukunft?

myBody News, 29. Oktober 2019
3D-Modell eines Frauenkörpers vor 3D-Druck-Oberfläche

Brustimplantate aus Silikon standen jüngst vermehrt in der Kritik. Das Risiko einer seltenen Krebsform führte gar zum Verbot einiger sehr rauer Oberflächen. Die Branche befindet sich im Wandel, eine Innovation aus dem 3D-Drucker könnte dabei einen neuen Weg weisen: Bellasenos, ein Medizinprodukte-Startup aus Leipzig, möchte Brustimplantate aus Silikon durch 3D-gedruckte Implantatgerüste ersetzen, die sich im Laufe von zwei Jahren im Körper selbst auflösen. Das Gerüst wird wie ein herkömmliches Implantat in die Brust eingesetzt und wächst dort innerhalb weniger Wochen fest an. Im Anschluss wird es mit Eigenfett, das vorher mittels Fettabsaugung beispielsweise aus der Hüft- oder Po-Region der Patientin gewonnen wurde, gefüllt. Das Implantat strukturiert und modelliert das Wachstum von natürlichem, köpereigenem Gewebe, welches dauerhaft bestehen bleibt, auch wenn sich das künstliche Gerüst abgebaut hat. Es bleibt eine natürliche Brustform ohne jeden Rest von Fremdbestandteilen. Im Vergleich zur Eigenfett-Brustvergrößerung, wie sie heute schon durchgeführt wird, ermöglicht der Einsatz des Kunststoff-Gerüsts einen größeren Volumenzuwachs und eine bessere Vorhersagbarkeit der zu erwartenden Brustform.

Noch dieses Jahr werden die klinischen Studien an Menschen beginnen, der Prozess ist bereits ISO-zertifiziert und das verwendete Polymer von der FDA zugelassen. Mit einer Zulassung der Implantate auf dem deutschen Markt wird 2023 gerechnet. Die Fertigung der Brustimplantate, die sowohl zur Brustrekonstruktion als auch zur ästhetischen Vergrößerung eingesetzt werden sollen, erfolgt komplett automatisiert in Leipzig.

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