Dichtes Haar ohne Haartransplantation
Pro Zentimeter Kopfhaut wachsen dem Menschen etwa 200 Haare. Die Gesamtzahl der Kopfhaare beträgt in der Regel etwa 100.000 bis 150.000, wobei der Durchschnittswert nach Haarfarbe variiert. So liegt er bei Dunkelhaarigen mit etwa 100.000 Stück deutlich unter dem eines blonden Menschen, der auf ca. 150.000 Haare kommt. Den niedrigsten Durchschnittswert besitzen Rothaarige mit nur rund 75.000 Haaren. Das besagen die „haarigen“ Statistiken. Worin es in der Regel keinen Unterschied gibt, ist die Bedeutung der Haarpracht. Egal ob blond, brünett oder rothaarig, egal ob Mann oder Frau: Die Haare versinnbildlichen Lebenskraft und stehen für Attraktivität. Wer unter Haarverlust leidet, der leidet oft auch seelisch und das Selbstbewusstsein sinkt in den Keller.
Für lichtes Haar gibt es nun eine spezielle Methode, die den Haarschopf wieder dichter erscheinen lässt. Dank der Microhaarpigmentierung kann dünnes, feines Haar oder auch kahle Stellen optisch kaschiert werden.
Durch das Einbringen von Farbpigmenten in bzw. unter die Kopfhaut wird ein Eindruck von vollem, dichtem Haar vermittelt und der Haarausfall ist für das Auge nicht mehr sichtbar. Mit einer ultrafeinen Nadel werden zu Haut und Haar passende Pigmente in die oberste Hautschicht eingesetzt. Im Ergebnis wirkt langes, schütteres Haar nach der Behandlung kräftiger und voller. Und bei einer Glatze kann man mit einer Microhaarpigmentierung sogar eine komplette Kurzhaarfrisur imitieren.
Die Kosten für eine Mikrohaarpigmentierung betragen zwischen 500 und 5.000 Euro für die Gesamtbehandlung. Je nachdem, ob nur kleine Flächen behandelt werden oder ein komplett kahler Kopf pigmentiert wird und je nachdem, wie intensiv die Haarverdichtung ausfallen soll und deshalb die Behandlung wiederholt werden muss.
Grundsätzlich wird man jedoch bei starkem Haarausfall und Glatzenbildung ohne einen chirurgischen Eingriff, bei dem eigenes Haar in die kahlen Stellen eingepflanzt wird, kein zufriedenstellendes Ergebnis erlangen. Verantwortlich für Haarausfall ist im Großteil der Fälle ein Hormon, das auf dem männlichen Sexualhormon Testosteron basiert. Durch starke Hormonkonzentration in der Kopfhaut werden die Haare zum Ausfallen gebracht, ehe sie ausgewachsen sind. Davon unbetroffen ist hingegen die Behaarung im Nacken und am Hinterkopf. Bei einer Haartransplantation greift man daher in der Regel auf Eigenhaar aus diesen Bereichen zurück, da es auch nach der Verpflanzung nicht ausfällt.
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