Mikrowellen gegen Schwitzen
Sie ist lebenswichtig und entscheidend für die Gesundheit: die Transpiration. Schwitzen dient der Regulation der Körpertemperatur und befreit ihn von Giftstoffen. Bei übermäßigem Achselschwitzen, medizinisch als Axilliäre Hyperhidrose bezeichnet, ist der Leidensdruck bei den Betroffenen oftmals sehr groß und kann sich als echtes soziales Problem entpuppen. Wenn übermäßiges Schwitzen zur Qual wird, kann die Mikrowellentherapie weiterhelfen. Die Mikrowellentherapie ist ein nicht-invasives Verfahren, welches ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Die Schweißdrüsen werden mithilfe von stark gebündelten, hoch-intensiven Mikrowellen verödet und damit deaktiviert.
Zunächst stellt der behandelnde Arzt die Beschaffenheit und die Dicke der Haut fest. Anhand der ermittelten Daten kann anschließend die individuelle Mikrowellenstärke bestimmt und im Therapie-Gerät eingestellt werden. Das zu behandelnde Areal wird im Anschluss angezeichnet und im nächsten Schritt lokal betäubt. Mithilfe eines zielgenau platzierten Handstücks kann nun elektromagnetische Energie freigesetzt werden. Durch die entstehende Hitze werden die Schweißdrüsen „geschädigt“ und das Schwitzen so dauerhaft reduziert. Damit es nicht zu Verbrennungen der obersten Hautschicht kommt ist das spezielle Handstück mit einer glatten Keramikoberfläche versehen. Diese dient der Kühlung der Haut.
Pro Sitzung wird lediglich eine Achselhöhle behandelt. Um die axilliäre Hyperhidrose dauerhaft und vollständig zu unterbinden, wird die Mikrowellentherapie jeweils zweimal pro Achsel durchgeführt. Daher muss mit mindestens vier Sitzungen gerechnet werden, die in der Regel innerhalb von drei Monaten erfolgen.
Die Behandlung verläuft in aller Regel schmerzfrei. Je nach Befund kann die Behandlungsdauer variieren und bis zu eine halbe Stunde andauern; Beschaffenheitsbestimmung und Anzeichnung mit eingerechnet. Während der ersten Tage nach der Behandlung können Hautreizungen, Schwellungen sowie Gefühlsstörungen auftreten.
Eine Studie der University of British Columbia belegt, dass die Resultate des Mikrowellenverfahrens hinsichtlich der dauerhaften Schweißreduktion bei korrekter Anwendung sehr gut sind.
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