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Refertilisierung beim Mann Vorbereitung und Nachsorge

Vorbereitung

Der Mediziner bespricht mit dem Patienten zunächst den Operationsvor- gang, um herauszufinden, ob die Refertilisierung die geeignete Methode ist. Es wird kurz der Gesundheitsstatus abgefragt und eine körperliche Unter- suchung vorgenommen. Wichtig ist darüber hinaus eine Evaluation der Erfolgsaussichten des anstehenden Eingriffes. Abhängig von der Zeit- spanne der zurückliegenden Sterilisation sind natürlich auch die zu erziel- enden Schwangerschaftsraten nach der Refertilisation von Bedeutung.

Nach ausführlicher Aufklärung wird der Patient dann gebeten, das Aufklär- ungsformular zu unterschreiben. Dadurch bestätigt er, dass er den Vorgang der Refertilisierung, sowie die möglichen daraus resultierenden potentiellen Risiken verstanden hat.

Die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sollte fünf Tage vor dem Eingriff, der Genuss von Alkohol am Tag des Eingriffes vermieden werden. Zusätzlich wird empfohlen, den Penis und das Skrotum am Tag vor der OP zu rasieren.

Behandlung

Der Samenleiter ist ein sehr dünner Strang in welchem die Spermien von dem „Produktionsort“ Hoden und Nebenhoden in Richtung Harnröhre wandern. Er hat einen Durchmesser von ca drei bis vier Millimeter, wobei das tatsächliche Lumen (auch innerste Schicht genannt) in welchem die Spermien sich bewegen nur ca 0,3mm misst. Die äußere Schicht ist dicker und sehr muskulös. Sie unterstützt die Spermien in ihrer Wanderung in Richtung Harnröhre.

Bei der Operation wird zunächst der Samenleiter über einen ca. 3cm messenden Hautschnitt freigelegt. Das narbige Gewebe des durchtrennten Samenleiters wird entfernt, um frische Samenleiterenden zu erhalten. Es wird anschließen die Durchgängigkeit in Richtung Nebenhoden überprüft. Dies geschieht indem die aus dem frisch durchtrennten Samenleiterende auslaufende Flüssigkeit unter dem Mikroskop untersucht wird.

Zeigen sich Spermien, kann die OP planmäßig weitergeführt werden. In manchen Fällen allerdings kommt es durch die Sterilisation zu einer starken Druckerhöhung in den Nebenhodenkanälchen, worauf diese platzen und einen narbig bedingten Nebenhodenverschluß zur Folge haben. In diesem Fall wird dann der Samenleiter direkt mit einem Nebenhodenkanälchen verbunden.

Dank moderner mikrochirurgischer Verfahren ist die Erfolgsrate trotz diesen sehr feinen Strukturen relativ hoch. In zehn- bis vierzigfacher Vergrößerung werden die beiden Samenleiter mittels hauchdünnen, mit dem Auge kaum erkennbaren Fäden wieder aneinandergenäht.

Nachsorge

Nach der OP wird ein Pflasterverband zum Wundschutz angebracht. Zusätzlich wird das Tragen eines Suspensoriums („Hodenhalter“) für die ersten zwei Wochen nach der OP empfohlen. Zur Erfolgskontrolle werden Spermiogramme im Abstand von drei, sechs und zwölf Monaten durchgeführt.

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