Gewaltiger Schönheitskult im Libanon
Für Frauen der libanesischen Hauptsstadt Beirut sind Schönheitsoperationen ganz alltäglich. Laut inoffiziellen Angaben liegt die Zahl der durchgeführten Schönheitsoperationen bei 10 Millionen pro Jahr. Demnach würde jede Frau, verglichen mit dem obligatorischen Gang zum Frauenarzt, genauso häufig einen plastischen Chirurgen aufsuchen. Auf der Beliebtheitsskala der ästhetischen Eingriffe stehen ganz oben: Lippenvergrößerung, Facelift und Nasenkorrektur.
In der Realität haben die meisten Libanesinnen sämtliche ästhetische Behandlungen hinter sich - die Brustvergrößerung für einen vollen Busen, Aufpolstern der Wangenknochen, Faltenunterspitzung und Facelifting für ein frisches, alterloses Gesicht, Po-Operation und Nasen OP. Sogar minderjährige Araberinnen stellen schon Anfragen in den Schönheitskliniken. Vor allem wünschen sie sich kleine niedliche Nasen, genau wie die, die die Gesichter ihrer operierten Idole zieren.
Grund für den eklatanten Schönheitswahn sei aber nicht der Wunsch nach männlicher Aufmerksamkeit, sondern das Erwecken von Neid und Eifersucht bei der weiblichen Konkurrenz.
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