Zapfen - Winzige Farbscanner im Auge
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Lexikon Augenheilkunde

Zapfen

Zapfen sind Zellen, die als Fotorezeptoren im Auge für die Umwandlung von Licht in Nervenimpulse und damit für die Farbwahrnehmung verant- wortlich sind.

Es gibt drei verschiedene Arten von Zapfen, die jeweils unterschiedliche Bereiche des sichtbaren Lichtspektrums abdecken (Gelb, Rot und Grün). Je nach Wellenlänge bzw. Farbe des einfallenden Lichtes werden diese Zapfenarten unterschiedlich stark gereizt, wodurch dem Gehirn ein gemischtes Farbsignal vermittelt wird.  Allerdings sind die Zapfen nicht sehr lichtempfindlich und arbeiten nur bei ausreichender Lichtstärke. Das Sehen bei Dämmerung ermöglichen erst die Stäbchen, die jedoch nur auf das Licht einer bestimmten Wellenlänge reagieren und lediglich ein schwarz-weißes Bild erzeugen können. Aus diesem Grund "verschwinden" die Farben allmählich in der Abenddämmerung.

Eine Schädigung der Zapfen kann die Ursache für den Verlust der Sehschärfe sein

Zapfen und Stäbchen sind auf der Netzhaut nicht gleichmäßig verteilt. Im Zentrum der Netzhaut, dem so genannten "Gelben Fleck", sitzen die Zapfen besonders dicht, während die Stäbchen vermehrt im Randbereich vorkom- men. Daher nimmt das Auge am Rande des Gesichtsfelds auch eher Schatten als Farben wahr.

Im Zentrum des Gelben Flecks, der Fovea Centralis, ist der Bereich des schärfsten Sehens. Hier sorgen Millionen von Zapfen für Farbsehen, Bild- schärfe und feinste Auflösung. Sind diese Sinneszellen geschädigt, kommt es zu einem zunehmenden Verlust der zentralen Sehschärfe, während man in den Randbereichen noch sehen kann. Dies ist z.B. bei der Makuladegeneration, die weltweit zu den häufigsten Ursachen für Sehbe- hinderung führt, der Fall. Aufgrund von Ablagerungen kann die Netzhaut nicht mehr versorgt werden und Netzhautzellen, darunter die Zapfen, sterben ab. Zu den Hauptursachen zählen Rauchen, genetische Vorbelastung und hoher Blutdruck. Meist wirken sich die Risikofaktoren erst mit zunehmendem Alter aus (altersbedingte Makuladegeneration).

Die Behandlung einer solchen Augenerkrankung beschränkt sich meist auf vergrößernde Sehhilfen (z.B. beleuchtete Leselupen). In bestimmten Fällen kann aber auch eine Laserbehandlung oder eine Photodynamische Therapie angeraten sein.

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