Uvea - Die Dunkelkammer des Auges
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Lexikon Augenheilkunde

Uvea

Der Fachbegriff Uvea bezeichnet die mittlere Augenhaut, die aus der Regenbogenhaut (Iris), dem Ziliarkörper und der Aderhaut (Choroidea) besteht. Jeder dieser Bereiche der Uvea hat seine ganz spezielle Funk- tion: Die Regenbogenhaut ist für die Adaptation, also den Anpassungs- vorgang des Auges an veränderte Lichtverhältnisse, zuständig. Der Ziliarkörper sorgt für die Akkommodation der Linse und die Produktion des Kammerwassers.

Hauptaufgabe der Aderhaut ist die Versorgung der Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen und die Regulierung der Temperatur.

Die Uvea ist eine unterschiedlich pigmentierte Schicht, was z.B. die verschiedenen Augenfarben bewirkt. Sie bildet zusammen mit der Außenschicht der inneren Augenhaut eine Art „Dunkelkammer“ und verhindert, dass Streustrahlung in den Augapfel einfallen kann.

Eine Entzündung der Uvea darf nicht unterschätzt werden!

Eine Entzündung der Uvea (Uveitis) ist eine relativ häufige Erkrankung, die umgangssprachlich als Regenbogenhautentzündung bezeichnet wird. Die Entzündung kann dabei den vorderen Bereich der Uvea (Regenbogenhaut und Ziliarkörper), den mittleren Teil (Glaskörperraum) oder die Region rund um Netzhaut und Aderhaut betreffen. Sind alle drei Bereiche entzündet, spricht man von einer Panuveitis.

Zu den typischen Symptomen gehören Augenrötung, Schmerzen, Fremd- körpergefühl Lichtempfindlichkeit und verstärkter Tränenfluss. Liegt die Entzündung im hinteren Bereich der Uvea, geht sie häufig mit einer Verminderung der Sehschärfe einher. Bei mildem Verlauf können die Symptome leicht mit denen einer Bindehautentzündung verwechselt werden. Die Ursache einer Uveitis kann sowohl ein Erreger (Viren, Pilzen oder Bakterien) sein als auch ein autoimmunologischer Vorgang. Darüber hinaus tritt eine Entzündung der Uvea sehr häufig als Begleiterscheinung von entzündlichen Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankungen sowie rheumatischen Beschwerden auf.

Die Behandlung richtet sich nach Ausmaß und Verlauf der Entzündung und erfolgt normalerweise mit kortisonhaltigen Augensalben oder Tropfen. In der Regel kann eine rechtzeitige Therapie Folgeschäden an der Uvea und dauerhafte Beeinträchtigungen der Sehfunktion verhindern. Wird sie jedoch chronisch, ist eine Erblindung nicht auszuschließen. Daher sollte bei den ersten Anzeichen ein Arzt aufgesucht werden.

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