DGÄPC-Statistik 2025 Natürliche & dauerhafte Ergebnisse - Die aktuellen Trends 2025
Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) präsentiert ihre aktuelle Jahresstatistik 2025 (Erhebungszeitraum: Oktober 2024 bis Oktober 2025, 4.548 Teilnehmende) und zeigt einen deutlichen Wandel in der ästhetischen Medizin: Klassische chirurgische Eingriffe gewinnen an Bedeutung, während das Ideal von Natürlichkeit und Langlebigkeit dominiert. Gleichzeitig warnen Fachärzte vor einer Zunahme von Komplikationen durch unqualifizierte Anbieter.
Trend zur Langlebigkeit: chirurgische Eingriffe gewinnen an Bedeutung
Der Wunsch nach langanhaltenden und natürlichen Resultaten führt dazu, dass operative Eingriffe im Ranking der beliebtesten Behandlungen deutlich zulegen. Zwar führen minimal-invasive Behandlungen die Statistik weiterhin an, doch die Chirurgie rückt stark nach.
Die Top 5 der Ästhetischen Eingriffe 2025: Die Botulinumbehandlung (Botox) führt die Liste mit 13,8 Prozent an, gefolgt von der operativen Oberlidstraffung mit 12,8 Prozent. Die Faltenunterspritzung belegt mit 10,5 Prozent den dritten Platz. Auf Platz vier liegen mit 8,7 Prozent die Fettabsaugung, dicht gefolgt von der Bruststraffung mit 8,1 Prozent. Würde man alle chirurgischen Gesichtlifting-Operationen zusammenzählen, so würden diese den 4. Platz einnehmen.
Körperstraffende Eingriffe nehmen zu
Besondere Entwicklungen zeigen sich in der Brustchirurgie: Hier liegt die Bruststraffung (8,1 Prozent) erstmals vor der Brustvergrößerung mit Implantaten (7,8 Prozent) – ein deutliches Zeichen für den Trend hin zu harmonischeren Proportionen. Einen bemerkenswerten Anstieg verzeichnet auch die Intimchirurgie, die ihren Anteil in der Gesamtzielgruppe auf 5,2 Prozent (Vorjahr 3,5 Prozent) steigern konnte.
Eine weitere Entwicklung wird durch den Boom der sogenannten GLP-1-Abnehmspritzen (Ozempic & Co.) getrieben: Der schnelle Gewichtsverlust führt zu Hautüberschüssen, bekannt als "Ozempic Face" oder "Ozempic Body", was die Nachfrage nach Straffungsoperationen in die Höhe treibt. So stieg die Bauchdeckenstraffung auf 7,7 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent), die Oberarmstraffung auf 2,7 Prozent (Vorjahr: 2 Prozent) und die Oberschenkelstraffung auf 2,7 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent).
Die junge Zielgruppe (U30) setzt auf dauerhafte Veränderungen
Die Patienten unter 30 Jahren suchen vermehrt nach chirurgischen und damit dauerhaften Körperveränderungen. Im Ranking dieser Altersgruppe liegen die Brustvergrößerung mit Implantaten (14,8 Prozent) und die Brustverkleinerung (13,1 Prozent) vorn. Auch der höchste Wert in der Intimchirurgie seit 2021 ist hier mit 11,8 Prozent zu verzeichnen. Im Gegensatz dazu verlieren minimal-invasive Verfahren wie Faltenunterspritzungen in dieser Gruppe deutlich an Relevanz (2,7 Prozent).
DGÄPC warnt vor Wissenslücken und fordert Patientenschutz
Parallel zur wachsenden Beliebtheit steigt laut DGÄPC die Zahl der angegebenen Fehlbehandlungen im Inland durch nicht qualifizierte Behandler. Besonders besorgniserregend ist die große Wissenslücke bei Patienten: 35,5 Prozent der Gesamtzielgruppe und alarmierende 48,8 Prozent der jungen Menschen unter 30 Jahren kennen den Unterschied zwischen einem qualifizierten Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und einem nicht spezialisierten "Schönheitschirurgen" nicht. Angesichts dieser Zahlen erneuert die DGÄPC ihre Forderung nach einem Facharztvorbehalt und nach gesetzlichen Regelungen zum Schutz der Patienten.
Einfluss von Social Media: Wunsch nach Kennzeichnungspflicht bleibt hoch
Die Beeinflussung des Selbstbildes durch soziale Medien erreicht bei den unter 30-Jährigen mit 23,8 Prozent einen Höchstwert – fast jeder vierte junge Patient ist betroffen. Vor diesem Hintergrund sprechen sich weiterhin 63,8 Prozent der U30-Jährigen (und 55,3 Prozent der Gesamtzielgruppe) für eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für digital oder KI-generierte Bilder in Social Media und der Werbung aus, um die Realität von der digitalen Optimierung zu unterscheiden.
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