SMAS Face- und Halslift

Technik für ein natürliches Ergebnis

Die Halspartie spielt eine sehr wichtige Rolle und sollte in der Planung eines Faceliftings unbedingt mit einbezogen werden.

Dr. Markus Klöppel

Dr. Markus Klöppel (THERESIUM, München) im Experteninterview

Ein strahlendes, jugendliches Gesicht ist für viele Menschen ein Ausdruck von Vitalität und Lebensfreude. Doch der natürliche Alterungsprozess hinterlässt seine Spuren in Form von erschlaffter Haut, Konturverlust und Faltenbildung – insbesondere im Gesicht und am Hals. Für diejenigen, die sich eine sanfte, langanhaltende und vor allem natürliche Verjüngung wünschen, bietet die moderne Plastisch-Ästhetische Chirurgie eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Wir haben mit Dr. med. Markus Klöppel über seine bevorzugten Techniken, die Bedeutung individueller Gesichtsmerkmale und die Kombination mit weiteren ästhetischen Verfahren gesprochen. Im Interview erklärt er, wie ein SMAS- oder Deep Plane-Facelift auf die einzigartigen Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmt wird, wie natürliche Ergebnisse erzielt werden und welche Rolle Hals und Konturen für ein harmonisches Gesamtbild spielen.

myBody: Welche Facelifting- und Halslifting-Technik wenden Sie bevorzugt an und warum?

Dr. Klöppel: In unserer täglichen Praxis kommen sehr häufig sowohl das SMAS-Facelift als auch das Deep Plane-Facelift zur Anwendung – je nach individuellen Bedürfnissen und nach den anatomischen Gegebenheiten der Patienten. Beide Techniken haben ihre Vor- und Nachteile, in der Regel lässt sich jedoch mit Deep Plane-Facelift ein noch intensiveres und langanhaltenderes Ergebnis erreichen. Insofern wenden wir das immer an, wenn die Patienten davon profitieren, was in aller Regel der Fall ist. Sowohl mit der SMAS-Technik als auch mit dem Deep Plane-Lifting lassen sich sehr schöne, natürliche Ergebnisse erzielen.

Vor jeder Behandlung ist aber immer ein persönliches ausführliches Beratungsgespräch enorm wichtig, um die geeignete Methode zu bestimmen. Bei manchen kann auch ein Mini-Lift oder ein partielles Facelift sinnvoll sein, wenn die Hauterschlaffung und der Konturverlust noch nicht allzu ausgeprägt sind.

myBody: Wie stellen Sie sicher, dass das Ergebnis natürlich aussieht und nicht „operiert“ wirkt? Wie gehen Sie mit der Spannung in Haut und Muskulatur um, um ein maskenhaftes Aussehen zu vermeiden?

Dr. Klöppel: Schlecht gemachte, unnatürlich aussehende Facelifts, wie man sie von früher oft aus Hollywood kennt, gehören eigentlich schon lange der Vergangenheit an. Denn heutzutage verwenden erfahrene Plastisch-Ästhetische Chirurgen moderne Methoden wie das SMAS- oder das Deep Plane-Lifting, bei denen nicht wie damals nur die Haut selbst gestrafft wird, sondern auch die darunterliegenden Gewebeschichten neu modelliert und repositioniert werden. Das sorgt dafür, dass das Ergebnis sehr natürlich aussieht und auch langfristig anhält. Man kann die Zeit sozusagen um 10-15 Jahre zurückdrehen, ohne die persönlichen Gesichtszüge zu verändern. Ein sehr gelungenes Beispiel, das kürzlich für viel Aufmerksamkeit in den Medien gesorgt hat, ist das Facelift von Kris Jenner.

Auch können zusätzliche Verfahren wie die Eigenfettbehandlung mit der Mikro-Nano-Liposomentechnologie angewendet werden, um die natürlichen Liftingeffekte zu verstärken, indem die Hautqualität und -textur verbessert werden.

myBody: Wie berücksichtigen Sie individuelle Gesichtszüge, Hautstruktur und Alter bei der Planung?

Dr. Klöppel: Mein Anspruch ist es, den persönlichen Ausdruck meiner Patienten niemals so zu verändern, sodass sie sich selbst im Spiegel nicht wiedererkennen, sondern ihnen durch ein gelungenes Facelift wieder mehr Frische, Strahlkraft und Jungendlichkeit zu verleihen. Ich achte immer darauf, dass die individuellen Gesichtszüge natürlich verjüngt beibehalten werden und die Hautstruktur bei Bedarf für ein harmonisches Gesamtergebnis ebenso optimiert wird.

In der Regel kommen Patientinnen und Patienten meist ab Anfang-Mitte 40 für ein mögliches Face-/Halslift in unser Zentrum. Jedoch beobachten wir leider verstärkt, dass die Altersgrenze bei Facelift-Interessenten momentan zunehmend sinkt. Daher ist ein ausführliches Erstgespräch so wichtig, um zu beurteilen, wer tatsächlich für ein chirurgisches Facelift in Frage kommt und wer womöglich im Bereich der Ästhetischen Medizin mit nicht- oder minimal-invasiven Therapien besser aufgehoben ist. Auch damit können schöne Verjüngungseffekte erzielt und der natürlichen Hautalterung vorgebeugt werden. Daher bieten wie im THERESIUM neben der Chirurgie eine Vielzahl an Pro und Anti-Aging Behandlungen an, die für alle Bedürfnisse etwas Passendes bereithält.

myBody: Kombinieren Sie das Facelifting häufig mit anderen Verfahren (z. B. Eigenfett, Augenlidkorrektur, Laser)?

Dr. Klöppel: Ja, wir kombinieren das Facelifting tatsächlich sehr häufig mit Augenlidstraffungen, wie der Korrektur der Schlupflider oder der Entfernung der Tränensäcke. Auch wird neben dem Gesicht oftmals die Halspartie mitgestrafft, um ein harmonisches Gesamtergebnis zu erreichen. Durch die zusätzliche Behandlung mit Eigenfett können zudem sehr authentisch die Hautstruktur mittels Nano-Liposomen verbessert und auch Volumen und Konturen mittels Mikro-Liposomen-Injektionen langanhaltend zurückgewonnen werden.

Wir entscheiden gemeinsam mit dem Patienten und je nach Wunschvorstellung, ob ein kombinierter Eingriff sinnvoll ist.

myBody: Wie lange hält das natürliche Ergebnis an, und wie altert das Gesicht nach dem Eingriff weiter?

Dr. Klöppel: Das Ergebnis eines SMAS- oder Deep Plane-Facelifts ist grundsätzlich sehr langlebig. Man kann sagen, dass wir die Uhr um etwa 10 bis 15 Jahre zurückdrehen.

Natürlich altert die Haut auch nach dem Eingriff ganz normal weiter. Ein gesunder Lebensstil, guter Sonnenschutz und die richtige Hautpflege sind daher entscheidend, um dieses schöne Ergebnis möglichst lange zu erhalten. Aber die „Zeitgutschrift“ nach einer OP bleibt ihnen letztlich ein Leben lang erhalten.

myBody: Welche Rolle spielt der Hals in der Gesamtästhetik des Gesichts, und wie sorgen Sie für einen harmonischen Übergang zwischen Gesicht und Hals?

Dr. Klöppel: Die Halspartie spielt sogar eine sehr wichtige Rolle und sollte in der Planung eines Faceliftings unbedingt mit einbezogen werden. Denn leider wird noch häufig der Fehler begangen, dass der Hals übersehen und als sekundär betrachtet wird.

Meiner Meinung nach sollte immer auf einen harmonischen Übergang von der Gesichts- zur Halsregion geachtet werden - denn es bringt ja nichts, wenn das Gesicht schön straff und verjüngt aussieht, dieses aber nun nicht mehr zum Hals und Dekolletee passt. Daher kann es bei bereits ausgedehnter Faltenbildung und Hauterschlaffung auch am Hals absolut sinnvoll sein, auch diese Partie mit zu straffen, um ein schönes, stimmiges Resultat zu erhalten.

myBody.de: Wie individuell anpassbar ist das Lifting – können bestimmte Bereiche gezielt stärker oder dezenter behandelt werden (z. B. Kinnlinie, Wangen, Hals)?

Dr. Klöppel: Bei einem Facelifting achte ich natürlich immer darauf, dass das Ergebnis und die Proportionen harmonisch aussehen und nicht unnötig Bereiche chirurgisch behandelt werden, die womöglich noch keinen Bedarf haben. Oft ist zum Beispiel nur eine Straffung des Mittelgesichtes oder der unteren Gesichtshälfte samt der Kinn-Kiefer-Linie ausreichend. Ich hatte auch schon Patienten, bei denen wir uns bewusst lediglich für ein Halslifting entschieden haben, da diese Partie bereits weitaus mehr erschlafft war als der Gesichtsbereich, und wir somit wieder ein schönes Gesamtbild kreieren konnten.

Es ist also essenziell, diesen Eingriff sehr individuell zu planen, da jeder eine andere Ausgangssituation und Wunschvorstellung hat. Ich stehe meinen Patient:innen selbstverständlich mit meiner über 20-jährigen Expertise in der Faceliftchirurgie beratend zur Seite, um gemeinsam die bestmögliche Behandlungsmethode für eine natürlich aussehende Verjüngung zu finden.

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