Kurzprofil Dr. med. Hans Werner Sudholt

Dr. med. Hans Werner Sudholt ist behandelnder Arzt im Rahmen des Medical One Gewichtsmanagement: Abnehmen mit dem Magenballon. Der Facharzt für Innere Medizin war mehr als 25 Jahre Leiter einer großen endoskopischen Abteilung, bevor er zur Medical One kam. Als einer der Pioniere auf dem Gebiet der Magenballon-Behandlung weist Dr. med. Hans Werner Sudholt umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen auf, um Übergewichtigen langfristig zu einem stabilen Normalgewicht zu verhelfen.

Metabolisches Syndrom und Magenballon

Wie der Magenballon beim Reduzieren von Übergewicht hilft und zur Therapie des Krankheitsbildes beitragen kann

Immer mehr Menschen sind von Übergewicht betroffen. Es kann schwerwiegende Folgeerkrankungen hervorrufen, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und einen gestörten Zuckerstoffwechsel (Insulinresistenz). Stellen sich diese Symptome gleichzeitig ein, fasst der Experte sie unter dem Begriff „Metabolisches Syndrom“ zusammen. Zurzeit sind etwa 25 Prozent aller Bundesbürger davon betroffen. Das Metabolische Syndrom kann ein Vorbote von schwerwiegenden Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sein. Das Risiko ernsthaft zu erkranken, kann mit Sport und gesunder Ernährung erheblich gesenkt werden. Diese Überzeugung vertritt auch Dr. med. Hans Werner Sudholt, Facharzt für Innere Medizin sowie Magenballon-Experte an den Medical One Magenballon-Kliniken. Im Interview erklärt er, warum ein gesünderer Lebensstil so positive Auswirkungen auf das Metabolische Syndrom hat und inwiefern der Magenballon eine effektive Unterstützung zur Behandlung sein kann.

myBody: Herr Dr. Sudholt, Sie als Experte haben jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der Inneren Medizin. Ab wann stellt Übergwicht eine echte gesundheitliche Bedrohung dar? Und gibt es einen BMI-Wert, der für das „Metabolische Syndrom“ kritisch ist?

Dr. Sudholt: Die Zusammenfassung verschiedener Studien - mit fast einer Million Patienten - ergibt, dass ab einem BMI-Wert von 25 das Sterberisiko um 30 Prozent steigt, wenn er um den Wert 5 weiter steigt. Besonders das Risiko für kardiovaskuläre Todesfälle, also Tod verursacht durch ein Versagen des Herz-Kreislauf-Systems, wächst dann enorm an. Bei einem BMI zwischen 30 und 35 leben Betroffene meist zwei bis vier Jahre weniger. Übergewichtige mit einem BMI zwischen 40 und 45 senken ihre Lebenserwartung um acht bis zehn Jahre. Neben dem BMI hat auch der Bauchumfang viel mit einer möglichen Erkrankung zu tun.

 

myBody: Wie wichtig ist es, dass das Metabolische Syndrom früh erkannt wird? Reicht eine Ernährungsumstellung, um mögliche Folgeerkrankungen zu verhindern?

Dr. Sudholt: Eine Studie zeigt, dass bereits bei einer Gewichtsabnahme von sieben Prozent, welche die Probanden durch 150 Minuten Sport wöchentlich erreichten, in 58 Prozent der Fälle die Blutzuckerwerte gesenkt bzw. sogar normalisiert werden konnten. Uns zeigt diese Untersuchung auf, dass eine Veränderung des Lebensstils mit Gewichtsabnahme der wesentliche Schlüssel ist, um mögliche Folgeerkrankungen zu verhindern. Bereits wenige Kilos reichen aus, um den Blutdruck zu senken und das Risiko eines Herzinfarkts um bis zu 15 Prozent zu minimieren.

 

myBody: Welche Rolle spielt der Magenballon bei der Therapie des Metabolischen Syndroms?

Dr. Sudholt: Um das Metabolische Syndrom zu behandeln, ist die Abnahme von Gewicht Pflicht. Genau da setzt auch der Magenballon an. Der Magenballon hilft den Patienten zusammen mit einem Ernährungs- und Sportprogramm deutlich an Körpergewicht zu verlieren – dies ist die Erfahrung der Medical One Magenballon-Kliniken aus etwa 2.500 Magenballon-Behandlungen. Durchschnittlich nehmen die Patienten mit dem Magenballon 15 Kilogramm in einem halben Jahr ab - solange verbleibt in der Regel der befüllte Silikonball im Magen der Patienten. Diese enorme Gewichtsabnahme kann mit keiner anderen nichtoperativen Methode verglichen werden. Da Magenballon-Patienten zusätzlich von Diät- und Sportberatern begleitet werden, stellt sich bei den Meisten, nach Ablauf der Magenballon-Zeit, auch ein veränderter Lebensstil ein.

 

myBody: Ist der Magenballon uneingeschränkt beim Metabolischen Syndrom empfehlenswert?

Dr. Sudholt: Ein Magenballon ist für alle geeignet, deren Begleiterkrankungen noch nicht zu weit fortgeschritten sind. Ein bereits eingetretener Diabetes muss kein Hindernis für einen Magenballon sein, solange ein Hausarzt in der Zeit des Magenballons den Patienten aktiv begleitet. Interessenten für einen Magenballon können auf Anfrage bei einem der Medical One Fachärzte einen Bluttest machen lassen, um zu überprüfen, ob bereits eine Erkrankung an dem Metabolischen Syndrom erfolgt ist.

myBody: Herr Dr.Sudholt, vielen Dank für das Gespräch.

Weiterführende Informationen

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