28. DGI Kongress 2014 - Implantologie neu gedacht - myBody für seine Leser vor Ort
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DGI Kongress 2014 Implantologie neu gedacht

Zahnimplantate werden immer beliebter

Schätzungen zufolge werden jedes Jahr in Deutschland etwa 1 Million der künstlichen Zahnwurzeln verpflanzt, um Kronen, Brücken oder Prothesen festen Halt zu geben. Wie die weitere Zukunft der Implantologie aussieht, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktische Konzepte sich bewähren konnten oder welche Methoden zugunsten modernen, technisch-basierten Ansätzen weichen werden, waren die zentralen Themen auf dem 28. DGI-Kongress, der vom 27.11. bis 29.11.2014 in Düsseldorf stattfand.

Komplexität der Behandlung und Ansprüche an Zahnarzt wachsen

Die DGI ist mit mehr als 8.000 aktiven Mitgliedern die größte Fachgesellschaft auf ihrem Fachgebiet und nach der Japanischen Gesellschaft für Implantologie (JSOI) weltweit die Zweitgrößte. Aus der heutigen Zahnheilkunde ist die Implantologie nicht mehr wegzudenken und gehört zum Angebot nahezu jeder Praxis. Umso wichtiger ist es für DGI-Präsident Dr. Gerhard Iglhaut, „die wissenschaftsbasierte Praxis zu fördern und angehende Zahnärzte sowie Kollegen dabei zu unterstützen, ihren Patienten eine jeweils optimale Therapie mit vorhersehbaren Ergebnissen anbieten zu können.“

Eröffnungszeremonie mit DGI-Präsident Dr. Gerhard Iglhaut 

Implantologie 2014 neu gedacht: Was kommt, Was bleibt? Kongress mit 1.800 Teilnehmern

Kongresspräsident Prof. Dr. Frank Schwarz begrüßt die Teilnehmer im Plenum

Neue Materialien und Methoden machen Eingriffe einerseits einfacher. Andererseits wachsen mit der Komplexität der Behandlung auch die Ansprüche an den Zahnarzt. Für die DGI ist daher eine fundierte Ausbildung für den Patientenschutz immens wichtig. Neben den von der Gesellschaft angebotenen berufsbegleitenden Fortbildungen und Lehrprogrammen stehen zum Wissenstransfer aktuell bereits über 100 regionale Qualitätszirkel zur Verfügung, die von DGI-Mitgliedern gegründet und geleitet werden.

Presse-Gespräch Implantologie 2014: Was ist neu, was wird wichtig?

Update Implantologie: Daten, Fakten, Positionen

Der DGI-Kongress, der dieses Jahr etwa 1.800 Teilnehmer nach Düsseldorf lockte, bot umfassende Informationen aus allen Bereichen der Implantologie und eine Plattform für den internationalen kollegialen Austausch per se. Über 80 renommierte Referenten aus sieben Ländern stellten aktuelle Entwicklungen und neue Konzepte in der Implantologie vor. Die Themenschwerpunkte der Tagung standen im Mittelpunkt eines Pressegespräches. Dr. Gerhard Iglhaut ging eindringlich auf die Ausbildung und Qualifikation der Zahnärzte als wichtigste Voraussetzung für erfolgreiche Zahnbehandlungen ein. Kongresspräsident Prof. Dr. Frank Schwarz stellte neueste Forschungsergebnisse zur Verwertung von extrahierten Zähnen vor. Die jährlich 13 Millionen gezogenen Zähne bzw. ihre Wurzeln können demnach zum Aufbau des Kieferknochens verwendet und so im Sinne minimal-invasiver Konzepte aufwendige Kieferaufbaumaßnahmen vermieden werden. Doch nicht nur klinische Studien regen die Zahnmediziner zum Umdenken an. Auch der demografische Wandel wird die Anforderungen an funktionelle Zahnversorgungen verändern. Je älter die Menschen werden, desto anpassungsfähiger müssen implantatgetragene Zähne werden. Auch ältere Patienten können von Zahnimplantaten profitieren, was die Lebensqualität und Kaufunktion betrifft. Prof. Dr. Frauke Müller von der Universität Genf wies aber auch auf die im Alterungsprozess physiologischen und anatomischen Veränderungen hin, wobei sich der Vorteil der Implantate - ihre lange Haltbarkeit - als Nachteil erweisen kann.

Prof. Dr. Günther Dhom: Die emotionalen Bedürfnisse der Patienten zählen

Den Patienten nicht vergessen

Um ein Thema kamen die Experten selbst bei allen neuen Einsichten und fortschrittlichsten Techniken nicht herum: Die Patienteninformation. Modernste Geräte, computerunterstützte Planungen und innovative Therapien bringen nichts, wenn Patienten aufgrund von Informationsdefiziten den neuen Behandlungsmethoden mit Vorbehalt gegenüberstehen. Und mit einer umfassenden Aufklärung ist es längst nicht getan. Spezialist für Oral-Implantologie Prof. Dr. Günter Dhom weiß, dass auch die emotionalen Bedürfnisse der Patienten von großer Bedeutung sind und wie wichtig es ist, im Praxisalltag auf deren Wünsche einzugehen und ein Vertrauensverhältnis zu ihnen aufzubauen.

Aussteller: Einen Überblick zu neuen Produkten, Instrumenten und Techniken bot die Implant expo®

Internationale Fachmesse in der Implantologie: Implant expo®

Parallel zum 28. DGI-Kongress stellten auch dieses Jahr 100 Aussteller, darunter namenhafte Implantathersteller wie straumann, Camlog® und Nobel Biocare® ihr praxisorientiertes Produktportfolio für implantologische und prothetische Belange vor. Nationale wie internationale Kongressteilnehmer, Fachbesucher und Unternehmen zeigten ein großes Interesse an Neuentwicklungen als auch an bewährten Produkten und diversen Service-Angeboten. Seit 2010 befasst sich die Implant expo® als dentale eigenständig organisierte Fachmesse regelmäßig mit den aktuellen Entwicklungen, Themen und Trends auf dem Gebiet der Implantologie und feierte in diesem Jahr ihr fünfjähriges Jubiläum.

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