Mini-Implantate - Sicherer Halt für Zahnprothesen und Zahnersatz
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Mini-Implantate

Mini-Implantate für stabilen Zahnersatz

Mini-Implantate sind einteilige Implantate mit einem deutlich geringeren Durchmesser als Standardimplantate, in der Regel zwischen 1,8 und 2,5 mm. Meist bestehen sie aus Titan bzw. einer Titanlegierung. Der untere, schraubenförmige Teil wird in den Kieferknochen eingedreht, der obere Teil verbleibt sichtbar über der Mundschleimhaut. Er dient der sofortigen Verankerung des späteren Zahnersatzes.

Aufgrund ihres geringen Durchmessers können die Mini-Implantate fast immer minimal-invasiv eingebracht werden. Dabei werden die Implantate nicht über eine Aufklappung des Zahnfleisches, sondern lediglich über eine kleine Öffnung der Schleimhaut in den Kieferknochen eingesetzt. Dazu ist nur ein relativ kurzer chirurgischer Eingriff erforderlich, der meist unter örtlicher Betäubung erfolgen kann. Da im Gegensatz zu herkömmlichen Implantaten keine Einheilzeit notwendig ist, genügt meist ein einziger Behandlungstermin, um das Implantat einzubringen. Sofort nach dem Einsetzen können Mini-Implantate ihre Funktion als Verankerungspunkt übernehmen.

Zahnersatz mit Mini-Implantat sicher fixiert

Mini-Implantate werden in erster Linie verwendet, um den Sitz einer Voll- oder Teilprothese zu verbessern. Dabei werden meist 4-6 Implantate in den Kieferknochen eingesetzt, um einen sicheren Halt der Prothese zu ermöglichen. Ihre Kugelköpfe dienen als Halteelement für die Prothese und können, ähnlich einem Druckkopfsystem, direkt mit der Prothesenfassung verbunden werden. Bei kleinen Zahnlücken eignen sich die Mini-Implantate aber auch als Pfeiler für festsitzende Brücken. Darüber hinaus haben sie sich als provisorische Fixierung (Interimsimplantate) für spätere konventionelle Implantate sowie als Verankerungen im Rahmen kieferorthopädischer Therapien bewährt.

Mini-Implantate sind vor allem dann vor Vorteil, wenn das Knochenangebot beschränkt bzw. die Kieferquerschnittsform sehr schmal ist. In diesen Fällen wären bei der Verwendung von herkömmlichen Implantaten mit Normaldurchmesser Knochenaufbaumaßnahmen erforderlich, um Platz für das Implantat zu schaffen.

Vorteile von Mini-Implantaten auf einen Blick
Vorteile von Mini-Implantaten auf einen Blick
  • Schonender und schmerzarmer Eingriff
  • Sofortbelastung
  • Schnelle und kostengünstige Behandlung
  • Einsatz auch bei schmalen und schwieriger Knochensituation ganz ohne Knochenaufbau
  • Einfache Reinigung und Pflege
  • Funktionsfähigkeit und Langlebigkeit durch wissenschaftliche Studien bestätigt

Im Vergleich zum herkömmlichen Implantat lässt sich durch Einsatz des Mini-Implantats eine deutliche Kosteneinsparung realisieren. Während beispielsweise für einen Frontzahnersatz im Unterkiefer ein herkömmliches Einzelzahnimplantat zwischen 2.000 und 3.400 Euro kostet, bewegt sich das Mini-Implantat zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Diese Kostenersparnis ist vor allem auf folgende Faktoren zurückzuführen: geringere Produktionskosten bei einteiligen Implantaten, vereinfachte Einbringung durch geringen operativen Aufwand sowie kostengünstigere Zahnersatzfertigung durch Verwendung von konfektionierten Halteelementen (Kugelkopfankern). 

Lange Freude an Mini-Implantaten

Um eine lange Funktionsfähigkeit der Mini-Implantate zu gewährleisten und um Entzündungen rund um den Implantatkörper zu vermeiden, sind regelmäßige Reinigung und Pflege von besonderer Bedeutung. Dazu empfehlen Implantologen tunnelartig geformte Spezialzahnbürsten, mit denen der Implantatkopf ganz einfach gereinigt und gleichzeitig das Zahnfleisch stimuliert werden kann. Zusätzlich wird zu einer regelmäßigen Prophylaxe in der Zahnarztpraxis geraten, bei der auch mögliche Abnutzungsspuren frühzeitig erkannt werden können.

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