Implantate Ein Gewinn an Lebensqualität

Zahnimplantate - Ein Gewinn an Lebensfreude - Prof. Dr. Günter Dhom

Implantate für mehr Selbstvertrauen und Lebensfreude

Zähne spielen für den Lebensstandard eine wichtige Rolle. Beschädigte oder fehlende Zähne bereiten Probleme beim Sprechen, Essen und auch beim unbekümmerten Lachen. Hier stellt die moderne Zahnheilkunde variable Lösungen bereit, um das Gebiss natürlich wieder aufzubauen. Im myBody Expertengespräch erläutert Implantologie-Experte Prof. Dr. Günter Dhom, welche Vorteile Implantate bieten und warum die Zahnimplantation eine der sichersten Behandlungsmethoden mit den besten Langzeitergebnissen ist.

Über Prof. Dr. med. dent. Günter Dhom

Der Zahnarzt für Oralchirurgie und Implantologie, Prof. Dr. Günter Dhom leitet die zahnmedizinische Abteilung der Privatklinik Vitalitas in Neustadt. Der frühere (2006-2009) Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) bildet implantologisch tätige Zahnärzte aus. Als Implantatspezialisten setzen er und sein Team bis zu tausend Zahnimplantate im Jahr.

myBody: Implantationen gewinnen in der Zahnmedizin zunehmend an Bedeutung. Herr Prof. Dr. Dhom, wer ist für eine Behandlung mit Implantaten geeignet?

Prof. Dr. Dhom: Prinzipiell ist eine Versorgung mit Zahnimplantaten immer dann sinnvoll, wenn man einen oder mehrere verlorengegangene Zähne natürlich ersetzen will, ohne Einschränkungen beim Kauen oder Sprechen in Kauf zu nehmen. Der Kieferknochen sollte dafür ausgewachsen sein. Oft implantieren wir deshalb erst nach dem 18. Lebensjahr, nach oben sind jedoch keine Grenzen gesetzt.

myBody: Welche Funktion haben Implantate und wie verläuft die Implantation?

Prof. Dr. Dhom: Das Zahnimplantat wird meist in einem kurzen Eingriff in den Kieferknochen eingesetzt und dient dort als Ersatz für die Zahnwurzel, wenn der eigene Zahn fehlt. Der jeweilige Zahnersatz, also Kronen, Brücken oder Prothesen, kann dann auf den Implantaten fest verankert werden und erhält fixe Stabilität. Manchmal muss das Implantatlager auch chirurgisch vorbereitet werden. Wenn beispielsweise keine ausreichende Knochenmenge vorhanden ist, um die künstliche Zahnwurzel einzusetzen, sind zusätzliche Maßnahmen, wie Knochenaufbau, vor der eigentlichen Implantation notwendig.

myBody: Sind die Implantate sofort belastbar?

Prof. Dr. Dhom: Die Zahnimplantate benötigen eine Zeit von ungefähr drei Monaten, im Oberkiefer etwas länger, damit sie fest in den Kieferknochen einwachsen können. Erst nach dieser Einheilphase, in der ein Provisorium oder die bisherigen Zähne getragen werden, wird der Patient mit der neuen Zahnprothetik versorgt und die Implantate voll belastet.

myBody: Welche Vorteile bieten Implantate gegenüber anderen Zahnersatzlösungen?

Prof. Dr. Dhom: Der festsitzende Zahnersatz steigert Selbstvertrauen und Lebensqualität. Bei regelmäßiger Pflege und jährlicher Kontrolle beim Zahnersatz können sich Implantatträger oft ein Leben lang über ihre festen Zähne freuen. Studien zeigen, dass nach mehr als zehn Jahren noch über 90 Prozent der Implantate intakt sind. Bei Implantaten kann außerdem auf eine Beschleifung von gesunden Zähnen verzichtet werden, was zum Beispiel bei einer Behandlung mit Brücken Voraussetzung ist. Weitere Pluspunkte für implantatgetragene Versorgungen sind, dass sie wie natürliche Zähne aussehen, sich wie natürliche Zähne anfühlen und wie natürliche Zähne fest im Kieferknochen verankert sind, so dass sie ein sicheres Gefühl beim Essen, Sprechen und Lachen vermitteln. Übrigens haben sich Stift- und Schrauben-Implantate aus Titan bisher am besten bewährt, um den vollkeramischen Zahnersatz zu fixieren. Titan ist ein absolut körperverträgliches Material und verursacht in der Regel keine Allergien. Das Verhalten von metallfreien Zahnimplantaten aus Zirkonoxid wird derzeit in Langzeitstudien untersucht.

myBody: An wen sollten sich Patienten wenden, die sich für Implantate entscheiden?

Prof. Dr. Dhom: Eine Implantation ist ein kieferchirurgischer Eingriff und sollte von einem qualifizierten Arzt durchgeführt werden. Beispielsweise von einem Zahnarzt mit dem „Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie“, der vor dem Erwerb dieser Zertifizierung eine bestimmte Anzahl an Implantationen vorzuweisen hat und seit mindestens drei Jahren implantologisch tätig sein muss. Auch abgeschlossene implantologische Fortbildungsprogramme, wie das „Curriculum Implantologie“, weisen auf einen Spezialisten hin.

myBody: Macht es dann einen Unterschied, ob ich in die Praxis meines Zahnarztes gehe oder mich an eine Zahnklinik wende?

Prof. Dr. Dhom: Ja, denn die spezialisierten Zahnkliniken verfügen häufig über eine breitere Palette an Implantatsystemen und Implantatgrößen. Das heißt die Auswahl ist deutlich größer und für die individuelle Mundsituation des einzelnen Patienten kann das optimale Implantat ausgesucht werden. Zudem verfügen die Experten, die sich auf zahnärztliche Implantologie spezialisiert haben, über besondere Instrumentarien und Materialien zum Knochenaufbau. Dies erweicht sich vor allem bei schwierigen Vorbedingungen von Vorteil. Beim Spezialisten stehen dem Patienten auch die anästhesiologischen Möglichkeiten in ihrer gesamten Bandbreite, angefangen von der lokalen Betäubung, über Sedierung bis hin zur Vollnarkose.

myBody: Herr Prof. Dhom, wir möchten uns herzlich für das informative Gespräch bedanken!

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