Laserbehandlungen: Verordnungen ab 2021 und Qualitätskriterien - mabelle
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Laser können für verschiedenste Behandlungen, etwa bei Aknenarben, Altersflecken, Augenlidstraffung, Besenreisern, Feuernarben, Krampfadern, Narben und Rosazea (diffuse Rötungen und Äderchen im Gesicht) sowie zur Faltenbehandlung, Fettabsaugung, Fettentfernung, Haarentfernung, Hautstraffung, Tattooentfernung und zum Muskelaufbau eingesetzt werden. Doch falsch angewendet wird die vermeintliche Lösung schnell zum Beauty-Pfusch: Um Patienten besser zu schützen, trat deshalb am 01.01.2021 die überarbeitete Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nicht ionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) in Kraft. Diese legt fest, dass nur noch besonders geschulte Ärzte sogenannte Energy-based Devices (EDB) einsetzen dürfen. Vereinfacht ausgedrückt „alles, was in der ästhetischen Medizin angewendet wird und Energie benötigt“, so der Facharzt für Dermatologie und Venerologie Dr. med. Klaus Hoffmann. Die einzige Ausnahme bleibt die Haarentfernung – diese darf auch weiterhin von Kosmetikern mit einer geregelten Ausbildung, einer Berufserfahrung von mindestens fünf Jahren und einer speziellen Zusatzausbildung durchgeführt werden. Einzige Bedingung ist der Nachweis der erforderlichen Sach- und Fachkunde bis zum 31.12.2021.

Doch nicht nur die neue Regelung schützt Patienten, sondern auch die gezielte Wahl eines seriösen Anbieters. Um den richtigen Anbieter für die gewünschte Laserbehandlungen zu finden, sollten Sie laut Dr. med. Hoffmann folgende Punkte beachten:

Gehen Sie zu einem spezialisierten Arzt

Bis auf die Haarentfernung dürfen ab diesem Jahr nur noch Ärzte mit Zulassung und besonderer Ausbildung Laserbehandlungen durchführen. Auch wenn nicht invasive und minimalinvasive Eingriffe in der Regel risikoarm sind, sollte der Anwender grundsätzlich Medikamente verschreiben können und in der Lage sein, mit möglichen Komplikationen umzugehen. Bei einem Arzt können Sie sicher sein, dass dieser aufgrund seiner medizinischen Expertise auf mögliche Nebenwirkungen vorbereitet ist. Fragen Sie nach den die Behandlung betreffenden Zertifikaten, die die nötigen Sach- und Fachkenntnisse ausweisen.

Meiden Sie dubiose Anbieter

Bedenken Sie, dass ein ästhetischer Eingriff eine gewisse Wertigkeit hat, die sich in den eingesetzten Materialien und Geräten widerspiegelt. Es ist ein Unterschied, ob der Anbieter seine Produkte aus fragwürdigen Internetquellen bezieht oder von einem seriösen Anbieter, der seine Geräte und Materialien zertifiziert. Auch die spezialisierte Ausbildung des Arztes, die Kosten für Gerätewartungen, Hygiene- und Dokumentationsstandards fließen in die Behandlung ein. Fragwürdige Angebote für ästhetische Eingriffe von Gutscheinportalen sowie ominöse Kosmetikstudios, Beautyinstitute und zum Teil Friseursalons mit Dumpingpreisen sollten Sie daher unbedingt meiden.

"Ein Arzt sollte in erster Linie durch seine Präsenz auf Fachkongressen auffallen und nicht durch seine Instagram-oder TikTok-Aktivitäten."

Dr. med. Klaus Hoffmann

Betrachten Sie Internet und soziale Medien kritisch

Geradezu abstruse Schönheitsideale werden im Internet und den sozialen Medien geschaffen, die „Schlauchbootlippe“ oder der „Riesenbusen“ als Norm etabliert. Gerade auf junge Menschen steigt dadurch der Druck. Ein Arzt sollte in erster Linie durch seine Präsenz auf Fachkongressen auffallen und nicht durch seine Instagram- oder TikTok-Aktivitäten. Informieren Sie sich deswegen nicht ausschließlich über farbenfrohe Social-Media-Kanäle, sondern auch auf der Internetseite des Anbieters. Hier sollten Sie alles über Techniken, eingesetzte Geräte und Materialien finden. Auch der spätere Behandler sollte namentlich erwähnt sein und über seinen Werdegang informieren. Leider helfen Siegel, das „Vollpflastern“ von Internetpräsenz und Praxis mit Zertifikaten und gekaufte Bewertungen nicht immer bei der Suche nach seriöser Hilfe. Kontrollierte Plattformen können hier aber ein Anhalt sein.

"Bei einem Arzt können Sie sicher sein, dass dieser aufgrund seiner medizinischen Expertise auf mögliche Nebenwirkungen vorbereitet ist."

Dr. med. Klaus Hoffmann

Bilden Sie sich im Beratungsgespräch eine Meinung

Seriöse Anbieter bieten Ihnen ein ausführliches Beratungsgespräch an und führen, falls nötig, eine Hautanalyse durch. Es sollte Sie stutzig machen, wenn Sie mit Sonderangeboten oder zu großzügigen Rabatten konfrontiert werden. Auch zu vollmundige Versprechen, was das Ergebnis betrifft, können ein Indiz für unseriöse Praktiken sein. Fragen Sie den Arzt nach seiner Qualifikation und nach seiner Erfahrung bezogen auf den angestrebten Eingriff. Der Facharzt für die Haut und das darunterliegende Fettgewebe ist und bleibt der Dermatologe.

"Es sollte Sie stutzig machen, wenn Sie mit Sonderangeboten oder zu großzügigen Rabatten konfrontiert werden."

Dr. med. Klaus Hoffmann

Achten Sie auf die CE-Kennzeichnung

Eine medizinische CE-Kennzeichnung bei Produkten ist auch in der Ästhetik ein Indiz für Qualität. Die entsprechenden Geräte und Materialien durchlaufen einen Zertifizierungsprozess, der durch Wirksamkeits- und Verträglichkeitsstudien gestützt ist. Bislang wurden auch Geräte mit einer rein kosmetischen CE oder einer CE entsprechend „China Export“ eingesetzt. Die medizinische CE erkennt man an vier Zahlen hinter den Buchstaben CE (zum Beispiel CE1234). Neu ab 2021 ist, dass Lasergeräte, aber auch Volumenfiller wie Hyaluronsäure für die Faltenunterspritzung eine medizinische CE-Kennzeichnung aufweisen müssen. Hintergrund ist die neue Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Medizinprodukte, die ab dem 26.05.2021 zu geltendem Recht werden muss. Auch die amerikanische FDA-Zulassung, zusätzlich zur medizinischen CE, ist ein Qualitätsmerkmal. Sie ist allerdings in Deutschland nicht verpflichtend.

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