Mit Muskelkraft zu jugendlichem Aussehen - mabelle
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Frau macht Liegestütze

Nicht selten hört man den Satz „Mein jugendliches Aussehen verdanke ich meinen guten Genen“. Was sich beneidenswert anhört, ist in der Regel nicht ganz richtig. So wichtig eine gute genetische Veranlagung auch sein mag, kommt es doch immer auf den Lebensstil an. Wer also wilde Partynächte, Nikotin und Sonneneinstrahlung vermeidet und darüber hinaus regelmäßig Sport treibt, hat beste Voraussetzungen, den Wettlauf gegen die Zeit dauerhaft hinauszuzögern.

Es gibt keine bessere Anti-Aging-Maßnahme als Krafttraining

In sportlicher Hinsicht haben Frauen auf dem Weg zu einem straffen und jugendlichen Körper lange Zeit auf Ausdauersport gesetzt. Das ist heute anders: Viele haben das Training mit Gewichten für sich entdeckt. „Es gibt keine bessere Anti-Aging-Maßnahme als Krafttraining“, erklärt die Ärztin Dr. med. Gabriela Kieser. „Es kann uns viele Jahre jünger machen“. Eine starke Muskulatur wirkt wie ein Jungbrunnen, denn sie bildet die Basis, um jung, aktiv und gesund zu bleiben. „Unser kalendarisches Alter können wir nicht ändern. Durch Krafttraining haben wir aber Einfluss auf unser biologisches Alter – sprich auf unseren körperlichen und geistigen Zustand“, erklärt die Expertin weiter.

Hantel liegt auf dem Boden
Frau traniert ihre Bauchmuskeln

Aber warum ist das so? Als größtes Stoffwechselorgan ist die Muskulatur wesentlich verantwortlich für den Fett-, Zucker-, Eiweiß- und Knochenstoffwechsel. So verdanken wir es z. B. einer kräftigen Muskulatur, dass wir unser Körpergewicht im Griff haben. Denn: mehr Muskelmasse geht automatisch mit einem höheren Energieverbrauch einher – selbst dann, wenn wir gemütlich auf der Couch lümmeln. Das ist aber längst nicht alles: Arbeiten unsere Muskeln, produzieren sie Botenstoffe mit hormonähnlicher Wirkung. Über diese sogenannten Myokine kommunizieren die Muskeln mit unseren Organen, z. B. Gehirn, Leber und Bauchspeicheldrüse, was für deren Funktion essenziell ist. Deshalb profitieren auch Gehirn und Gedächtnis, Stimmung und Psyche sowie Sexualität und Immunsystem von einer starken Muskulatur.

Die meisten Frauen trainieren hauptsächlich die Muskelgruppen an Bauch, Beinen und Po, da sie Angst haben, bei weiterem Training ihre weibliche Körperform gegen das Aussehen einer Bodybuilderin einzutauschen. Das ist allerdings vollkommen unbegründet! „Frauen haben nur selten eine Veranlagung zu ausgeprägtem Muskelaufbau. Das liegt am fehlenden Hormon Testosteron. Sollten Sie zu den seltenen Frauen gehören, die Tendenz zu Muskelwachstum haben, können Sie einfach das Trainingsvolumen einfrieren, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben”, empfiehlt die Ärztin.

In auf medizinisches Krafttraining spezialisierten Studios ist mittlerweile fast die Hälfte der Trainierenden weiblich. Sie tun sowohl etwas für ihre Gesundheit, als auch den Erhalt ihrer Schönheit.

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