Brustvergrößerung: Motivation, Entscheidung und Lebensquallität– mabelle
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Nach den regelmäßigen Umfragen der Plastisch-Chirurgischen Fachgesellschaften ist die Brustvergrößerung seit vielen Jahren einer der beliebtesten ästhetischen Eingriffe. Während ihr Anteil im Jahr 2012 bei ca. 10,2 % aller plastisch-operativen Interventionen lag, hat sich dieser in 2017 auf 22 % erhöht und damit mehr als verdoppelt. In Zahlen ausgedrückt entspricht dies ca. 46.000 Patientinnen, die sich alleine in Deutschland aus ästhetischen Erwägungen an der Brust operieren ließen.

Motivationen für eine Brust-OP

Tatsächlich mag man sich als Außenstehende(r) viele Gründe zusammenreimen, die Frauen an eine operative Vergrößerung der Brust denken lassen. Zuallererst natürlich das konkrete derzeitige Aussehen der Brust. Manch eine Frau mag auch aufgrund der Vorlieben des Partners einen solchen Eingriff in Erwägung ziehen. Oder geht es um einem Modetrend mit Prominenten in der Vorbild- und uns Frauen in der Nachahmerposition? In Befragungen zur Motivation für eine ästhetische Brustvergrößerung fällt jedoch vor allem der Begriff einer verbesserten Lebensqualität als maßgebliches Entscheidungskriterium für eine Operation ins Auge. Welche Aspekte hinter diesem Parameter stehen, erschließt sich nicht unmittelbar.

Die „typische“ Patientin

Versucht man sich dem Profil einer Brustvergrößerungspatientin zu nähern, finden sich jedoch einige interessante Fakten. Statistischen Erhebungen zufolge liegt das Alter zwischen 32 und 38 Jahren. Eine überwiegende Anzahl der Frauen befindet sich in einer festen Partnerschaft, 35,3 % der Befragten sind verheiratet. Rund 50 % verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung, ca. 32 % gaben als höchsten Bildungsabschluss einen Hochschulabschluss an. Mehr als 60 % der Patienten haben ihren Wunscheingriff mit eigenen Mitteln finanziert. Im Entscheidungsprozess für oder gegen eine Schönheitsoperation hat mehr als die Hälfte der Patientinnen ihren Lebenspartner mit einbezogen. Der Entscheidungsprozess, also die Bedenkzeit im Vorfeld einer positiven Entscheidung für eine Operation, dauerte im Schnitt zwischen zwei und sogar bis zu zehn Jahren. Dabei wurden meist zwei bis drei Beratungsgespräche mit unterschiedlichen Ärzten geführt, bevor die Entscheidung für einen Behandler schließlich fiel.

Entscheidungsffindung & Lebensqualität

Fügt man nun diese Informationen zusammen, wird schnell klar, dass in der Mehrheit der Fälle ein gewisser Leidensdruck hinter der Entscheidung für eine Brustvergrößerung stehen muss. So fühlen sich Patientinnen mit ihrem Naturbusen nicht weiblich genug, möchten sich ungern nackt vor dem Partner zeigen und erleben den Kauf von Bademoden und Unterwäsche häufig als frustrierende Pflicht. Die Brust passt nicht zu den Körperproportionen oder zum Selbstbild. Sie hat sich nach der Geburt der Kinder verändert oder war noch nie so, wie frau sich das gewünscht hat. Rund 25 % der betroffenen Frauen versuchen mit der Operation ein Idealbild zu erreichen, rund 77 % aber ein verbessertes Lebensgefühl.

Es geht also in aller Regel nicht um eine Trend- oder Modeentscheidung. Auch wird sich selten auf Wunsch des Partners zu diesem Eingriff entschieden. Im Gegenteil haben sich Betroffene mehrere Jahre mit der Entscheidungsfindung beschäftigt. Immer wieder fällt in einschlägigen Foren auf, dass sich viele Frauen bereits seit der Pubertät nicht mit ihrer Brust anfreunden können, diese sogar als Fremdkörper empfinden und darüber sehr unglücklich sind. Selbstverständlich spielen der gesellschaftliche Druck und das „erlernte“ vor dem Spiegel stehen und Defizite finden, auch eine Rolle.

Jedoch ist die Mehrzahl der Frauen heute selbstbewusst genug, sich nicht zu sehr beeinflussen zu lassen und mit diesem Eingriff vor allem einem ureigenen Wunsch nachzukommen. Das erhoffte „mehr“ an Lebensqualität bezieht sich genau darauf: sich im eigenen Körper wohlzufühlen, sich akzeptieren zu können und schön zu finden oder, um es mit Kim Kardashians Worten zu sagen: „I am a mother, I am a wife, a sister, a daughter, an entrepreneur and I am allowed to be sexy.“ Und genau das sollte die selbstbestimmte Motivation sein, die am Ende zählt.

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