Pflege bei Haarausfall: Von natürlich bis PRP - mabelle
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Frau mit blonden Haaren liegt im Stroh

Ob eine Pflege mit revitalisierenden Inhaltsstoffen den Haarausfall stoppen kann, hängt von dessen Ursache und Stadium ab. Nur solange die Haarwurzel noch intakt und grundsätzlich in der Lage ist, neue Haare zu bilden, kann nährende und anregende Pflege das Wachstum unterstützen. Es ist darum sehr wichtig, frühzeitig, am besten mit ärztlicher Unterstützung, herauszufinden, was für den Haarverlust verantwortlich ist. Bei hormonellem, stressbedingtem oder durch Fehlen von Vitalstoffen bedingtem Haarausfall helfen Therapien, die den Nährstoffmangel ausgleichen, die Durchblutung fördern und die Versorgung der Haare insgesamt verbessern:

Do

Brennnessel

Viele Haarkuren und -tinkturen enthalten Brennnesselextrakt – aus gutem Grund! Brennnesseln enthalten sehr viele Mineralien wie Eisen, Calcium und Silizium. Bei Haarausfall, der auf Nährstoffmangel zurückzuführen ist, kann das Kraut darum Abhilfe schaffen. Die Brennnessel gehört außerdem zu den basischsten Lebensmitteln überhaupt und wirkt Übersäuerung, die Haarausfall begünstigt, entgegen.

PRP: Eigenblutbehandlung

Bei der Eigenbluttherapie wird Platent Rich Plasma (PRP) aus dem Blut extrahiert. Es ist besonders reich an Wachstumsfaktoren und hat als Treatment für Gesicht oder Haar einen stimulierenden und verjüngenden Effekt. Drei Anwendungen kosten ca. 1.800 Euro.

Aloe Vera

Die in Aloe Vera enthaltenen Vitamine und Mineralien wirken beruhigend auf die Haut und spenden Feuchtigkeit. Der Wirkstoff Beta-Sitosterin fördert außerdem die Durchblutung und hilft der Haarmatrix, genügend Nährstoffe aufzunehmen. Das Gel wirkt direkt aus der Pflanze als Kopfhautkur, ins Shampoo gemischt oder in speziellen Aloe-Pflegelinien.

Kokosöl

Kokosöl ist das moderne Allheilmittel. Die enthaltenen Triglyceride (vor allem Laurinsäure) gleichen den pH-Wert der Kopfhaut aus, fördern Durchblutung und Nährstoffversorgung der Haare und machen sie außerdem geschmeidig und glänzend.

Don't

Chemiekeulen

Die psychische Belastung durch Haarausfall lässt schnell jedes Mittel recht werden, um die Mähne zu behalten. Erwiesen wirksame Präparate wie Finasterid für Männer und Minoxidil für Frauen können aber zum Teil verheerende Nebenwirkungen (wie irreversible Potenzstörungen) haben und wirken auch nur für die Dauer der Einnahme. Lassen Sie sich verschriebene Präparate genau von Ihrem Arzt erklären und fragen Sie nach Alternativen.

Panic!

Haarausfall, der auf Stress, hormonelle Umstellung (Absetzen der Pille, Schwangerschaft, Menopause) oder Fehlernährung zurückzuführen ist, ist grundsätzlich reversibel. Die Haarwurzeln können sich also wieder erholen. Sich von den Haaren in der Bürste stressen zu lassen, ist kontraproduktiv. Besser ärztlichen Rat einholen, nach der Ursache suchen und das Haar schonen!

Straffe Zöpfe

Wenn die Kopfhaut beim Lösen des Haargummis schmerzt und spannt, waren die Haare zu straff gebunden. Auf Dauer kann der permanente Zug dazu führen, dass vermehrt Haare im Stirnbereich ausfallen. Auch bei bereits bestehendem Haarausfall sollten straffe Zöpfe eher die Ausnahme sein – sie belasten Kopfhaut und Haarwurzeln noch zusätzlich.

Einseitige Ernährung

Die Ernährung allein ist weder Schuld an Haarausfall noch kann sie ihn stoppen. Eine eiweißund vitaminreiche Ernährung kann das Haar aber stärken und Alterungsprozesse verlangsamen. Wie die Haut ist auch das Haar von alterungsbedingtem Kollagenabbau und einer sinkenden Zellteilungsrate betroffen. Dunkle Beeren, Walnüsse oder Möhren sind reich an Vitamin C und Biotin und beugen der Alterung der Zellen vor.

Kann die richtige Pflege den Haarausfall stoppen?

Wenn vermehrt Haare ausfallen (mehr als 100 pro Tag), ist neben der Ursachenforschung vor allem wichtig, nicht noch zusätzlich zu strapazieren und das Haar mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, damit es auf dem Kopf bald wieder sprießt. Sobald die Haarmatrix (der in der Kopfhaut sitzende Versorgungsapparat) beschädigt ist oder die Produktion von neuen Haaren aus anderen Gründen eingestellt hat (bei fortgeschrittenem erblich bedingtem Haarausfall), können revitalisierende Maßnahmen nichts mehr ausrichten. Dann gilt: Prozess akzeptieren oder Haartransplantation.

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