VDÄPC Trendcheck Bodylifting nach starker Gewichtsabnahme – Hautüberschuss chirurgisch entfernen
Ernährungsumstellung und mehr Bewegung, Diäten und zunehmend die sogenannte Abnehmspritze: Viele übergewichtige Menschen entscheiden sich dafür, ihr Gewicht zu reduzieren. Mit dem Abnehmen allein ist es aber oft nicht getan. Überschüssige Hautlappen können zurückbleiben, weil das Gewebe aufgrund der starken Überdehnung an Elastizität eingebüßt hat.
Die „Ganzkörperstraffung“ – das meint „Bodylifting“ – ist daher eine häufige und medizinisch wichtige Folgebehandlung nach einer erfolgreichen Gewichtsreduktion. Dabei wird überschüssiges, erschlafftes Gewebe an mehreren Bereichen des Körpers gleichzeitig entfernt. Ziel der Behandlung ist eine schlanke und harmonisch gestraffte Körpersilhouette. Auch nach einer Schwangerschaft kann es sich anbieten.
Hautüberschuss: Medizinische und funktionelle Folgen
Ausgeprägte Hautüberschüsse können zu erheblichen funktionellen Beeinträchtigungen führen. Dazu zählen unter anderem wiederkehrende Entzündungen in Hautfalten, Schmerzen, Einschränkungen der Beweglichkeit sowie Probleme bei der Körperhygiene. Diese Beschwerden können den Alltag deutlich belasten und die erreichte gesundheitliche Verbesserung durch das Abnehmen relativieren.
„Ziel eines Bodyliftings ist es, funktionelle Einschränkungen zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. Es geht um Beweglichkeit, körperliches Wohlbefinden und Alltagstauglichkeit – nicht nur um reine Optik“, erläutert der VDÄPC-Präsident.
Neben den körperlichen Beschwerden spielt auch die psychische Belastung eine Rolle. Viele Betroffene berichten trotz des gesundheitlichen Erfolgs ihrer Gewichtsabnahme von einem anhaltenden Leidensdruck, wenn überschüssige Haut den Körper prägt und das Körpergefühl negativ beeinflusst.
Bodylift OP: Welche Bereiche können gestrafft werden?
Der Begriff „Bodylifting“ beschreibt keinen einzelnen Eingriff, sondern fasst verschiedene operative Straffungsmaßnahmen zusammen, die häufig mehrere Körperregionen betreffen.
Unteres Bodylift (Lower Bodylift): Bauch, Rücken, Gesäß und Beine
So werden beim unteren Bodylift bis zu sechs Zonen gestrafft: Bauch, Rücken, Flanken, Gesäß sowie Ober- und Unterschenkel. Bei dem Eingriff wird neben der Haut auch das muskuläre Bindegewebe gestrafft.
Oberes Bodylift (Upper Bodylift): Oberarme und Bruststraffung
Beim oberen Bodylift werden zwei Zonen gestrafft: Oberarme und Brust. Auch Hautüberschüsse im Bereich der Achselhöhle und an der seitlichen Brustwand können dabei reduziert werden. Häufig ist ein mehrstufiges Vorgehen sinnvoll, um die körperliche Belastung zu begrenzen und eine individuelle Planung zu ermöglichen.
Bodylifting Voraussetzungen: Wann ist die OP nach Gewichtsverlust sinnvoll?
Ein Bodylifting ist keine Methode zur Gewichtsreduktion und kann diese nicht ersetzen. Voraussetzung für einen solchen Eingriff ist in der Regel ein stabiles Körpergewicht über längere Zeit sowie ein guter allgemeiner Gesundheitszustand. Ebenso wichtig ist ein realistisches Verständnis der Möglichkeiten und Grenzen der Operationen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der körperlichen Belastung des Eingriffs ist ein zentrales Qualitätsmerkmal!
Warum Qualifikation und Patientensicherheit entscheidend sind
Angesichts der Komplexität des Bodyliftings kommt der Qualifikation des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin eine besondere Bedeutung zu. Der Facharzttitel für Plastische und Ästhetische Chirurgie steht für eine unverzichtbare strukturierte Weiterbildung und umfassende operative Erfahrung.
„Bodylifting kann einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität leisten. Voraussetzung ist jedoch, dass der Eingriff verantwortungsvoll geplant und fachärztlich durchgeführt wird. Patientensicherheit hat auch hier oberste Priorität“, so Schönborn.
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