Warum jede Nasenkorrektur individuell ist - mabelle
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Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an Kleopatra denken? Vielleicht sehen Sie automatisch die junge Elizabeth Taylor vor Ihrem geistigen Auge, die Hollywood als schöne ägyptische Herrscherin im Sturm eroberte? Vielleicht denken Sie auch an Kleopatras berühmten schwarzen Pagenschnitt? Klar ist: Mit Sicherheit denken Sie nicht an eine Frau mit einer Höckernase, wie antike Münzen die ägyptische Herrscherin authentisch zeigen.[1] Fest steht auch: Gerade in unserer heutigen Gesellschaft ist ein attraktives Äußeres unabdingbar. Vor allem eine kleine und schmale Nase gilt als Schönheitsideal schlechthin.[2] Es ist also nur verständlich, dass sich immer mehr Patienten zu einer Rhinoplastik (Nasenkorrektur) entschließen. Die Möglichkeiten der Plastischen Chirurgie sind heute besonders vielfältig, es kommen immer wieder neue Techniken auf. Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Gründer und ärztlicher Direktor von DiaMonD Aesthetics aus Düsseldorf, klärt über neuartige Varianten der Rhinoplastik auf und erläuert, weshalb modernste Techniken nicht gleich das Patentrezept für jede Nasenkorrektur sind.

Von Push-Down bis Let-Down: Warum Chirurgen Multitalente sein müssen

Die Rhinoplastik gehört zu den Disziplinen der Plastischen Chirurgie, welche immer wieder mit neuen Techniken aufwartet, um die bestmöglichen Ergebnisse erzielen zu können. Trugen Chirurgen in der Vergangenheit noch den zu modellierenden Nasenrücken gezielt ab, um ihn später wieder – je nach Wunschvorstellung des Patienten – aufwendig zu rekonstruieren, geht man heute schonender vor. Experten sprechen hier bspw. auch von der sogenannten Push-down-Methode. Anders als bei früheren Techniken erfolgt hier keine Öffnung und Rekonstruktion des Nasendaches. Vielmehr entfernt der Chirurg heute den überschüssigen Knorpel- und Knochenanteil von innen. Anschließend drückt er den Höcker und das Nasendach nach unten. Auf diese Weise verschwindet der Makel mit wenigen Handgriffen. Für stark ausgeprägte Nasenhöcker empfiehlt sich zudem die sogenannte Let-down-Methode. Bei dieser Technik wird der Höcker zunächst herabgelassen, um das Nasendach anschließend nach vorne zu kippen. Beide Techniken gelten generell, aufgrund der geschlossenen Operationsweise, als besonders sanft, da sowohl Gefäße als auch Nerven geschont werden. Dennoch weist Experte Dr. Dağdelen, der seit bereits zwei Jahren beide Techniken in seiner Praxis praktiziert, auch auf mögliche Risiken hin: „Nicht jede neue Methode ist automatisch die beste, welche sich gleichzeitig auch für jeden Patienten gleich gut eignet. Beide Techniken bergen das Risiko eines zu schmalen Naseninneren. Durch den reduzierten Raum kann es dann im Nachhinein zu Atemproblemen kommen.“ Laut Dr. Dağdelen sollten Patienten daher auf eine umfangreiche Erstuntersuchung durch einen erfahrenen Operateur achten: „Hat der behandelnde Chirurg überhaupt in meine Nase geschaut? Beherrscht er gleich mehrere Techniken? Jede Nase ist individuell und zuallererst muss eine Nase funktionieren. Erst danach folgt die Optik“, so der Spezialist.

Ohne Vollnarkose zur Traumnase dank Hyaluronsäure

Wer sich vor einem operativen Eingriff scheut, kann mittels einer gezielten Hyaluronunterspritzung ebenfalls die Optik der Nase korrigieren. Wie das funktioniert? Hyaluron gilt als körpereigene Substanz, die Wasser bindet, die Kollagenbildung fördert und letztlich ein Mehr an Volumen verleiht. Nicht nur Falten, sondern auch Unebenheiten an der Nase lassen sich so im Handumdrehen ausgleichen. Mithilfe einer feinen Nadel injiziert der Chirurg hierbei das Hyaluron direkt dort, wo sich unschöne Verformungen zeigen. Durch eine gezielte Unterspritzung lassen sich so Unebenheiten und Asymmetrien in wenigen Minuten aufheben. Oftmals sind hier ein bis zwei Sitzungen nötig, um optimale Ergebnisse zu erreichen. Je nach Aktivität des Stoffwechsels hält das Ergebnis bis zu acht Monate an.

Dann beginnt der Körper den Stoff abzubauen. „Achten Sie bei der Auswahl unbedingt auf Experten, da es im Fall von Komplikationen durchaus zu unschönen Narbenbildungen kommen kann“, warnt der Spezialist nachdrücklich. Was viele nämlich nicht wissen, ist, dass nicht nur jeder Mediziner in der Regel Patienten auf diese Weise behandeln darf, sondern auch Nicht-Mediziner solche komplikationsträchtigen Eingriffe anbieten. Wer sich aber vorher ausreichend über den Arzt informiert und auf zertifizierte Materialien, bspw. durch die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA, achtet, ist auf der sicheren Seite. Der Traum einer geraden Nase rückt dann in greifbare Nähe.

Gut zu wissen: Was ist vor und nach der Korrektur zu beachten?

Ganz gleich, ob Sie sich für einen operativen Eingriff entscheiden oder die Unterspritzung mit Hyaluron vorziehen, in jedem Fall sollten Sie laut Experte Dr. Dağdelen einige Aspekte unbedingt beachten: Hinsichtlich der Nasenkorrektur unter Vollnarkose rät der Experte zu einer umfangreichen Erstuntersuchung: „Hier sollten Patient und Arzt genau absprechen, wie eine Verbesserung erreicht werden kann.“ Ein weiterer wichtiger Faktor ist Geduld: Zwar sind die ersten Veränderungen gleich nach dem Eingriff sichtbar, dennoch können Verbände, Schwellungen und Hämatome das Endergebnis „verstecken“. Es braucht demnach etwas Zeit, bis alle Schwellungen abgeklungen sind und die Nase in ihrem Endzustand angelangt ist. Da es sich bei der Rhinoplastik mittels Push- oder Let-down-Technik um einen Eingriff handelt, der viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung des behandelnden Chirurgen benötigt, ist es zudem entscheidend, auf eine seriöse Klinik zu setzen, die mit Expertise glänzt und Nasenkorrekturen routinemäßig durchführt. Auch hinsichtlich der Hyaluronsäure ist es wichtig auf Zertifikate zu achten. Dr. Dağdelen fügt hinzu: „Ein seriöser Operateur achtet nicht nur auf die Qualität seiner Produkte, er arbeitet auch stets transparent und auf jeden Patienten individuell abgestimmt. Außerdem sollte neben jeder ästhetischen Beratung natürlich die Gesundheit und die Erhaltung aller Körperfunktionen immer im Vordergrund einer Beratung stehen.“

Dr. Murat Dağdelen ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Gründer sowie ärztlicher Direktor von DiaMonD Aesthetics

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Referenzen:
1. www.scinexx.de/news/geowissen/antike-muenze-widerlegt-cleopatras-schoenheit/
2. www.unibas.ch/de/Forschung/Uni-Nova/Uni-Nova-116/Uni-Nova-116-Attraktivitaet.html

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