Augenlaser Rund um die Augenlaserkorrektur

Expertengespräch mit Dr. Erik Wölfel zu den wichtigsten Fragen rund um Augenoperationen

myBody: Herr Dr. Wölfel, wenn es um die Wiederherstellung der Sehstärke mithilfe eines Lasers geht, klingt das erstmal beunruhigend. Aber ist der Eingriff mit einem Laserstrahl direkt am Auge wirklich gefährlich?

Dr. Wölfel: Tatsächlich sind die Risiken sehr gering. Immerhin haben wir seit mittlerweile 20 Jahren Erfahrung mit dem LASIK-Verfahren. Dementsprechend sind natürlich auch die Geräte technisch perfekt an refraktive Eingriffe angepasst und erfüllen höchste Sicherheitsstandards. Wenn dann ein kompetenter Facharzt mit diesen modernen Geräten arbeitet, muss sich der Patient keine Sorgen machen. Wer seine Fehlsichtigkeit operativ korrigieren lassen möchte, dem kann ich Lasereingriffe als Operationsmethode nur empfehlen.

Über Dr. med. Erik Wölfel

Dr. med. Erik Wölfel absolvierte sein Medizinstudium an der medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Während seiner anschließenden Ausbildung zum Facharzt arbeitete er in Augenarztpraxen in Herzogenaurach und Nürnberg sowie an der Augenklinik Dr. A. Klier in Regensburg. Nach seiner Promotion zum Dr. med., erhielt er 1999 seine Zulassung als Facharzt für Augenheilkunde und praktiziert von 1999 - 2012 in einer Gemeinschaftspraxis in Herzogenaurach. Seit 2002 ist er regelmäßig refraktiv-chirurgisch tätig und hat bereits über 15.000 Augenlaser-Behandlungen durchgeführt.

myBody: Gilt dies für alle Patienten oder würden Sie manchen Patienten von einer Operation abraten?

Dr. Wölfel: Prinzipiell gilt zunächst einmal, dass der Patient volljährig sein muss. Außerdem ist bei vorliegenden Augenerkrankungen von einem Lasereingriff abzuraten, also beispielsweise bei Grünem Star oder Keratokonus, einer fortschreitenden Ausdünnung und Verformung der Hornhaut. Ansonsten wäre noch anzumerken, dass die Sehstärke des Patienten seit mindestens einem Jahr stabil ist. Um diese Voraussetzungen festzustellen, geht dem Eingriff im Allgemeinen eine sorgfältige Untersuchung durch den Arzt voran. Dieser kann unter anderem feststellen, ob die Hornhaut ausreichend dick für eine Operation ist. Zum Ausmaß der Sehschwäche lässt sich sagen, dass Kurzsichtigkeit bei bis zu -10 Dioptrien behoben werden kann. Bei Weitsichtigkeit hilft die Augenlaserbehandlung bei bis zu +4 Dioptrien und bei Hornhautverkrümmungen macht eine Operation immerhin bis 6 Dioptrien Sinn.

myBody: Wie sieht es denn bei Altersweitsichtigkeit aus, kann diese auch mit einem Lasereingriff korrigiert werden?

Dr. Wölfel: Bei Altersweitsichtigkeit sieht es etwas anders aus. Hier empfiehlt sich die Implantation einer Kunstlinse.

myBody: Wie kann man sich so eine Implantation vorstellen?

Dr. Wölfel: Die Implantation einer Kunstlinse ist relativ unkompliziert und ein Routineeingriff von 10 Minuten. Mittlerweile zählt sie zu den häufigsten Operationen in Deutschland. Die ursprüngliche Linse wird durch einen kleinen Schnitt an der Hornhaut durch eine Multifokallinse ersetzt, die das scharfe Sehen auf unterschiedliche Entfernungen ermöglicht. Eine Lese- oder Gleitsichtbrille ist nicht mehr nötig. Es muss am Auge nichts mehr vernäht werden; die Einschnittstelle verheilt ganz von selbst. Der Eingriff läuft komplett ambulant ab und nach nur einer Woche kann schon das andere Auge operiert werden.

myBody: Welche Risiken birgt die Implantation einer Multifokallinse?

Dr. Wölfel: Wir haben mittlerweile so hohe Hygienestandards erreicht und die Geräte sind technisch so hoch entwickelt, dass Komplikationen extrem selten vorkommen. Nach der Operation ist weniger als jeder Tausendste der Patienten von Infektionen oder Erkrankungen der Hornhaut betroffen. Normalerweise können solche Beschwerden aber durch die richtige Nachsorge ausgeschlossen werden. Jeder seriöse Arzt führt regelmäßige Nachuntersuchungen durch, um eventuelle Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

myBody: Lässt man sich die Augen lasern, ist es immer noch so, dass die Krankenkasse keine Kosten übernimmt. Woran liegt das?

Dr. Wölfel: Das Augenlasern wird nicht als medizinisch notwendig erachtet und steht deshalb nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Genauso wie man für eine Brille oder Kontaktlinsen selber finanziell aufkommen muss, gilt dies auch für die Laserkorrektur der Augen. Anders sieht dies bei privaten Krankenkassen aus. Hier werden die Kosten teilweise oder sogar komplett übernommen. Deswegen sollten sich privat versicherte Patienten vor einer Operation unbedingt bei ihrer Krankenkasse informieren.

myBody: In letzter Zeit hört man immer mehr von günstigeren Angeboten von Kliniken im Ausland. Lohnt es sich, über diese Alternative nachzudenken?

Dr. Wölfel: Für Patienten, die die Kosten selber tragen müssen, klingen solche Angebote verständlicherweise erstmal verlockend. Es ist aber unerlässlich, sich vorher ausreichend zu informieren. Können diese Kliniken mit den hiesigen Hygienestandards und Geräten mithalten? Wie sieht es mit der Beratung aus? Findet eine ausreichende Voruntersuchung statt? Wird der Patient von dem Arzt auf Deutsch über den Eingriff und die Untersuchung informiert? All diese Faktoren beeinflussen das Gelingen der Operation und gewährleisten die Gesundheit des Patienten. Und auch wenn eine Klinik im Ausland alle Voraussetzungen erfüllt, muss man im Hinterkopf behalten, dass eine professionelle Nachsorge nicht wie üblich stattfinden kann, da der Arzt so weit entfernt ist. Die Behandlungskosten mögen vielleicht geringer sein, aber man darf Anreise- und Übernachtungskosten, sowie mögliche Risiken nicht vergessen. Letztendlich sollte sich jeder Patient für die Entscheidung ausreichend Zeit lassen und wirklich alle Faktoren gegeneinander abwägen.

myBody: Herr Dr. Wölfel, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview.

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