Bruststraffung Bruststraffung mit innerem BH

Dr. Jan Dirk Wolff - Interview zur Brusstraffung

Langfristig stabile Brustform ohne erneutes „Durchsacken“

myBody: Sehr geehrter Dr. Wolff, bevor wir die Bruststraffung erörtern, erklären Sie unseren Leserinnen doch kurz, warum eine Brust im Alter ihre Elastizität verliert.

Dr. Wolff: Das mache ich gerne. Wie wir wissen, ist alles an unserem Körper der Schwerkraft ausgesetzt, und somit auch die Brust. Im Laufe des Lebens entwickelt jede Brust eine mehr oder weniger ausgeprägte Unterschwere. Zu Beginn des Brustwachstums und in der Jugend ist das Volumen etwa gleichmäßig zwischen der oberen und unteren Hälfte der Brust verteilt. Mit der Zeit verschiebt sich das Verhältnis zugunsten der unteren beiden Quadranten. Die Brust bekommt eine „Unterschwere“, in der Fachsprache „Ptose“ genannt. Je ausgeprägter die Ptose wird, desto tiefer am Körper liegt dann die Brustwarze. Eine Unterschwere ist ein normaler Zustand und zunächst einmal nichts ästhetisch Störendes. 

Über Dr. Jan Dirk Wolff

Dr. med. Jan Dirk Wolff, der mehrere Jahre als Oberarzt an der Fachklinik Hornheide in Münster tätig war, ist seit 2010 ärztlicher Leiter an der Medical Harmonie im nordrhein-westfälischen Werl. Dr. Wolff nimmt rund 300 Eingriffe im Jahr vor und hat sich neben der Gesichts- vor allem auf die Brustchirurgie fokussiert. Bei der Bruststraffung und Brustverkleinerung ist er vor allem von der Methode des sogenannten inneren BHs überzeugt.

myBody: Ab wann wird eine Brust als ästhetisch unschön, als „hängend“ empfunden?

Dr. Wolff: In der Regel erst dann, wenn die Brustwarze unterhalb der Höhe der Unterbrustfalte zu liegen beginnt und die Auflagefläche auf dem Oberbauch zunimmt. Die Brustwarze ist dann im Verhältnis zur Unterbrustfalte zu weit unten am Körper. Ab diesem Punkt wird das Gesamtbild häufig als unharmonisch empfunden.

myBody: In welchem Alter fängt die Brust an abzusinken?

Dr. Wolff: Das kann sehr unterschiedlich sein. Je mehr Volumen und Gewicht die Brust hat, desto mehr kann die Schwerkraft wirken. Bei sehr ausgeprägtem Brustwachstum kann die Brust schon im jungen Erwachsenenalter Beschwerden machen, nicht nur durch das Gewicht, sondern auch durch die Form. Bei Gewichtsschwankungen, starkem Gewichtsverlust oder Schwangerschaften können sich Brustformen ebenfalls verändern.

myBody: Wenn sich eine Frau mit ihrer Brust nicht mehr wohl fühlt, empfehlen Sie eine Behandlung mit dem „inneren BH“ - was bedeutet das?

Dr. Wolff: Bei einer Bruststraffung wird, lapidar gesagt, die Brustwarze wieder nach oben „gehoben“ und überschüssige Haut gestrafft. Damit das daraus resultierende Ergebnis möglichst dauerhaft ist, empfiehlt sich meines Erachtens die Technik des „inneren BHs“. Denn dabei wird das Gewebe nicht ausschließlich über die Hautspannung nach oben geschoben - denn die Haut wird im Laufe der Zeit erneut der Schwerkraft nachgeben - sondern es wird aus den unteren Brustanteilen an der Brustwand nach oben verlagert, wie ein körpereigenes Implantat. Die untere Hautschicht der überschüssigen Haut wird nicht entfernt, sondern als „innerer BH“ verwendet. Davon spürt und sieht man nichts. Doch dieses Volumen lastet dann nicht auf der Haut, sondern trägt sich selbst.

myBody: Bei dieser Behandlungsmethode kann also nicht nur die Form, sondern auch das Volumen der Brust verändert werden?

Dr. Wolff: Durchaus. Die Brust kann durch die eben beschriebene Modellierung oder gezielte Gewebeentnahme wider schöner proportioniert werden. Besteht der Wunsch nach weitaus mehr Volumen als zuvor, kann eine Straffung mit einem Implantateinsatz kombiniert werden.

myBody: Bei der Bruststraffung wird vor allem über die Brustwarze operiert…

Dr. Wolff: So ist es. Die Brustwarze wird nach heutigen Standards an den Versorgungsleitungen verschoben und nicht mehr ganz herausgeschnitten. Falls es zu Empfindungsstörungen kommt, sind diese in der Regel daher nur vorübergehend. 

myBody: Wie groß ist die anschließende Narbe?

Dr. Wolff: Besondere Nahttechniken leiten die Spannung von den Wundrändern in die Unterhaut ab. Dadurch reift die Narbe besser als unter starker Spannung. Moderne selbstauflösende Fäden können versteckt genäht werden. Die auffällige „Stickleiter“-Narbe gehört somit längst der Vergangenheit an.

myBody: Worauf muss man nach dem Eingriff achten?

Dr. Wolff: Da eine körperliche Schonung in den ersten zwei Wochen sehr wichtig ist, sollte man sich nach der OP Urlaub nehmen können. Danach sind die allermeisten beruflichen Tätigkeiten wieder möglich. Bei starker Beanspruchung durch Tragen und Heben kann eine dritte Woche sinnvoll sein. Auf sportliche Aktivitäten sollte sechs Wochen verzichtet werden.

myBody: Dr. Wolff, wir bedanken uns für dieses aufschlussreiche Gespräch.

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