Erfahrungsbericht: Lipödem Stadium 2
Lea über ihre Lipödembehandlung an Armen und Beinen
Seit ihrer Jugend hat Lea mit Fettansammlungen an den Armen und Beinen zu kämpfen, die sie trotz Sport und Diäten nicht in den Griff bekommt. Mit Mitte 20 erfährt sie den Grund hierfür: Bei ihr wird die Fettverteilungsstörung Lipödem im zweiten Stadium diagnostiziert. Uns berichtet sie von ihren Eingriffen und davon, wie es ihr heute geht.
Mein Lipödem: Wie hat es sich bemerkbar gemacht?
Bereits im frühen Teenie-Alter hat man mir meine breiten Hüften und Beine deutlich angesehen. Ich habe mich damals oft mit meinen Freundinnen verglichen, die zu diesem Zeitpunkt einfach schlank und in meinen Augen "normal" aussahen. Der ein oder andere böse Spruch blieb natürlich auch nicht aus. Als ich ca. 18 Jahre alt war, fiel mir auf, dass ich selbst mit harten Diäten und 5-mal die Woche Sport (Fitnessstudio, Reiten, Wandern, Schwimmen, etc.) meine unterschiedlichen Proportionen nicht in den Griff bekam. Selbst wenn ich abnahm, zeigte es sich lediglich am Bauch und an den Brüsten, nie an Armen, Po oder Beinen. Dass ich unter der Krankheit Lipödem leide, wurde schließlich im April 2023 diagnostiziert.
Deshalb habe ich mich für eine Lipödem-Behandlung entschieden
Für mich war klar, ich komme ohne OP nicht weiter. Kompressionshosen und Lymphdrainage helfen zwar dabei, den Schmerz einzudämmen, aber verhindern nicht das Voranschreiten der Erkrankung. Da auch Sport und Ernährung bei mir nicht zu einer deutlichen Verbesserung geführt haben, fiel die Entscheidung dementsprechend leicht für die operative Entfernung des chronisch erkrankten Fettgewebes.
Meine Familie und mein Umfeld haben die Situation und den Ernst dahinter ausnahmslos sofort verstanden und mich auf meinem Weg sehr unterstützt, wofür ich ihnen unheimlich dankbar bin. Es gibt viele Menschen, die die Krankheit nicht in diesem Maß verstehen und anerkennen, was es den Betroffenen noch zusätzlich erschwert.
So lief die Arztsuche ab
Ich habe umfangreich im Internet recherchiert und mich mit den möglichen Verfahren und Kliniken auseinandergesetzt. Schnell war klar, dass es ein Arzt aus München werden sollte, um die Nachsorge so unkompliziert wie möglich zu gestalten. Einen Erstberatungstermin machte ich im THERESIUM und einer weiteren führenden Klinik in München aus. Nach den beiden Erstgesprächen war sehr schnell klar, dass die Entscheidung auf das THERESIUM fällt.
Lipödem-Behandlung: Das Beratungsgespräch
Der Termin für das Erstgespräch war sehr schnell ausgemacht und mit unheimlich kurzer Wartezeit (2 Tagen) verbunden. Am Tag des Termins wurde ich sehr freundlich in der Praxis empfangen. Dr. Uludag erfragte meine Symptome, nahm sich Zeit, um meine Beine und Arme gründlich zu untersuchen und erklärte mir im Anschluss, welche OP-Verfahren für mich in Frage kämen. Er wies ebenfalls darauf hin, dass bei meinem Stadium (II) das Ergebnis nicht wunderschön werden würde und erklärte realistisch, weshalb dies der Fall sein würde: Weil es sich bei einem Lipödem um sehr viel Fettgewebe handelt, das entfernt werden muss, bleibt Haut zurück, die nicht mehr so straff wird wie vorher.
Da ich diese Info bereits am Anfang von ihm erhielt, konnte ich mich gut damit abfinden und wusste, was mich erwarten würde. Daraufhin zeigte er mir OP-Ergebnisse von anderen behandelten Patientinnen, um mir ein grobes Bild der Möglichkeiten zu vermitteln. Eine ungefähre Einschätzung zum Preis erhielt ich auch bereits an diesem Tag und kurz darauf auch ein genaues Angebot per E-Mail. Am Ende unseres Gesprächs bat Dr. Uludag mich, noch eine Zweitmeinung einzuholen und mir genügend Bedenkzeit zu nehmen. Diese OP ist kein kleiner Eingriff und im THERESIUM wird klar darauf hingewiesen, dass man diese Entscheidung nicht unüberlegt treffen und sich hundert Prozent sicher sein sollte.
Lipödem Stadium 2: Vorher und Nachher im Vergleich
Ablauf der Lipödem-Behandlung mit der PAL-Technik
Für den Eingriff benötigte ich vorab ein kleines Blutbild, ein EGK sowie eine OP-Fähigkeitsbescheinigung von meinem Hausarzt. Ungefähr eine Woche vor OP-Termin führte ich ein Anästhesie-Aufklärungsgespräch mit der Klinik. Am OP-Tag musste ich morgens früh in der IATROS Klinik in München erscheinen. Nachdem ich aufgenommen wurde, ging ich in mein Zimmer und wählte das Abendessen für denselben Tag aus. Danach ging alles relativ schnell, ich zog mich um und wurde in den Vorraum vom OP-Bereich gebracht. Dort wurde mir eine Kanüle gesetzt (in meinen Augen der schlimmste Teil dieses Tages) und ein paar Medikamente für die OP verabreicht. Gefühlt eine halbe bis Dreiviertelstunde später ging ich in den OP, wurde verkabelt und schlief kurz darauf auch schon ein.
Die erste OP dauerte ca. 3,5 Stunden und die zweite 4,5 Stunden (da hier die Arme mitgemacht wurden). Nach dem Eingriff ging es für mich noch ein paar Stunden in den Aufwachraum und im Anschluss wartete schon meine Schwester und mein Partner in meinem Zimmer auf mich. Nach dem Aufwachen ging es mir gut, ich hatte Glück, da die Narkose keine Nebenwirkungen bei mir ausgelöst hatte. Ich musste in der Zeit nach der OP darauf achten, viel zu trinken, die Schmerzen hielten sich in Grenzen. Dr. Uludag kam nochmal bei mir auf eine Kontrollvisite vorbei und erklärte mir, dass alles gut gelaufen sei. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt, sowohl in Bezug auf Dr. Uludag, als auch in der Klinik an sich.
So ging es mir nach der OP
Nach der OP hieß es für mich erstmal, viel zu Liegen und zu Laufen und Sitzen und Stehen möglichst zu vermeiden. Die Schwellung erreichte ca. 10-14 Tage nach dem Eingriff ihren Höchstpunkt und ich hatte den Eindruck, der Körper hätte sich im Vergleich zu vorher kein bisschen verändert (abgesehen von mehr blauen Flecken und fiesen Schmerzen). Die ersten Tage waren relativ schmerzhaft, wobei ich nach ungefähr einer Woche keine Schmerzmittel mehr nehmen musste. Nach ungefähr drei Wochen habe ich wieder begonnen zu arbeiten, allerdings geht das bei vielen bereits auch schon nach zwei Wochen. Das ist eine subjektive Empfindung und muss von jedem selbst entschieden werden.
Mein Fazit: So ist das Ergebnis
Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Der Weg war hart, aber es hat sich zu hundert Prozent für mich gelohnt. Seither hat sich für mich einiges verändert. Ich habe in einen neuen Job gestartet, mein Selbstbewusstsein hat einen großen Schubs bekommen und ich bin im Alltag deutlich "leichter" unterwegs. Es war für mich auf jeden Fall die richtige Entscheidung und ich würde mich immer wieder so entscheiden!
Allen Frauen, die ebenfalls eine Lipödem-Behandlung in Erwägung ziehen, würde ich folgendes raten: Investiert genug Zeit um Erfahrungsberichte zu lesen und tauscht euch mit anderen Betroffenen aus. Schaut euch die Ergebnisse an und gebt gut Acht, denn auch Ärzte, die nicht auf diesen Bereich spezialisiert sind, führen solche OPs durch. Es ist wichtig, dass ihr euch sicher seid und ihr dem Arzt voll und ganz vertraut. Holt euch lieber eine zusätzliche Meinung zu viel als zu wenig ein und spart nicht an der falschen Stelle. Wir geben oft so viel Geld für unnötige Dinge aus, da sollte man seinen Körper doch auch mal an erste Stelle setzen!
Tip Dr. Yigitcan Uludag ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit der Zusatzbezeichnung Handchirurgie und ist Teil des Teams des Theresium │Dr. Klöppel München. Seine Fachbereiche sind das Body Contouring, die Körperstraffung, die Brustchirurgie, die Lipödemchirurgie sowie die weibliche Intimchirurgie
Kontakt aufnehmenWeiterer Erfahrungsberichte zur Lipödem-Behandlung
Das könnte Sie auch interessieren
Mit dem myBody® Qualitätssiegel bieten wir Ihnen Sicherheit bei der Arzt- und Klinikwahl – durch objektive und geprüfte Qualitätskriterien. Träger des myBody® Qualitätssiegels zeichnen sich durch einen nachweislich hohen Qualitätsanspruch aus.
Mehr zum myBody® Qualitätssiegel
Zertifizierte Ärzte und Kliniken