Geheimnis Schönheits-OP: Warum Beauty-Doc Besuch verschweigen? - mabelle
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"Jeder hat ein Recht auf Schönheit."

Ivo Pitanguy 1926-2016 - Pionier der Plastischen Chirurgie und brasilianischer Nationalheld

Geburtsstunde der Schönheit 

Schönheit ist eine der wirkungsmächtigsten Kräfte der Weltgeschichte. Kein Wunder, dass schon die Philosophen der Antike das Schöne für das Abbild alles Göttlichen hielten. „Das Gute, das Wahre, das Schöne“ – für die Antike waren das untrennbare Größen. Doch was ist schön? Ist es die Büste der Nofretete? Tatsächlich sind die Gesichtszüge der ägyptischen Prinzessin bis heute ein ästhetisches Ideal, dem selbst moderne Schönheitschirurgen nacheifern. Mit dem berühmtesten Ölgemälde der Welt versuchte auch Leonardo da Vinci im 16. Jahrhundert, das tiefe Geheimnis der Schönheit zu ergründen – und fand die Antwort im Lächeln seiner Mona Lisa. Hat Da Vinci das Rätsel um die Schönheit damit gelöst? Liegt die Antwort in der Vielfalt der Natur? Oder ist sie das Ergebnis eines kompetenten Plastischen Chirurgen?

USA und Brasilien

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und dort, wo ganzjährig der Strand der Taktgeber ist, werden weltweit die meisten Schönheitsoperationen durchgeführt. Im Jahr 2017 erfolgten weltweit rund 23,4 Millionen Schönheitseingriffe (ISAPS 2017). Knapp ein Drittel davon alleine in den USA und Brasilien. Anders als in Deutschland gelten Schönheitsbehandlungen in Brasilien und den USA als geeignetes Thema für Smalltalk. Auch gelten in diesen Ländern Schönheits-OPs als Statussymbol, das zeigt, dass man es sich leisten kann, viel Geld für seinen Körper auszugeben. Vielleicht wird man also irgendwann den Kontostand am Gesicht erkennen können!?

„Ich bin zufrieden, so wie ich bin!“ Ernsthaft?

„Wer sich operieren lässt, muss Komplexe haben!“, „Menschen mit Schönheits-OPs sind oberflächlich!“ und „Botox ist der krampfhafte Versuch, jung zu bleiben!“ Solchen oder so ähnlichen Vorurteilen müssen sich viele Menschen stellen, die sich einem Schönheitseingriff unterzogen haben. Wieso ist Eitelkeit so negativ behaftet? Niemand käme auf die Idee, eine Frau zu verurteilen, die sich gesund ernährt und regelmäßig Sport treibt, um ihren Körper fit zu halten. Im Gegenteil, diese Frau wird bewundert, weil sie etwas für ihren Körper und ihr Wohlbefinden tut. Es gibt also eine Doppelmoral im Umgang mit Schönheitsoperationen: Jeder will sie, aber keiner gibt es zu. Betrachtet man die Motivation zu einem Schönheitseingriff, fällt auf, dass sich die meisten Patienten dadurch eine Stärkung des Selbstbewusstseins erhoffen. Der Wunsch nach mehr Anerkennung, Bewunderung oder Erfolg gehört für die meisten nicht zu den vorrangigen Motiven. In einer Patientenbefragung der DGÄPC aus dem Jahr 2016 gab fast jeder vierte männliche Patient (24 %) an, einen vorgenommenen Eingriff ganz für sich zu behalten, wohingegen nur 11,6 Prozent der weiblichen Patienten angaben, mit niemandem über die OP oder die Behandlung reden zu wollen. Übrigens sind für Frauen und Männer Familienangehörige wichtige Ansprechpartner, wenn sie sich über ästhetische Behandlungen austauschen möchten. An zweiter Stelle folgt der Lebenspartner und an dritter Stelle stehen Freunde. Schönheitsoperationen möchten in Europa also diskret im Hintergrund abgewickelt werden, und wenn alles verheilt ist, zeigt man sich wieder in der Öffentlichkeit.

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