Erfahrungsbericht Haartransplantation mit FUT-Methode - mabelle
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Matthias im Interview über seine Haaartransplantation bei KÖ-HAIR

Der Weg zur Haartransplantation

Eine OP ist ein schwerwiegender Eingriff. Viele fürchten sich davor und würden sich nur im äußersten Notfall dafür entscheiden. Freiwillig einen Schnitt in der Kopfhaut vornehmen lassen? Das klingt erstmal sehr abwegig. Und trotzdem wählen Tausende Männer diesen Weg, um wieder volleres Haar zu haben. Wir haben mit jemandem gesprochen, der sich schon zu diesem Schritt entschieden hat.

Erzähl doch bitte kurz was zu dir und dem Verlauf deines Haarausfalls: Wann hat er begonnen? Gab es bereits Fälle in der Familie?

Mein Name ist Matthias, ich bin 26 Jahre alt und lebe in der Nähe von Düsseldorf. In den vergangenen Jahren hat mich mein lichter werdendes Haar zunehmend gestört. Es war weniger etwas, auf das mich andere angesprochen haben, dennoch fühlte ich mich zunehmend unwohler. Wie so häufig, war der Haarverlust auch bei mir erblich bedingt, auch mein Vater hat längst nicht mehr das vollste Haupthaar. Der Haaransatz ist infolge des Älterwerdens ganz langsam nach hinten gewichen und meine Geheimratsecken kamen dadurch noch mehr zur Geltung, weswegen ich mich entschlossen habe, etwas dagegen zu unternehmen.

Wie lange hast du mit der Entscheidung, eine Haartransplantation machen zu lassen, gehadert und was hat dich schließlich überzeugt?

Vom Erkennen des Problems bis hin zu meiner Entscheidung für die Haartransplantation sind bei mir schätzungsweise zweieinhalb Jahre vergangen. Auch wenn mir relativ schnell klar wurde, dass ich dagegen etwas unternehmen möchte, wusste ich lange nicht, welche Methode ich versuchen möchte. Die Werbung ist schließlich voll von Präparaten und Nahrungsergänzungsmitteln, die einem als Heilmittel versprochen werden. Ich habe dann relativ lange recherchiert und mit verschiedensten Fachleuten gesprochen. Irgendwann kristallisierte sich heraus, dass ich mich für die einzig wirklich wirksame Methode entscheiden würde: eine Haartransplantation. Schlussendlich war ausschlaggebend für mich, welche hervorragenden Vorher- Nachher-Ergebnisse bei anderen Männern erzielt wurden, und es fühlte sich einfach richtig an, diesen zugegebenermaßen krassen Schritt zu gehen. Gemäß dem Motto „Wer schön sein will, muss (manchmal) leiden“, war ich fest entschlossen, mich genauer mit dem Thema auseinanderzusetzen und habe mich sehr intensiv mit verschiedenen Kliniken, Ärzten und Anbietern im In- und Ausland beschäftigt.

Wie bist du bei der Suche nach einer geeigneten Klinik vorgegangen?

Da ich wusste, dass die Behandlungen im Ausland mitunter deutlich günstiger sind als in Deutschland, habe ich erstmal geschaut, ob das für mich eine Option ist. Relativ schnell war aber klar: Die Vorteile, die ich bei einer Haartransplantation in Deutschland habe, sind den Aufpreis in jedem Fall wert. Ansprechpartner, Nachsorge und Kontrolltermine – alles Dinge, die für eine Praxis in 2.500 Kilometer Entfernung kaum auf hohem Niveau darstellbar sind. Und auch wenn es ganz hervorragende Haarchirurgen im osteuropäischen Ausland gibt, der Anteil an weniger guten Ergebnissen ist dort auch zweifelsfrei höher. Ich glaube immer noch, dass Qualität auch seinen Preis hat. In Deutschland habe ich mich dann bei vier Ärzten oder Kliniken vorgestellt, mir war es wichtig einen persönlichen Eindruck zu bekommen. Aus meiner Erfahrung kann ich jedem nur raten, die anonym geteilten Informationen und Foren oder Bewertungsplattformen mit Vorsicht zu genießen. Leider werden dort, aus welchen Gründen auch immer, viele Unwahrheiten geteilt. Wenn schon Internet-Infos, dann von unabhängigen Informationsportalen, wo es mehr um die allgemeinen Informationen geht. Das beste Gefühl hatte ich dann bei KÖ-HAIR, immerhin Teil der mir zu dem Zeitpunkt bekannten KÖ-KLINIK. Die Entscheidung ist mir am Ende glücklicherweise sehr leichtgefallen.

„Ich finde es fair, wenn Ärzte einem auch die Grenzen aufzeigen und die Erwartungshaltung des Patienten respektieren.“

Matthias, 28 über die Suche nach der richtigen Klinik für seine Haartransplantation

Matthias vor der Haartransplantation
Vorher: Tiefe Geheimratsecken und deutlich lichtes Haar im Frontbereich
Matthias nach der Haartransplantation
Nachher: Die Geheimratsecken sind aufgefüllt, das Haar ist insgesamt verdichtet und die Haarlinie wirkt natürlich

Haartransplantation mit der FUT-Methode

Klinik: KÖ-HAIR in Düsseldorf
Stadium des Haarausfalls: Norwood Typ 3
Methode: FUT (Follicular Unit Transplantation)
Kosten: 6.000 €
Anzahl der verpflanzten Grafts: 2.500 Grafts

Welche Faktoren waren dir bei dieser Entscheidung besonders wichtig?

Hauptsächlich der Eindruck, den ich in den Gesprächen im Vorfeld gewinnen konnte. Bei KÖ-HAIR fühlte ich mit mit meinem Problem sofort ernst genommen. Das natürliche Ergebnis war mir im Vorfeld sehr wichtig. Ich wollte vermeiden, dass durch eine unnatürliche Haarlinie , die Haartransplantation sofort erkennbar ist. Nicht zuletzt deshalb habe ich das Thema ausführlich mit meinem Berater besprochen. Auch die fachlich realistische Einschätzung gab mir ein sehr gutes Gefühl. Der ein oder andere Arzt in anderen Kliniken hat mir gesagt, er könne problemlos alle Stellen auffüllen. Ein Versprechen, das mir aufgrund meiner „dünnen“ Haarsituation etwas übertrieben erschien. Ich finde es fair, wenn Ärzte einem auch die Grenzen aufzeigen, die Erwartungshaltung des Patienten respektieren. Letztlich hatte ich einfach ein sehr positives Gefühl bei KÖ-HAIR, bei aller Rationalität entscheidet man am Ende doch eben häufig aus dem Bauch heraus.

Von der Kontaktaufnahme über das Vorgespräch bis zur OP: Wie lief das ab und was hat dir Sorgen gemacht?

Ich habe die Klinik über die eigene Website kontaktiert. Mittlerweile werden dort auch informative Tools wie ein Haarrechner angeboten. Nach einem anschließenden Telefonat mit einem Haarberater wurde ich zu einer Beratung nach Düsseldorf eingeladen. In meinem ersten Beratungsgespräch konnte ich in Ruhe alle meine Fragen stellen. Die hatte ich mir im Vorfeld notiert, um mich bei meinem Besuch möglichst umfassend zu informieren. Direkt nach dem Gespräch hatte ich mir noch etwas Bedenkzeit erbeten, da ich nochmal in mich gehen wollte. „Immerhin reden wir hier von einer Haartransplantation“, dachte ich mir. Je länger ich reflektiert habe und je näher ich meiner Entscheidung kam, desto mehr zusätzliche Fragen kamen mir in den Sinn. Ich habe meinen Berater angerufen und wurde nochmal zu einer Beratung eingeladen. Schlussendlich wurden alle offenen Punkte in einem recht langen Gespräch geklärt und ich habe mich mit meiner Entscheidung rundum wohlgefühlt. Bis heute war die Entscheidung für die Haartransplantation eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Stichwort Nachsorge: Ist alles gut verheilt und hast du Tipps für einen optimalen Heilungsverlauf?

In den ersten zwei Nächten nach dem Eingriff war es natürlich nicht so ganz einfach, entspannt zu schlafen. Auf diese Einschränkung hatte man mich im Vorfeld natürlich auch hingewiesen, aber am Ende empfand ich es doch als schwieriger als befürchtet. Aber die Strapazen haben sich gelohnt: Das Ergebnis ist top und die Narbe, die durch meine FUT am Hinterkopf geblieben ist, konnte sehr gut verheilen. Heute ist sie kaum noch wahrzunehmen. Ich würde jedem den Tipp geben, sich möglichst gut zu schonen. Wenn man möchte, kann man sich ein spezielles Nackenkissen zulegen, das ermöglicht einem eine zumindest leicht entspannte Haltung. Ich habe so etwas bei meiner OP dazu bekommen, man kann sich solche Kissen aber auch ganz einfach im Internet bestellen. Auf Empfehlung meines Arztes habe ich dann noch Nahrungsergänzungsmittel zu mir genommen, die meine Haare und Haarwurzeln stärken sollen. Inwieweit ich da einen besseren Effekt erzielt habe als ohne die Einnahme, lässt sich schwer sagen. Ich denke aber schon, dass es sich lohnt, die neuen Haare in der Anfangszeit auch durch das Supplementieren mit entsprechenden Vitaminen und Antioxidantien im Wachstum zu unterstützen. Ansonsten kann ich aber nur zu Geduld raten.

Wie hat dein Umfeld reagiert?

Meine Familie hat mich von vornherein ermutigt. Schlichtweg, weil man mir angemerkt hat, dass ich mit der Haarsituation unzufrieden bin. Im Bekanntenkreis habe ich es nur meinen engsten Freunden erzählt, die von dem Ergebnis wirklich verblüfft waren. Es ist natürlich ein tolles Gefühl, wenn auch andere die „Verbesserung“ sehen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich mich unmittelbar nach der OP etwas zurückgezogen habe, immerhin waren die Spuren der OP auf meiner Stirn schon sehr prominent zu sehen. Irgendwann bin ich dann mit einer Basecap unterwegs gewesen, ehe ich nach einigen Monaten wieder mit vollem Haupthaar ausgehen konnte. Ich habe bisher nur positives Feedback erhalten. Auch zur Natürlichkeit der neuen Haarlinie. Menschen die mich länger nicht zu Gesicht bekommen haben, merken kaum, dass mein Haar deutlich voller ist. Der natürliche Look war mir schließlich mit am wichtigsten, weswegen ich heute rundum zufrieden bin.

Würdest du im Nachhinein irgendetwas anders machen?

Schwer zu sagen, am Anfang hat mich das Spannungsfühl und die Schwellung am Kopf ein wenig irritiert. Ehrlicherweise muss man sagen, dass es schon sehr geschmerzt hat. Vielleicht würde ich mich intensiver mit der Alternativmethode befassen, wenn dafür die Schmerzen nach der Behandlung geringer sind. Aber das ist natürlich alles spekulativ. Das Ergebnis steht bei uns Patienten ja immer im Fokus. Und wenn die etwas „schmerzhaftere“ Methode zu einem schöneren Endresultat führt, dann muss man da eben durch. Im Nachhinein bereue ich eigentlich nur, dass ich mich nicht schon viel eher zu diesem Schritt entschlossen habe.

 

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