Marc Barthel : Erfahrungsbericht zur Haartransplantation - mabelle
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Schauspieler Marc Barthel über seine Haartransplantation

Im Kampf gegen die drohende Glatze unterzog sich der in Berlin lebende Sänger, Schauspieler und Moderator Marc Barthel einer Haartransplantation. Das Ergebnis: Sie wachsen wieder!

Über Marc Barthel

Der Schauspieler, Sänger und Moderator, bekannt aus Soaps wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Verbotene Liebe“ dreht aktuell in Hamburg für die ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“. Die Haartransplantation hat er bei Hairmedic in Dortmund durchführen lassen. Seine Erfahrung dazu teillt er in zahlreichen Videos auf youtube. Mehr unter www.marcbarthel.net

Marc Barthel nach seiner Haartransplantation

Bei mir ist der Haarausfall erblich bedingt. Ich konnte den ganzen Prozess lichter werdender Haare bereits bei meinem Vater beobachten. Und jetzt sind die Geheimratsecken auch bei mir da. Ich hatte schon immer längere Haare, ob das jetzt in der Schulzeit oder in der Jugend war - ich habe mir immer viel aus meinen Haaren gemacht und viel Zeit in das Styling investiert. Und plötzlich musste ich feststellen, dass ich Haare verliere und Geheimratsecken sichtbar werden. Das war schon ein sehr komisches Gefühl.

Der Schritt zur Haartransplantation kam nicht von heute auf morgen. Im Vorfeld habe ich lange darüber nachgedacht. Anfangs war ich total planlos. Ich wusste weder was eine Haartransplantation kosten, geschweige denn, wo ich sowas machen lassen könnte. Ich habe zunächst im Internet recherchiert, Informationen gesammelt und schließlich auch jemanden gefragt, der bereits eine Haartransplantation hinter sich hatte und schon nach 3 Monaten super zufrieden war – mit der Klinik und dem Ergebnis.

Trotzdem war ich ziemlich beunruhigt, weil ich einfach nicht wusste, was da auf mich zukommen könnte. Ich habe dann einen Beratungstermin bei Hairmedic in Dortmund vereinbart und wurde aufgeklärt. Für mich klang das alles sehr plausibel. Ich habe dann relativ schnell den Entschluss gefasst, und dachte mir, warum warten, du bist jung, du lebst jetzt, also habe ich direkt einen Termin gemacht. Ich glaube, das war der bisher beste Schritt meines Lebens.

Marc Barthel 1 Woche nach der Behandlung

 

Vorbereitung & Behandlung

Am 31. August 2015 war dann der große Tag. Früh morgens ging es für mich von Berlin nach Dortmund in die Klinik. Ich wurde ganz freundlich empfangen. Das Team war sehr nett und es herrschte keinerlei Klinik-Atmosphäre. Ganz im Gegenteil. Es ging alles sehr familiär zu. Zunächst gab es ein kurzes Kennenlernen mit allen Beteiligten. Danach folgte noch ein Aufklärungsgespräch mit dem behandelnden Arzt. Hier wurde mir nochmals der Ablauf erklärt und was ich nach der Behandlung zu beachten habe.

Ich wurde in einen Raum gebracht, wo mir erstmal die Haare abrasiert und Bilder für den Vorher-Nachher-Vergleich gemacht wurden. Nachdem der Kopf nahezu kahl war, wurde der Spenderbereich eingezeichnet. Das heißt sowohl die Entnahmestelle auf dem Hinterkopf, als auch der Vorderkopf mit den einzupflanzenden Haaren, wurden markiert. Ganz wichtig war auch die Festlegung der Haarlinie, also wo genau die Haaransatz gesetzt wird. Ich wollte ein natürliches Ergebnis und entschied mich deshalb für eine Haarlinie entlang meiner ursprünglichen.

Anschließend wurde die eigentliche Behandlung im OP-Raum durchgeführt. Hier habe ich mich auf eine Liege – ähnlich einer Massageliege mit Guck-Loch – auf den Bauch gelegt und der komplette Hinterkopf wurde betäubt. Das war an sich nicht schmerzhaft, aber die Piekser von der Spritze waren schon unangenehm. Nachdem die Narkose eingesetzt hat, wurden mir nach und nach die Haare vom Hinterkopf entnommen. Hierbei habe ich gar nichts gespürt. Die Entnahme hat rund zwei Stunden gedauert und mir wurden ca. 3.500 Grafts entnommen.

Danach gab es erstmal eine kurze Pause. Zurück im OP-Raum, habe ich mich auf den Rücken gelegt und der Vorderkopf wurde betäubt. Die Einstiche auf dem Vorderkopf haben da schon ein wenig mehr wehgetan. Die zuvor entnommenen Haare wurden mir dann vorne wieder eingesetzt. Das klingt jetzt alles ganz easy, das war es im Prinzip auch. Nur hat die Prozedur ganze neun Stunden in Anspruch genommen. Das war schon ein wenig anstrengend. Als dann alles vorbei war, wurde mir der Kopf luftdurchlässig eingebunden. Jetzt hieß es, bloß nirgendwo dagegen stoßen.

Natürlich hatte ich nach der Behandlung die Möglichkeit, in der Klinik zu übernachten, und mir die Heimfahrt zumindest für den gleichen Abend zu ersparen. Ich habe mich trotzdem dazu entschieden, nach Hause in mein eigenes Bett zu fahren. Das hat auch alles wunderbar geklappt.

HAARTRANSPLANTATION MIT DER FUE-METHODE

Follicular Unit Extraction (FUE)

Zur Optimierung der Haarlinie oder Haarfülle

Einzelne follikulare Einheiten werden entnommen

Entnahme erfolgt mit einer Hohlnadel Ø ca. 0,65 bis 1,0 mm

Vor der Transplantation werden die Haarwurzeln auf Schäden untersucht

Nach 1 Woche

Als die Narkose nachgelassen hat, habe ich einen enormen Druck auf meinem Kopf verspürt. Das war teilweise sehr schmerzhaft und sehr unangenehm. Vor allem beim Schlafen hatte ich die ersten drei Nächte Probleme. Ich habe fast sitzend geschlafen, damit ich ja nicht irgendwo rankomme. Auf dem Hinterkopf zu schlafen, war die ersten Tage eigentlich fast unmöglich. Ich konnte auch beobachten, dass mein Vorderkopf und auch meine Stirn leicht geschwollen waren. Nach ein paar Tagen hat sich auch schon der erste Schorf vom Kopf gelöst. Nach dem dritten Tag habe ich dann das erste Mal meinen Kopf gewaschen. Ganz vorsichtig natürlich. Für die ersten Tage wurde mir von der Klinik ein „Pflege-Starter-Paket“ mitgegeben. Darin enthalten: Lotion, Balsam und Medikamente. Vor dem Duschen habe ich den Kopf mit einer pH-neutralen Lotion behandelt und anschließend ein pH-neutrales Shampoo benutzt.

Nach 4 Wochen

Der Schorf hat sich nach vier Wochen fast vollständig gelöst. Allerdings hatte ich einen kleinen Schreckmoment: Mit dem Schorf sind auch einzelne Haare ausgefallen. Im ersten Augenblick war ich natürlich beunruhigt und hab sofort die Klinik kontaktiert. Die haben mir versichert, dass das normal ist und nicht jedes transplantierte Haar auch von der Kopfhaut angenommen wird. Ansonsten hatte ich noch eine leicht gerötete Kopfhaut und die Haare waren bereits ein bisschen nachgewachsen.

1 Jahr später

Nach einem Jahr ist eigentlich was ganz Spannendes mit meinen Haaren passiert: Meine Haare sind vorne, also an der transplantierten Stelle wieder nachgewachsen, das sah toll aus und ich war mehr als zufrieden. Allerdings sind die Haare am Hinterkopf lichter geworden. Das liegt ganz klar an meinem erblich bedingten Haarausfall. Früher oder später sind eben auch andere Stellen am Kopf betroffen und die Haare fallen langsam aus. Ich habe für mich entschieden, mit einer weiteren Transplantation zu warten, einfach weil ich weiß, dass die lichten Stellen in den nächsten Monaten und Jahren mehr werden.

Das halte ich noch aus und so lange spiele ich mit den Haaren und verwende Haarverdichtungsprodukte wie das Hair Line Powder und das Hair Fiber von Leon Miguel. Diese Produkte habe ich bereits während des gesamten Heilungsprozesses verwendet, damit die Haare schon vor dem Endergebnis toll aussehen. Rückblickend war dieses eine Jahr tatsächlich eine sehr intensive Zeit für mich. Es war einfach ein unglaubliches Gefühl zu sehen, wie die Haare wieder nachwachsen. Auch beruflich hat es mich weitergebracht. Ich hatte einfach viel mehr Möglichkeiten wandelbar zu sein und in verschiedene Rollen zu schlüpfen.

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