Bodyforming: Mit Kombinationsbehandlungen zur Traumfigur - mabelle
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Text: Astrid Tomczak

Das kennt wohl jeder – Regionen am eigenen Körper, die man einfach nicht leiden mag! Ob Fettpölsterchen, schlaffe Haut oder Cellulite: Wenn mit herkömmlichen Maßnahmen wie Sport oder Diät der gewünschte Erfolg ausbleibt, können medizinisch-ästhetische Methoden eine Lösung sein.

STRAFFE HAUT - EIN WICHTIGER FAKTOR FÜR DEN ERFOLG

Was hat Bodyforming mit Haut und Bindegewebe zu tun? Ein straffes Bindegewebe hat eine ebenmäßige Hautstruktur und damit ein jugendliches Erscheinungsbild zur Folge. Erschlaffte Haut und Cellulite sind dagegen naturgemäß unattraktiv und werden als mindestens genauso störend wie Fettpölsterchen empfunden. Wie straff und glatt die Haut ist, hängt von vielen Faktoren ab. Einige, wie Ernährung, Bewegung und ein gesunder Lebensstil, lassen sich relativ einfach beeinflussen, andere, wie die hormonelle Situation, eher weniger. Moderne Behandlungsmethoden des Bodyforming haben daher die Qualität der Haut für ein optimales Ergebnis mit im Blick.

FETT IST NICHT GLEICH FETT

Fett- und Fettverteilung beeinflussen unsere Körperform ebenfalls. Das Gesamtkörperfett unterteilt sich dabei in viszerales und subkutanes Fett. Ersteres umschließt unsere Organe. Letzteres befindet sich direkt unter der Haut. Viszerales Fett reagiert in aller Regel gut auf diätische Maßnahmen und Sport. Ein Überschuss desselben kann neben ästhetischen Erwägungen auch ein gesundheitliches Problem darstellen. Denn von ihm produzierte Hormone können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Wer also einen wohlgeformten und gesunden Körper erreichen oder erhalten möchte, tut gut daran, diesen Parameter im Auge zu behalten.

Subkutanes Fett kann sich sportlichen und diätischen Maßnahmen dagegen hartnäckig widersetzen, ist dafür aber leicht zugänglich. Dieser Fettanteil wird in der Regel mit einem sogenannten Caliper, einem Gerät ähnlich einer Kneifzange, ermittelt. Je nach Dicke der sich durchs Kneifen ergebenden Hautfalte ist der Fettanteil niedriger oder höher anzusetzen. Dementsprechend entscheidet sich dann auch, welche Bodyforming-Methode sinnvoll ist. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an minimalinvasiven Produkten und operativen Methoden, die auch häufig in Kombination zum Einsatz kommen.

MINIMALINVASIVE BODYFORMING-VERFAHREN

Ein recht bekanntes Verfahren im Bereich der minimal- invasiven Methoden ist die Fett-weg-Spritze. Durch die Injektion einer Gallensäure wird die Fettzellmembran durchlässig bzw. zerstört, was letztlich zum Tod der Fettzelle führt. Die Zellreste werden abgebaut und das Ergebnis ist eine verminderte Dicke der Fettschicht im Behandlungsareal. Dieses Verfahren muss meist mehrmals durchgeführt werden und eignet sich vor allem für kleinere, klar umrissene Problemzonen. Ein schöner Zusatzeffekt der durch den Zelltod hervorgerufenen Entzündung ist die hautstraffende Wirkung im Behandlungsareal.

Auch vor einer Kryolipolysebehandlung wird von manchen Behandlern vorweg mit der Fett-weg-Spritze gearbeitet. Diese Kombination soll den Gesamteffekt um bis zu 10 % verbessern und im Zweifel schneller zum gewünschten Endergebnis führen. Die Kryolipolyse ist eine apparative, nichtinvasive Methode, die sich die Temperaturempfindlichkeit der Fettzellen zunutze macht. Das Behandlungsareal wird je nach Gerätetyp entweder in Applikatoren eingesaugt oder es werden kälteabgebende Platten aufgelegt. Die Haut wird auf etwa +4 °C heruntergekühlt. Die kälteinduzierte Entzündungsreaktion führt nach ca. 6 bis 18 Wochen zum Absterben der Fettzellen im Behandlungsbereich. Nach Herstellerangaben werden mit dieser Methode pro Behandlung zwischen 10 und 25 % des Fettgewebes eliminiert. Der Behandlungserfolg kann durch die Kombination mit der sogenannten Stoßwellentherapie schneller erreicht bzw. optimiert werden. Dazu wird direkt nach der Kryolipolyseanwendung eine Behandlung mit radialen Stoßwellen durchgeführt. Diese Stoßwellen bestehen aus zwei unterschiedlichen Teilen: einer positiven Druckpulswelle und einer kleinen Zugwelle. Sie sorgen für einen schnelleren Abbau der Fettzellen. Außerdem haben Stoßwellen einen positiven Einfluss auf die Kollagenstruktur, die Haut und das Bindegewebe. Sie können daher z. B. Cellulite, Bindegewebsschwäche (Oberarm, Unterbauch usw.) und Dehnungsstreifen (Striae) reduzieren.

Ein ähnliches Verfahren, welches allerdings mit Wärme arbeitet, führt ebenfalls non-invasiv zu Fettabbau und gleichzeitiger Hautstraffung. Eine Low-Level-Lasertherapie erwärmt den Behandlungsbereich und sorgt dort für die Entleerung störender Fettzellen. Es erfolgt also keine Zellzerstörung. Schöner Nebeneffekt ist eine Glättung des Hautreliefs. Nach dieser Behandlung wird ein ca. 30-minütiges Workout empfohlen, um freigesetzte Fettsäuren direkt abzubauen. Es werden 8 bis 10 Behandlungen in 5 Wochen empfohlen.

INVASIVES BODYFORMING

Der Klassiker unter den operativen Methoden ist die Fettabsaugung oder Liposuktion. Vorteil dieser Methode ist, dass das Ergebnis bei ästhetischen Indikationen meist mit einer Behandlung je Areal erreicht werden kann. Allerdings müssen dafür in aller Regel eine Vollnarkose sowie längere Ausfallzeiten in Kauf genommen werden. Die Techniken der Fettabsaugung haben sich über die letzten Jahre deutlich verfeinert. Während früher vor allem manuell gearbeitet wurde, kommen heute vorwiegend technisch unterstützte Methoden wie die VibraSat (Rütteltechnik), power-assistierte Liposuktion (PAL), die Laser-Liposuktion (Smart-Lipo), die Radiofrequenz (Bodytite) oder ultraschallwellengestützte Technik (UAL) oder die Wasserstrahltechnik (WAL) zum Einsatz. Allen Methoden ist gemeinsam, dass mittels der eingesetzten Technik die Fettzellen schonend aus dem Gewebeverband gelöst oder verflüssigt und damit einfacher abgesaugt werden können. Laser-, Radiofrequenz- und Ultraschallmethode sorgen zudem für einen Kollagen- aufbau, der im Behandlungsareal für ein strafferes Hautbild sorgt. Gerade bei größeren Absaugvolumina kommt häufig zusätzlich Laser- oder Plasmaenergie zum Einsatz, um schlaffe Haut nachhaltig zu straffen und damit ein schönes Ergebnis zu erreichen. Falls der Hautüberschuss zu groß ist, wird in der gleichen OP auch eine Straffung durch die operative Entfernung überflüssiger Haut durchgeführt.

WELCHE METHODE SOLLTE WANN ZUM EINSATZ KOMMEN?

Die Wahl der Methode hängt von vielen Faktoren ab. Zuallererst stellt sich die Frage, wie groß das zu behandelnde Areal ist, wie dick z. B. eine störende Fettschicht ist oder wie stark die Hauterschlaffung oder Cellulite ausgeprägt ist. Neben dem gesundheitlichen Ausgangzustand spielen aber auch die Erwartungshaltung des Patienten und seine finanziellen Möglichkeiten eine Rolle. Empfehlenswert ist es immer, sich zwei oder drei Meinungen von entsprechenden Experten einzuholen und erst dann eine Entscheidung zu treffen.

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