VDÄPC Trendcheck: Gesichtsbehandlung ab 50
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VDÄPC Trendcheck Gesichtsbehandlung ab 50

Text: Anna-Lena Zechel, VDÄPC

Das Gesicht ist für viele Menschen der Mittelpunkt der Kommunikation und spielt eine wichtige Rolle für die eigene Identität und Attraktivität. Natürliche Veränderungen können vor allem mit zunehmendem Alter dazu führen, dass die Elastizität des Gewebes nachlässt. Typische Folgen sind Falten, Erschlaffungen und Volumendefizite, die das Gesicht älter, müder und abgespannter erscheinen lassen. Mithilfe der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie kann die daraus resultierende Diskrepanz zwischen dem äußeren, älteren Erscheinungsbild und dem inneren, jüngeren Empfinden wieder in Einklang gebracht werden. Welche Gesichtsbehandlungen sind bei Patientinnen und Patienten ab 50 besonders gefragt?

Facelift und Lidstraffung gegen Alterserscheinungen

Gesichtsbehandlungen machen heute einen Großteil der ästhetisch-plastischen Eingriffe aus. Sehr beliebt sind minimalinvasive (nichtoperative) Behandlungen, um ersten unliebsamen Veränderungen entgegenzuwirken. Bei Patientinnen und Patienten ab dem 50. Lebensjahr liegen jedoch häufig – abhängig vom Hautzustand und verschiedenen Einflussfaktoren (z. B. Schäden durch UV-Strahlung, Rauchen) – intensivere Veränderungen vor, die mit sogenannten softästhetischen Behandlungen wie Unterspritzungen nicht effektiv korrigiert werden können. Tiefe Falten und hängende Gesichtspartien können oft nur chirurgisch behandelt werden. Besonders beliebt sind in diesem Zusammenhang das Facelifting (Gesichtsstraffung) und die Lidstraffung.

Natürlicher Alterungsprozess: Was passiert mit der Haut?

Unser Körper verändert sich – das ist ganz normal. Die natürliche Alterung macht sich vor allem an der Haut bemerkbar, denn hier ist sie am deutlichsten sichtbar. Die Prozesse spielen sich in allen Hautschichten ab:

  • Die oberste Hautschicht erneuert sich in einem Zyklus von etwa 28 Tagen. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich dieser Zellstoffwechsel. Außerdem nimmt die Versorgung mit Lipiden ab. Dadurch wird die Haut meist trockener und anfälliger für UV-Strahlung und Krankheitserreger. 
  • In der Bindegewebsschicht nimmt zudem die Produktion von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure ab. Dadurch wird das stabile Kollagengerüst geschwächt und die Haut verliert an Spannkraft und Festigkeit. Der Mangel an Hyaluron führt zu Volumendefiziten und weniger Feuchtigkeit.
  • In der Subcutis, der tieferen Hautschicht, nimmt die Anzahl der Lipidzellen ab. Dadurch verliert die Haut ebenfalls an Volumen und Festigkeit.

Diese Entwicklungen beginnen etwa zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr und verstärken sich allmählich. Erste Fältchen werden mit etwa 30 Jahren sichtbar. Mit der Zeit vertiefen sich die feinen Linien auf der Haut, einzelne Partien hängen stärker ein, verlieren ihre jugendliche Kontur und lassen das Gesicht älter und fahl erscheinen

Neben den beschriebenen Prozessen spielt auch die Mimik eine wichtige Rolle. Durch die Anspannung der Gesichtsmuskulatur wird das Gewebe zusammengedrückt und die Falten vertiefen sich. Anfangs sind diese Mimikfalten nur bei Muskelbewegungen sichtbar, später auch im entspannten Zustand.

Das Facelift: Ein Klassiker der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie

Seit jeher zählt das Facelift zu den beliebtesten operativen Behandlungen der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Experten erachten es für Patienten ab 50 für sinnvoll, um tiefe Falten, überschüssiges Gewebe und erschlaffte Haut zu korrigieren. Das moderne Facelift geht dabei über eine reine Straffung hinaus: Die Gesichtsmuskulatur wird angehoben, abgesunkenes Fettgewebe reduziert oder neu positioniert und überschüssige Haut präzise entfernt. Da auch die tieferen Strukturen mitbehandelt werden, ergibt sich ein langanhaltendes und attraktives Ergebnis.

„Manche Patienten haben Bedenken, mit einem Facelift ihre Persönlichkeit, ihr Ich zu verlieren“, weiß Prof. Dr. med. Detlev Hebebrand, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Präsident der VDÄPC, „doch mit modernen Techniken und chirurgischem Fingerspitzengefühl ist es möglich, das Facelift sehr individuell anzupassen und eine ästhetische Verjüngung zu erzielen, ohne das Gesicht grundlegend zu verändern. Ziel eines erfahrenen Facharztes ist es nicht, dem Patienten ein völlig neues Gesicht zu geben, sondern eine jüngere Version seiner selbst.“

Schluss mit Schlupflidern und Tränensäcken

Eine weitere beliebte Behandlung der Generation 50+ ist die Lidstraffung. Da die Lidhaut sehr dünn ist, können sich altersbedingte Veränderungen in diesem Bereich schon früh bemerkbar machen. Auch genetische Veranlagungen können zu ungeliebten Schlupflidern und Tränensäcken beitragen.

Unter Schlupflidern versteht man überschüssiges Gewebe an den Oberlidern, das sich im Laufe der Zeit absenkt und auf dem beweglichen Augenlid aufliegt. Bei einer Oberlidstraffung wird dieses überschüssige Gewebe operativ entfernt, um die Augenpartie wieder offener und wacher erscheinen zu lassen.

Tränensäcke hingegen sind erschlaffte Unterlider, die sich meist durch Schwellungen und dunkle Schatten bemerkbar machen. Bei einer Unterlidstraffung wird das erschlaffte Gewebe entfernt und der Bereich wird harmonisch gestrafft. Zusätzlich kann Fettgewebe, das sich nach vorne gewölbt hat, reduziert oder neu positioniert werden.

Höheres Alter gleich höheres Risiko bei Faltenbehandlungen?

Die Entscheidung für eine Behandlung ist immer sehr subjektiv. Wenn angeborene Merkmale oder altersbedingte Veränderungen als belastend empfunden werden, kann ein Eingriff in Betracht gezogen werden. Aber steigt mit dem Alter auch das Risiko für Komplikationen bei einer Operation?

Zunächst einmal ist jeder Eingriff mit gewissen Risiken verbunden. Durch die Wahl eines erfahrenen Facharztes mit einem qualifizierten OP-Team und einer sicheren Klinikausstattung sowie durch eine sorgfältige Nachsorge können diese Risiken auf ein Minimum reduziert werden.

Mögliche Risiken werden immer individuell betrachtet. Das bedeutet, dass zwar bestimmte Begleiterkrankungen (z. B. Bluthochdruck) mit zunehmendem Alter wahrscheinlicher werden, aber nicht, dass ältere Patienten von vornherein ein höheres Behandlungsrisiko haben. Ein sportlicher, aktiver Mensch über 50, der sich gesund ernährt, hat ein geringeres Risiko als ein rauchender, übergewichtiger Mensch Mitte 20. Aus diesem Grund ist das persönliche Beratungsgespräch mit dem Ästhetisch-Plastischen Chirurgen sehr wichtig, um mögliche Kontraindikationen ausschließen zu können.

Individuelle Behandlungskonzepte für die Haut ab 50

Ästhetik kennt keine Altersgrenze. Ab dem 50. Lebensjahr bieten sich häufig chirurgische Eingriffe an, um fortschreitende Veränderungen wie Hauterschlaffung und Falten effektiv zu behandeln und eine nachhaltige Verjüngung zu erzielen. Diese können je nach Ausgangssituation, persönlichen Wünschen und der Einschätzung des Experten durch minimalinvasive Behandlungen ergänzt werden. Jeder Eingriff beziehungsweise jedes Konzept ist dabei sehr individuell.

Weitere Informationen gibt es unter:

www.vdaepc.de

Logo der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC)

Die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) ist die größte Fachgesellschaft Ästhetischer Chirurgen in Deutschland. Die Mitglieder der VDÄPC sind sowohl niedergelassene Ärzte als auch Klinikärzte auf dem Fachgebiet Plastische und Ästhetische Chirurgie. Qualitätssicherung und Patientensicherheit stehen bei der VDÄPC an erster Stelle. So bilden sich VDÄPC-Mitglieder über die Ausbildung zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie hinaus kontinuierlich weiter, um das fachliche Wissen und die praktischen Fertigkeiten auf einem konstant hohen und aktuellen Niveau zu halten.

www.vdaepc.de

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