Deep Plane Facelift Der Goldstandard für natürliche Resultate

Das Deep Plane Facelift stellt für mich die Konsequenz der anatomischen Studien der Gesichtsanatomie und der Analyse des Alterns dar.

Prof. Dr. Ernst Magnus Noah

Interview mit Prof. Dr. Ernst Magnus Noah über das Deep Plane Facelift

Professor Dr. med. Ernst Magnus Noah eröffnete im Januar 2021 die Noahklinik, eine Privatklinik für Ästhetisch-Plastische Chirurgie im Kasseler Stadtzentrum. Er ist Autor zahlreicher internationaler Fachartikel und aktives Mitglied renommierter medizinischer Gesellschaften. Er setzt sich stetig mit innovativen Operationstechniken auseinander. Speziell im Bereich Facelift hat Prof. Dr. Noah moderne Lifting-Konzepte entwickelt. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was die Besonderheiten der Deep Plane Facelift Technik ausmacht, wie sie sich entwickelt hat und worin ihre Vorteile bestehen.

myBody: Professor Noah, was ist das Deep Plane Facelift und was macht diese Technik besonders?

Prof. Noah: Das Deep Plane Facelift stellt für mich die Konsequenz der anatomischen Studien der Gesichtsanatomie und der Analyse des Alterns dar. Was ist nun das Besondere an dieser Technik: Eine Straffung der Haut allein erwies sich als nicht stabil genug. Die Präparation der unter der Haut liegenden festen Gewebeschicht, der SMAS (Superfizielles Muskuloaponeurotisches System), hingegen, bildet die Grundlage zur Zugreduktion an der Haut.

myBody: Was hat es mit dieser Art der Straffung auf sich und wie wurde sie entwickelt?

Prof. Noah: Die Straffung des SMAS ist elementarer Bestandteil moderner Faceliftoperationen. Diese Erkenntnis gilt seit 35 Jahren und wird mit unterschiedlichen Techniken bewerkstelligt. So dominiert in den USA die Exzision von Anteilen der SMAS und der Nahtsetzung an den Kanten. In Belgien und Frankreich hingegen eher die Nahttechniken mit Schlingen und Raffungen des SMAS. Die Präparation der SMAS Schicht beginnend am Ohr und über die Exzision der Faszie der Ohrspeicheldrüse (Parotis) bis hin über den Jochbogen, das sogenannte High SMAS, beherrschte dann seit 2000 die Vorträge und Publikationen.

myBody: Was hat Sie von der Innovation dieser Technik überzeugt?

Prof. Noah: Auf der ISAPS (International Society of Aesthetic Plastic Surgery) Tagung in Kyoto 2016 gab es nun ein Panel renommierter Faceliftchirurgen, angekündigt als eine „State of the Art“ Erfassung der Facelifttechniken. Ich saß im Publikum und fand es erstaunlich, dass noch immer Rafftechniken und Exzisionen aber auch das High SMAS dargestellt wurden.

Nur Dr. Bryan Mendelson aus Melbourne demonstrierte wiederholt seine anatomischen Studien, die darstellten, dass es organische Räume vor der Parotis gibt, die, wenn frei präpariert, eine optimale Mobilisation des SMAS ermöglichen. Tatsächlich kann jeder bei sich feststellen, dass das Mittelgesicht mehr beweglich ist und zum Absacken neigt (flexibles SMAS), als die Region direkt vor dem Ohr (fixes SMAS ). In einem weiteren Kurs stellte Dr. Bryan Mendelson seine Facelifttechnik dar. Hierbei wird erst vor der Parotis das SMAS durchtrennt und in die Räume der tiefen Schicht vorgedrungen. Dies erspart die Präparation auf der Parotis Faszie und ermöglicht die direkte Manipulation der Haltebänder (Retaining Ligaments) und somit der Regionen des Gesichtes, die am schnellsten altern. Die Kenntnis der Bänder und Räume stellt die Grundlage der Technik dar, da vor der Parotis auch direkt die Hauptstämme des Gesichtsnervens austreten, sollten nur erfahrende Chirurgen in die tiefe Schicht vordringen.

myBody: Wie setzen Sie die Technik des Deep Plane Facelifts um?

Prof. Noah: Aufgrund meiner Erfahrung mit der Rekonstruktion des Gesichtsnervs war die Präparationsschicht mir nicht unbekannt und ich wechselte in den folgenden Wochen zu der Technik. In Abwandlung hebe ich aber auch den Übergang zum Platysma und bilde traditionelle Platysmaplastiken zur zusätzlichen Halsstraffung.

myBody: Wie viele solcher Eingriffe haben Sie bisher durchgeführt?

Prof. Noah: Seit Herbst 2016 ist nun die Deep Plane Technik mit Erweiterung zum Hals meine Technik in über 200 Operationen. Diese Zahl ist für Deutschland hoch, jedoch verschwindend klein im Verhältnis zu Andrew Jacono aus NYC, der bereits über 2000 Deep Plane Facelifts operiert hat und kürzlich ein Buch dazu veröffentlichte. Seine Vorher Nachher Ergebnisse zeigt er auch regelmäßig bei Facebook.

myBody: Vielen Dank für das informative Gespräch Herr Prof. Dr. Noah!

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