Augenringe, Trännenrinnen, Augenschatten: Gründe und Lösungen - mabelle
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Frau mit vielen Fingerringen hält sich Hände vor die Augen

Text: Sarah White

Es gibt wohl kaum eine bedeutsamere Region im Gesicht als die Augenpartie – schließlich ist der Augenkontakt zentral für unsere Kommunikation. Leider sind hier aber auch Anzeichen von Alterung als erstes zu erkennen. Augenringe, Tränensäcke, geschwollene Augen – die Liste möglicher Störfaktoren ist lang. Gut, dass es für die häufigsten schon wirksame Behandlungen gibt.

Augenringe – das häufigste Übel

Ganze 80 % aller über 30-Jährigen leiden unter Augenringen. Sind Sie auch betroffen? In Bezug auf die dunklen Schatten herrscht viel Verwirrung und es kursieren viele Fehlinformationen. Sie können aufatmen: Es ist nicht unbedingt der Lebensstil, welcher Schuld an den dunklen Verfärbungen ist. Augenringe sind kein reines Lifestyle-Problem, auch wenn es oft so beschrieben wird. Nur weil Sie Augenringe haben, heißt das also nicht, dass Sie Nächte durchmachen, viel Alkohol trinken und fragwürdige Essgewohnheiten haben. Sehrhäufig sind Augenringe angeboren. Sie können seit der Kindheit bestehen oder durch die genetische Veranlagung im Laufe des Lebens in Erscheinung treten. Ist das der Fall, helfen auch die klassischen Lifestyle-Tricks logischerweise nichts.

Augenringe sind auch nicht gleich Augenringe. Denn es müssen zwei Formen unterschieden werden – blaue und braune Augenringe. Den beiden Formen liegen unterschiedliche Ursachen zugrunde. Blaue Augenringe kommen häufiger vor. Erkennbar sind sie an der typisch bläulich-lilanen, manchmal auch rötlichen Verfärbung des Unterlids. Diese Verfärbung verläuft meist vom Augeninnenwinkel entlang der Tränenrinne. Hauptgrund für die Entstehung ist eine Gefäßschwäche, weshalb Blutbestandteile am Unterlid austreten, oxidieren und sich ablagern. Zusätzlich schimmern die Blutgefäße aufgrund der dünnen Haut sichtbar durch. Die Verfärbung kann mit Wirkstoffen reduziert werden, die den Abtransport der Blutbestandteile unterstützen. Dazu zählt z. B. der Peptidkomplex Haloxyl, der in speziellen Augencremes hoch konzentriert genau dafür eingesetzt wird. Zusätzlich helfen gefäßstärkende Inhaltsstoffe wie Mäusedornextrakt, die empfindlichen Blutgefäße zu stärken.

Braune Augenringe sind gehäuft im asiatischen und afro-amerikanischen Raum vertreten. Die Verfärbung geht ins Bräunliche oder Gelbe, bei sehr extremen Verfärbungen auch ins Schwarze. Neben dem Unterlid kann zusätzlich auch das Oberlid betroffen sein. Braune Augenringe entstehen aufgrund einer lokalen Pigmentstörung – genetisch bedingt wird dort zu viel Melanin gebildet. Deshalb ist die Haut an diesen Stellen dunkler gefärbt als im restlichen Gesicht. Wie bei anderen Pigmentstörungen hilft hier Whitening, bestehend aus Cremes mit Tyrosinasehemmern und aufhellenden Wirkstoffen. Zusätzlich sollte unbedingt täglich ein Lichtschutz mit hohem UVA- und UVB-Schutz verwendet werden. Dadurch wird die erneute Bildung des überschüssigen Pigments verhindert. Konsequenz ist hier – neben viel Geduld – das Wichtigste, um gute Erfolge zu erzielen.

Frau hält sich Hand mit vielen Ringen vor das Auge

Achtung: Verwechslungsgefahr!

Nicht alles, was nach Augenringen aussieht, muss automatisch dazu zählen. Sehr ähnlich aussehend, aber doch anders sind geschwollene Lider, Tränensäcke oder eine eingesunkene Tränenrinne. Diese treten sehr oft in Kombination mit Augenringen auf.

Geschwollene Lider entstehen durch eingelagerte Lymphflüssigkeit und sind vor allem am Morgen sichtbar. Denn unsere Schlafposition begünstigt das Einlagern von Flüssigkeit. Durch die Schwellungen entsteht ein optischer Schattenwurf am Unterlid, weshalb diese mit Verfärbungen von Augenringen verwechselt werden. Tatsächlich kommen beide Probleme, Augenringe und geschwollene Lider, sehr oft gemeinsam vor. Geschwollene Lider mildern sich im Laufe des Tages und wirken deshalb am Abend nicht mehr so stark. Tränensäcke sind Vorwölbungen von Fettgewebe am Unterlid, die dauerhaft sichtbar sind und sich nicht im Laufe des Tages verändern. Grund für die Entstehung eines Tränensacks ist meist ein erschlaffter Augenringmuskel. Dieser hält das Fettgewebe der Augenpartie normalerweise straff. Im Alter, manchmal beschleunigt durch unsere Genetik, atrophiert der Muskel und ist nicht mehr kräftig genug. Die Folge ist ein Vorquellen des Fettgewebes am Unterlid.

Eine eingesunkene Tränenrinne entsteht durch einen Mangel an polsterndem Fettgewebe entlang des Unterlids. Dadurch wird eine deutliche Vertiefung sichtbar, die sich von den umgrenzenden Hautarealen optisch stark abhebt. Diese kommt besonders häufig in Verbindung mit Augenringen vor und lässt Blutgefäße und Verfärbungen stärker durchschimmern.

Was kann der Dermatologe machen?

Neben einer sorgfältigen Untersuchung, Aufklärung und Beratung kann der Arzt die eingesunkene Tränenrinne mit Fillern auffüllen. Damit lässt sich die Verfärbung von Augenringen selber zwar nicht reduzieren, aber das Erscheinungsbild der Augenpartie wird harmonischer, da das Unterlid auf das Niveau der restlichen Gesichtshaut angehoben wird.

About

Sarah White hat als Trainerin der internationalen Kosmetikbranche die ganze Welt bereist, um Seminare und Coachings für Professionals zu geben. Nach ihrer Zusammenarbeit mit Plastischen Chirurgen in einer Praxis für medizinische Kosmetologie hat sie die Hautpflegemarke iluqua gegründet und verhilft mit viel Expertenwissen zu einer schöneren Haut.
www.iluqua.com

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