Warum setzen wir Fett an - mabelle
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Frau mit gesenktem Blick

Wie und wo wir Fett ansetzen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und die tatsächlichen Gründe bleiben oft im Verborgenen. Fakt ist aber: Wir alle verfügen über mehr oder weniger umfangreiche Energiespeicher in Form von Fett. Ob wir vermehrt Fett am Bauch, an den Hüften oder doch an den Armen ansetzen, bestimmen letztendlich unsere Gene. Mindestens genauso groß wie der Einfluss der Gene ist der unserer Lebensgewohnheiten.

WARUM SETZEN WIR FETT AN?

Lange Zeit ging man davon aus, dass die Anzahl der Fettzellen (Adipozyten) bei Erwachsenen annähernd konstant ist. Andere Studien hingegen lassen vermuten, dass neue Fettzellen bis ins hohe Lebensalter gebildet werden können. Der menschliche Körper enthält Schätzungen zufolge bis zu 120 Milliarden Fettzellen. Der überwiegende Teil von ihnen ist dem weißen Fettgewebe zuzuordnen. Es dient in erster Linie der Speicherung von überschüssiger Energie und ist damit für die Entwicklung von Übergewicht verantwortlich. Braunes Fettgewebe hingegen kann überschüssige Energiereserven in Wärme umwandeln – Kalorien werden also verbrannt! Braunes Fett ist hauptsächlich bei Babys zu finden, um sie vor Kälte zu schützen. Vereinzelt besitzen auch Erwachsene noch braunes Fettgewebe, die Mengenverteilung ist natürlich individuell verschieden. Außerdem ist bekannt, dass die individuelle Funktion der Fettzellen bereits in der frühen Kindheit definiert wird und damit zeitlebens den Energiestoffwechsel mitbestimmen kann.

Frau im Badeanzug und mit Sonnenbrille auf einem Fahrrad sitzend
Frau stützt ihren Arm an die Taille

UNTERHAUTFETT

Wenn sich Fettzellen in der Unterhaut (subkutan) befinden, spricht man im Volksmund vom Bauchfett. Nicht nur der Bauch, auch alle anderen Hautbereiche weisen eine Unterhautfettschicht auf. Je nach Genetik und Hormonhaushalt ist diese unterschiedlich ausgeprägt. Gute Nachricht vorweg: Das Unterhautfett ist das erste Fett, welches beim aktiven Sport abgebaut wird. Wenn man also sein Bauchfett mit den Händen umfasst und entsetzt konstatiert, wie viel Bauch man doch hat, dann handelt es sich bei dem unerwünschten Übeltäter um gesundheitlich unbedenkliches Fett.

VISZERALES FETTGEWEBE

Im Gegensatz zum Unterhautfett befindet sich beim viszeralen Fettgewebe das Fett im Bauch und in unmittelbarer Umgebung der inneren Organe. Mit nicht ganz ungefährlichen Konsequenzen: Die Fettpolster um die inneren Organe herum produzieren Hormone, die Entzündungsvorgänge fördern und den Organismus ungünstig beeinflussen – Diabetes, Herzinfarkte und Alzheimer können die Folge sein. Um das viszerale Fett einzuordnen, wird der Bauchumfang beim Arztbesuch gemessen. Ein Indikator für Organfett ist somit das Maßband. Männer sind ab einem Bauchumfang von 102 cm und Frauen schon ab 88 cm gefährdet. Das viszerale Fett ist auch für den bekannten Bierbauch bei Männern verantwortlich. Dieser Bauch steht besonders hervor und fühlt sich hart an.

INTRAMUSKULÄRES FETT

Diese Fettzellen liegen zwischen den Muskelfasern. Im Vergleich zum Unterhaut- und viszeralen Fettgewebe ist ihre Anzahl jedoch gering. Bei starkem Übergewicht und Fettleibigkeit wird auch intramuskulär verstärkt Fett gespeichert. Diese Konditionen führen ebenfalls zu einer peripheren Insulinresistenz und damit zu Diabetes mellitus Typ 2.

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