Die Kombination von Bruststraffung und -vergrößerung Augmentationsmastopexie

Dr. Marilena Lausegger

Die vertrauensvolle Patientenbindung ist essenziell für eine nachhaltige Zufriedenheit mit dem Outcome.

Dr. Marilena Lausegger
Frau, die ihre Brüste mit ihren Händen bedeckt

Experteninterview mit Schönheitsexpertin und Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie Dr. med. Marilena Lausegger von der Enzian Clinic Metzingen

Die Brustform und -größe kann sich über die Zeit durch Faktoren wie Gewichtsverlust, Schwangerschaften, Stillzeit(en), zunehmendem Alter und hormonelle Umstellung erheblich verändern. Diese nachhaltigen Veränderungen des Körperbildes können bei den Betroffenen einen großen Leidensdruck erzeugen. Wenn sich Patientinnen dann mit diesem Anliegen an die plastische Chirurgie wenden, sind Erfahrung, Empathie und eine vertrauensvolle Arzt-Patientenbindung wichtig.

myBody: Dr. Lausegger, wie gehen Sie bei der Beratung zur Augmentationsmastopexie vor?

Dr. med. Marilena Lausegger: Zunächst ist eine genaue Analyse und Besprechung der Brustform und -beschaffenheit mit der Patientin gemeinsam am Spiegel wichtig. Die exakte Vermessung der Brust ist für eine korrekte Operationsplanung unerlässlich. Hierbei kann gemeinsam herausgearbeitet werden, ob und welche Art der Straffung und welches Implantat für die Patientin in Frage kommt.

myBody: Ihnen ist ein vertrauensvolles Arzt-Patientenverhältnis besonders wichtig. Wie stellen Sie diese Bindung her und wie wirkt sie sich auf die Behandlung und ihr Ergebnis aus?

Dr. med. Marilena Lausegger: Durch eine ehrliche Aufklärung über die am besten geeignete OP-Methode wird ein individuelles Behandlungskonzept mit möglichen Alternativmethoden erstellt. Es gilt Vor- und Nachteile herauszuarbeiten und etwaige Risiken zu benennen. Dies dient dazu, der Patientin vor der Operation auf einer ehrlichen und vertrauensvollen Gesprächsbasis zu einer möglichst realistischen Erwartungshaltung zu verhelfen. So kann für beide Seiten ein sehr gutes und langfristig zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden, da Vorstellung und Outcome gemeinsam exakt herausgearbeitet und einander angenähert und abgeglichen wurden.

myBody: Mit welcher Dauer und Regenerationszeit und mit welchen Kosten muss man bei einer Augmentationsmastopexie rechnen?

Dr. med. Marilena Lausegger:  Es handelt sich hier nicht um eine rein ästhetisch motivierte Brustvergrößerung bei einer nicht voroperierten Patientin. Dadurch muss man mit einer längeren OP-Zeit und einer etwas längeren postoperativen Erholungsphase rechnen. Auch sind in der Regel höhere Kosten zu erwarten.

myBody: In welchen Fällen würden sie der Patientin ein zweizeitiges Verfahren, also eine Behandlung, die in zwei zeitlich voneinander getrennten Phasen stattfindet, empfehlen?

Dr. med. Marilena Lausegger: Gerade in Grenzfällen mit grenzwertig viel Restvolumen der hängenden Brust oder anfänglicher Skepsis gegenüber Implantaten, gibt es die Möglichkeit, zunächst nur die Straffung durchzuführen. Mit Abheilung und zeitlicher Latenz kann dann das Ergebnis dann noch einmal beurteilt werden. Sollte dann das Volumen der nun gestrafften Brust doch zu wenig für die Patientin sein, können dann in einem zweiten Eingriff die Implantate eingelegt werden. Mit dieser zeitlichen Latenz bringt das zweizeitige Verfahren oft noch bessere ästhetische Ergebnisse als eine einzeitige Operation.

myBody: Was ist bei einer Augmentationsmastopexie zu beachten?

Dr. med. Marilena Lausegger: Entscheidend ist die Wahl des richtigen Verfahrens, dies beinhaltet die Art der Straffung sowie das zu erwartende Narbenbild, die Implantatform, -größe und Lage. Der Eingriff ist komplex, da man bei der Augmentationsmastopexie auch von der „Formung der neuen Brust in zwei Ebenen“ sprechen kann. Bei einer hohen Laxizität (Beweglichkeit) des Gewebes ist die dauerhafte Implantatfixierung etwas erschwert. So kann in einigen Fällen eine Nachstraffung nötig sein. Daher sind oft „gute und sehr gute Ergebnisse“ möglich, „perfekte“ jedoch seltener.

myBody: Ist eine Augmentationsmastopexie auch bei einer bereits operierten Brust mit Implantat möglich?

Dr. med. Marilena Lausegger: Bei einer erschlafften Brust, die bereits ein einliegendes Implantat hat, muss man vor allem im Falle einer vorliegenden Kapselfibrose zunächst eine Implantatentfernung mit Entfernung der Implantatkapsel durchführen. Anschließend wird ein neues Implantat eingelegt und fixiert und das Brustgewebe darüber mittels Bruststraffung adäquat gestrafft.

myBody: Was würden Sie Patientinnen, die sich für eine Augmentationsmastopexie interessieren, abschließend empfehlen?

Dr. med. Marilena Lausegger: Aufgrund der Komplexität des Eingriffes ist der Unterschied zur reinen Brustvergrößerung zu beachten. Um dennoch sehr gute Ergebnisse zu erreichen, empfehle ich, sich ggf. mehrfach beraten lassen. Bei der Auswahl des richtigen plastischen Chirurgen oder Chirurgin ist deren Erfahrung in der Brustchirurgie und auch in dieser speziellen Fragestellung wichtig. Die vertrauensvolle Patientenbindung – mit guter Gesprächsbasis und ehrlicher Aufklärung für eine realistische Erwartungshaltung – ist essenziell für eine nachhaltige Zufriedenheit mit dem Outcome. Die Verwendung von hochwertigen Implantaten mit möglichst hoher Produkt- und somit Patientensicherheit ist hierbei nicht zu vernachlässigen.

myBody: Dr. Lausegger, vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch!

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