Hautstraffung mit Energy Based Devices Risiken und Nebenwirkungen
Wer sich straffere Haut ohne Operation wünscht, hat heute eine ganze Reihe moderner Methoden zur Auswahl. Besonders beliebt sind Behandlungen mit Laser, Radiofrequenz, Radiofrequenzneedling und fokussiertem Ultraschall. Sie alle regen die Haut an, neues Kollagen vom Typ I zu bilden und dadurch fester und glatter zu wirken. Grundsätzlich gelten diese Verfahren als sicher und schonend, doch wie bei jeder medizinischen Behandlung gibt es mögliche Nebenwirkungen und Risiken, über die man Bescheid wissen sollte.
Laserbehandlung – Risiken und Nebenwirkungen
Bei Laserbehandlungen arbeitet das Gerät mit intensivem Licht, das gezielt in die Haut geleitet wird. Je nach Verfahren behandeln die Laser entweder nur die Hautoberfläche, ohne sie abzutragen, oder sie wirken ablativ, wie der CO2-Laser, die kontrolliert die obersten Hautschichten entfernen. Auch fettauflösende Anwendungen per Laser in Kombination mit Hautstraffungen sind möglich.
Häufig kommt es direkt nach der Anwendung zu Rötungen oder Schwellungen, die nach einigen Tagen von selbst verschwinden. Intensivere Behandlungen führen zu einem Schälen der Haut, das je nach Areal nach 4–10 Tagen abgeschlossen ist. In seltenen Fällen können Pigmentveränderungen auftreten – die Haut wird also heller oder dunkler. Besonders bei dunkleren Hauttypen besteht dafür ein höheres Risiko.
Warnsignale, die ernst genommen werden sollten, sind starke Schmerzen, Blasenbildung oder auffällige Verfärbungen, die nicht nach wenigen Tagen abklingen. Straffungsbehandlungen mit dem Laser sind im Gesicht, aber auch am Körper möglich.
Radiofrequenzbehandlung – mögliche Reaktionen und Risiken
Die Radiofrequenzbehandlung erwärmt die Haut mithilfe von elektromagnetischen Wellen in den tieferen Schichten. Dadurch ziehen sich die Kollagenfasern zusammen und die Haut wirkt straffer. Typische Reaktionen sind ein leichtes Wärmegefühl, Schwellungen oder eine Rötung, die nach kurzer Zeit verschwindet.
Verbrennungen und andere Hautschäden deuten darauf hin, dass die Behandlung nicht sachgemäß durchgeführt wurde.
Radiofrequenzneedling – Kombination aus Nadeln und Energie
Das Radiofrequenzneedling kombiniert winzige Nadeln mit Radiofrequenzenergie. Die Nadeln setzen Mikroverletzungen, die zusätzlich die Erneuerung der Haut anregen. Kurz nach der Behandlung ist die Haut gerötet und leicht geschwollen, was meist innerhalb weniger Stunden bis Tage abklingt. Viele Patienten empfinden ein leichtes Brennen oder Jucken der behandelten Stelle, was ebenfalls meist schnell wieder verschwindet.
Durch die Nadeln entstehen kleine punktförmige Blutungen, die zu Krustenbildung führen können. Diese verschwinden in der Regel nach einigen Tagen bis einer Woche. In seltenen Fällen kann sich die Pigmentierung der Haut verändern. Wie bei jedem Verfahren, das die Hautbarriere durchdringt, besteht ein geringes Infektionsrisiko, wenn die Nachsorge nicht korrekt eingehalten wird.
Extrem selten kann es zu überschießender Narbenbildung oder sogar zur Bildung von Keloiden kommen.
Fokussierter Ultraschall (HIFU) – mögliche Nebenwirkungen
Beim fokussierten Ultraschall (HIFU) werden Schallwellen tief in die Haut geleitet. Dort entsteht Hitze, die das Gewebe strafft. Unmittelbar danach kann die Haut gerötet oder geschwollen sein, manche Patienten berichten über ein Druck- oder Spannungsgefühl. Auch vorübergehende Taubheitsgefühle oder Kribbeln sind möglich, verschwinden aber in der Regel nach einigen Tagen wieder. Bleiben Taubheitsgefühle oder treten starke Schmerzen auf, ist ein Besuch beim Arzt sinnvoll.
Straffungsbehandlungen: So reagiert Ihre Haut
Unabhängig von der Methode gilt: Jeder Mensch reagiert individuell. Vorerkrankungen der Haut, eine Neigung zu starker Narbenbildung, Vorbehandlungen mit anderen Methoden oder kürzliche Sonneneinwirkung können das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Ebenso spielt es eine große Rolle, wer die Behandlung durchführt.
Erfahrene Fachärzte kennen die Geräte und wissen, wie sie individuell angepasst werden müssen. Auch hygienische Standards sind entscheidend, um Infektionen zu vermeiden.
Risiken bei Hautstraffung vorbeugen: Die besten Nachsorge-Tipps
Um das Risiko möglichst gering zu halten, sollte vor jeder Behandlung eine gründliche Beratung erfolgen. Dabei werden Hauttyp, Vorerkrankungen, Medikationen und persönliche Erwartungen besprochen.
Nach der Behandlung ist es wichtig, die Haut zu schonen, direkte Sonne zu meiden und konsequent Sonnenschutz zu verwenden. Auch eine sanfte Hautpflege unterstützt die Heilung. Treten ungewöhnliche oder anhaltende Beschwerden auf, ist es immer besser, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen.
Astrid Tomczak ist Diplom-Kauffrau, Expertin für Pharmarecht, Inhaberin von Doctor’s Delight Consulting in Pemmering und Heilpraktikerin. Seit 2011 berät sie Ärzt:innen und Unternehmen in der ästhetischen Medizin – mit Fokus auf rechtlicher Absicherung, Marktanalysen und strategischem Praxisaufbau.
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